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Geldanlage Die passenden Zinsanlagen für sicherheitsbewusste Sparer

Die niedrigen Zinsen machen Sparern das Leben schwer. Aber zum Aufpeppen der Rendite gibt es einige Optionen, ohne damit gleich die Sicherheit zu gefährden.

Die Aktienmärkte zeigen seit einigen Wochen zwar Erholungstendenzen. Aber das Zutrauen der Anleger ist noch immer gering. Wegen der vom Krisenherd Irak ausgehenden Gefahren und dem schwachen Konjunkturumfeld wird die Risikoneigung vermutlich zunächst auch gering bleiben. Davon gehen zumindest die Analysten von der ING BHF Bank aus.

Unter diesem Prämissen rechnen sie außerdem damit, dass die meisten Investoren weiterhin nach Anlagen am Rentenmarkt suchen, die eine hohe Sicherheit garantieren. In einer Studie hat die ING BHF Bank deshalb einige Anlageoptionen zusammen gestellt, die sich für Anleger anbieten, die einmal gekaufte Produkte bis zur Endfälligkeit halten wollen.

Zahlreiche Alternativen

Demnach gibt es eine ganze Reihe von Produkten, die sich für Sparer eignen, die auf Nummer sicher gehen wollen. Unter den nicht handelbaren sicheren Anlagen zählen dazu neben den Geldmarkt- und Termineinlagen bei Kreditinstituten die vom Bund begebenen Finanzierungsschätze und Bundesschatzbriefe. Diese weisen aber ein nur vergleichsweise geringe Rendite auf. Allerdings kann der Anleger hier immerhin Spesen und Gebühren durch eine Verwahrung der Titel bei der Bundesschuldenverwaltung sparen.

Bei den handelbaren festverzinslichen Emissionen haben sich Bundesanleihen als Benchmark-Anleihen etabliert. Etwas höhere Renditen bieten demnach die meisten Staatsanleihen der sechs weiteren EWU-Staaten, deren Rating mit AAA bewertet ist. Der Renditeaufschlag hat sich zuletzt zwar eingeengt, liegt bei zehnjährigen Staatsanleihen aus Italien und Griechenland aber bei rund 26 Basispunkten gegenüber Bundesanleihen.

Interessant findet die ING BHF Bank auch Emissionen ausgewählter staatlicher und supranationaler Institutionen, wie der KfW, DtA, EIB oder Freddie Mac, deren Schulden mit der Ratinghöchstnote versehen sind. Trotzdem weisen sie gegenüber Bundesanleihen einen Renditevorsprung von rund 20 Basispunkten auf. Höchste Qualitätsansprüche erfüllen den Angaben zufolge auch die Emissionen der Bundesländer. Der Renditeaufschlag von Länder-Anleihen und so genannten Länder-Jumbos wird auf 20 bis 30 Basispunkte beziffert.

Pfandbriefe bieten mehr

Aus dem nichtstaatlichen Bereich heben die Analysten insbesondere die Pfandbriefe hervor. Hier wird lobend erwähnt, dass in der 100-jährigen Geschichte des deutschen Hypothekenbankengesetzes bisher jeder Pfandbrief zurückgezahlt wurde. Trotzdem lassen sich hier verglichen mit Bundesanleihen um 25 bis 40 Basispunkte höhere Renditen ergattern.

Als weitere sichere Anlageform am Rentenmarkt werden zudem die unbesicherten Schuldverschreibungen der Landesbanken bezeichnet, die vor Juli 2005 fällig werden. Denn bis zum genannten Termin fallen diese Anleihen noch unter die Anstaltslast und Gewährträgerhaftung und besitzen mit diesen Vehiklen faktisch eine öffentliche Garantie. Der Renditevorsprung bewegt sich in einer ähnlichen Größenordnung wie bei den Pfandbriefen.

Nicht zu den risikolosen Anlagen will die ING BHF Bank die Unternehmensanleihen zählen, obwohl es auch hier Emittenten mit einem AAA-Rating gibt. Aber auch wer auf Unternehmensanleihen verzichtet, dem bieten sich genügend Alternativen, um seine Renditen zumindest etwas aufzupeppen.

Quelle: @JüB

 
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Veröffentlicht: 21.11.2002, 22:01 Uhr

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