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Geld verdienen per Kredit Die verrückte neue Welt der Zinsen

 ·  Zum ersten Mal muss man für Kredite weniger Zinsen zahlen, als man fürs Sparen bekommt. Das ist eine Umkehrung der normalen Situation. Lässt sich damit Geld verdienen?

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (28)

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Marc Ullmann

Verkehrte Welt

Das ist tatsächlich widersprüchlich.

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Norman Argubi
Norman Argubi (argubi) - 19.11.2012 16:45 Uhr

Erstaunlich...

wie die Meinungen hier geistern. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Mit zwei verschiedenen Zinssätzen Geld verdienen? Die Banken verdienen genau damit seit 100 Jahren ihr Geld. Natürlich geht es - und zwar weltweit.

Die Japaner machen es ja seit Jahren vor. Dort sind die Zinsen für die Hausfinanzierung bei 0,5 % - 1,0 %. Die konnten schon seit 10 Jahren ihr Geld in Europa auf ein Tagesgeldkonto für 2 % - 3 % legen - und haben sich kaputtgelacht.

Oder man kann mit etwas mehr Risikobereitschaft auch heute noch 5-6 % in guten Beteiligungen verdienen. Viel erstaunlicher ist doch, dass vielle bereit sind für die "angebliche" Sicherheit ihr Geld aufgrund der Inflation MIT GARANTIE um 2 % zu verringern.

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Nils Kuhs

Warum die ganze Schwarzmalerei hier?

Sorry, aber ich kann den Großteil der Leute hier nicht folgen. Würde es im Artikel darum gehen, jemand hätte den Betrag x zur freien Verfügung und müsste diesen heute anlegen, dann wäre ja klar was kommen würde. Zwar sind Immobilien, Gold,... als Wertanlage "sicher" weil sie tatsächlich vorhanden ist. Aber jeder würde wohl heute von einem Kauf abraten. "Blase", "Preise schon lange überhöht".... Zum Schluss würden man sich wohl auf eine kurz- bis mittelfristige Anlageform "einigen" die abgesichert ist (z.B. Festgeldkonto). Da würde dann niemand hier den "Weltuntergang" ankündigen und dies als Fehlentscheidung titulieren.
Hier hat derjenige aber keine flüssigen Mittel, sondern nutzt dafür das Haus als Sicherheit und schon wird die Anlageform ein volles Sicherheitsrisiko?
Deshalb liebe Leute, ein wenig mehr Realismus. Diese pauschale Einstellung, morgen geht die Welt unter, ist doch sicher mehr als übertrieben.

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Peter Sikorski

Leverage Effekt

So etwas nennt man schlicht den Leverage Effekt, mit niedrigeren Zinsen als die zu erwartende Rendite Geld zu verdienen. Man nennt es den Leverage Effekt ebenfalls, wenn die Zinsen steigen und die Rendite sinkt, sprich ein Verlustgeschäft. Wer mit privatem Vermögen auf diesen sehr klapprigen Stuhl setzt (und haftet!), dem ist nicht mehr zu helfen.

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Eckbert Reinhardt

Hurra - ab in die nächste Subprime-Krise!

Genauso ist die Finanzkrise 2007 entstanden - haufenweise billiges Geld drängt auf die Märkte, erhöht künstlich die Preie von was auch immer, Immobilien, Aktien, etc. - und wenn der erste seine Kredite nicht mehr zurückzahlen kann, kippt die ganze Blase und die vorher als sicher geltenden verpfändeten Gegenwerte der Kreditnehmer purzeln bei Überangebot auf den Märkten in ihrem Wert - zack, die nächste geplatzte Blase - aber wie gut das wir so freie Kapitalmärkte haben, denn nur der Markt hat ja recht, auch wenn er ganze Länder und Bevölkerungen ruiniert - viel Spaß damit!

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Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 19.11.2012 12:19 Uhr

Warnsignal

Hätte ich riesige Mengen an wertlosem Fiatmoney zur Verfügung und wüsste von Berufs wegen gleichzeitig, wie aufgeblasen die Finanzwirtschaft tatsächlich ist, würde ich ebenfalls so viel wie möglich in reale Werte investieren. Wer weiß, ob die nächste platzende Blase nicht das ganze System mit in den Abgrund reißt?

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Tobias Schulz

Einlagensicherung

Anscheinend hat so mancher Anleger die Geschehnisse rund um Icesave/Kaupthing 2008 schon wieder vergessen. Man sollte sich schon fragen, was eine von einem ausländischen Staat garantierte Einlagensicherung im Ernstfall wert ist und wie man dann seine Ansprüche geltend machen kann. Die alte (eigentlich selbstverständliche) Regel gilt auch hier: Höherer Zins = höheres Risiko.

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Reinhard Wilhelm

Zinsgewinn dürfte wohl höher sein.

Wenn ich es richtig sehe, dann ist lediglich der tatsächliche Zinsgewinn im Wege der Abgeltungssteuer zu versteuern. Der Netto-Zinsertrag müsste somit höher liegen. Die Kritiker in den Foren weisen jedoch zu Recht darauf hin, dass Geld im allg. nicht verschenkt wird. Hier handelt es sich letztendlich um ein Refinanzierungsgeschäft. Bei den Refinanzierungsgeschäften erklärt sich die Rendite aus der Tatsache, dass der Anleger ein - im allg. von den professionellen Anlegern als recht hoch eingestuftes - Ausfallrisiko trägt. So stufen die Geld gebenden Institute das Ausfallrisiko des Privatanlegers mit wertigen Immobiliensicherheiten als niedriger ein als das einer Bank, das entsprechende Sicherheiten nicht leistet. Dieses Ausfallrisiko übernimmt nunmehr der private Refinanzierer. Dafür erhält er die gewünschte Rendite. Der Anleger muss also vorab prüfen, ob er das Ausfallrisiko einschätzen kann. Dabei muss er sich ggf. die Frage stellen, warum er das besser als eine Bank beurteilen kann.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.11.2012 13:57 Uhr
Nils Kuhs

Welcher tatsächlicher Zinsgewinn?

Was verstehen Sie unter "tatsächlicher Zinsgewinn" bzw. "Netto Zinsertrag"? Welche "Sachverhalte" möchten Sie von den ursprünglichen Guthabenszinsen bitte abziehen um auf diese Werte zu kommen?
PS: §20(9)S1 EstG beachten.

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Leon Hartner

Auf dass es keine Schule mache...

Bei einem Haus mit einem Wert von 400.000 lassen sich so unter Berücksichtigung der Beleihungswertgrenzen ganz knapp über 1.000€ pro Jahr erzielen - und wer sein komplett abgezahltes Eigenheim für so einen Betrag als Risikomittler zwischen angeblich stabilen Banken und Schrottbanken zur Verfügung stellt, dem ist schier nicht mehr zu helfen.
Wenn man innerhalb der 100.000€ Einlagen'sicherung' bleibt, reduziert sich der Betrag sogar noch auf knappe 450€.

Dieser Artikel hat eine gewisse Berechtigung, weil er auf eine abstruse Kapitalmarktsituation hinweist. Nichtsdestotrotz gehört da eine fette, rote Überschrift drüber "NUR ALS BEISPIEL - NICHT NACHAHMEN!!!".
Am besten gleich dreimal, damit niemand auf die Idee kommt, es doch zu versuchen.

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Michael Wiesmaier

Noch lukrativer wird die Rechnung, wenn das Haus vermietet ist

Bei vermieteter Immobilie lassen sich die Zinskosten (im Gegensatz zur kreditfinanzierten Geldanlage) voll von der Steuer absetzen. Das dürfte bei durchschnittlichem Steuersatz nochmal 0,7%-Punkte einbringen, solange die holländische Bank nicht pleitegeht (wie zum Beispiel jüngst der Kfz-Versicherer Ineas B.V.).

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.11.2012 19:59 Uhr
Michael Wiesmaier

Herr Kuhs

Sie bekommen freilich die Mieteinnahmen zur (Neu)Anlage. Niemand zwingt Sie damit den Kredit zu tilgen, somit können Sie die Zinskosten sehr wohl langfristig zum Abzug bringen.
Früher war das auch nicht anders, als Erträge aus Lebensversicherungen noch steuerfrei waren, hat man gleich eine völlige Aussetzung der Tilgung mit der Bank vereinbart.
Das Immobilienvermögen ist hier gegenüber dem Kapitalvermögen (insbesondere seit Einführung des unseligen Sparerpauschbetrags) immernoch sehr stark bevorzugt, fragt sich nur wie lange noch.

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Nils Kuhs

Überlegen Sie doch mal, was der Unterschied sein kann

Zwei Kredite, zweimal Zinszahlungen, zweimal wurde der Kredit aufgenommen um eine Einnahmequelle zu erschließen, zweimal eigentlich Werbungskosten nach §9 EStG.... soweit alles richtig...
Aber einfach mal im Gesetz nachlesen. §20(5) EStG (Kapitalvermögen) lässt aber nur einen pauschalen Werbungskostenabzug zu und nicht die tatsächlichen.
Aber womit wird die Unterschiedliche Abzugsmöglichkeit von zwei identischen Voraussetzungen begründet? Die Ursache dafür ist die unterschiedliche Besteuerung! Man "erkauft" sich die pauschale Steuer (25%) bei Kapitalvermögen mit dem Verbot, die tatsächlichen Werbungskosten abzuziehen.
PS: Rechtliche umstritten, da wird es noch ein Grundsatzurteil geben

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Nils Kuhs

Herr Wiesmaier.... das ergibt wirklich keinen Sinn

Wenn Sie von "ungeschickt" schreiben, kann ich nur den Kopf schütteln. Also es war ja gerade bisher so, dass immer die Guthabenzinsenniedriger als die Dahrelenzinsen waren. Es war also niemals "ungeschickt" ein Darlehen abzuzahlen. Außer man wäre Hellseher gewesen!
Und mal abgesehen davon, auch mit der Streckung des Darlehens (160 Jahre) bekommen Sie keinen Cent zur Anlage. Der "ursprüngliche Kredit" wurde ja tatsächlich schon ausgegeben!

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Alfons Fichter
Alfons Fichter (canfly) - 19.11.2012 07:27 Uhr

nicht intuitiv

Was ich nicht verstehe, warum sind die Zinsen bei kreditfinanzierter Geldanlage nicht abziehbar? Sie sind doch Werbungskosten im ureigensten Sinne und stehen im direkten Zusammenhang mit den Zinseinkünften. Warum wird unterschieden ob ich von dem Kredit ein Haus kaufe und vermiete, oder ob ich davon anderweitig Gewinne erziehle?

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Michael Wiesmaier

Gut, im Artikel steht was von "abbezahltem Haus"

Natürlich sollte man nicht so ungeschickt sein wie bernd pitschetsrieder und statt neuaufnahme den ursprünglichen kredit in der tilgung strecken. Dafür hat man ja bei 1%tiger Tilgung ca. 160 Jahre Zeit. Welcher Betrag für die Kapitalanlage dann möglich ist kommt sicher auf den einzelfall an.

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Nils Kuhs

Da irren Sie sich leider

Richtig, Kreditzinsen kann man bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung absetzten. Aber der Kredit steht ja in keinen "Zusammenhang" mit diesen Einkünften, deshalb kann man dies nicht absetzen.
Wenn Sie z.B. ein vermietetes abgezahltes Haus vermieten und dann einen Kredit für den Bau Ihres privaten Wohnhauses aufnehmen, dann kann man diese Zinsen ja auch nicht bei VuV absetzen. Auch nicht, wenn das Objekt als Sicherheit dient.
Wie gesagt, §9 steht dem entgegen "Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen.". Diese Kosten (Zinsen) erfüllen ja gerade nicht diese Bedingungen.

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Winfried Böhme

Ich hoffe, dieser Artikel öffnet verrückten Sparern die Augen ...

Zitat: „Und man braucht (...) eine zweite Bank, die relativ hohe Einlagenzinsen zahlt, die einem aber trotzdem so vertrauenswürdig erscheint, dass man (...)nicht (...) am Ende sowohl sein Geld als auch sein Haus los“ ist.

Wer (wie ein Kreditgeber) seiner Bank Geld „leiht“, also, ein sog. Guthaben hat, ist derzeit ziemlich naiv, weil er bloß hofft, dass die Bank nicht pleite geht und ihm deshalb Geld verzinst zurückzahlen kann. Die Sicherheit dabei tendiert gegen Null, weil ein Guthabenbesitzer keine Sicherheit besitzt, abgesehen von einigen windigen Versprechen, genannt Einlagensicherung oder Staatsgarantie.

Umgekehrt ist die Bank nicht so dumm und baut auf Hoffnung. Sie leiht nur gegen Grundschuld, besitzt also im Zweifelsfall das Haus des Kreditnehmers, sofern die Rückzahlung nicht gelingt.

Ca. 50 Milliarden echtem Eigenkapital der DB stehen ca. 2 Billionen "Guthaben" gegenüber. Rund 96-98% der Guthaben lösen sich in Luft auf, wenn 2-4% der Sparer "richtiges" Geld haben wol

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.11.2012 20:51 Uhr
Thomas Spaniel

Brilliante Analyse, Herr Böhme,

und es ist sehr schön, dass Sie auf den gravierenden(!) Unterschied bei den eingeforderten Kreditsicherheiten hinweisen: bei meiner Bank - vollkommen egal, welcher, ob sogenannt systemrelevant oder auch nicht - habe ich keine(!), zumindest keine Bank-seitigen (Insider gestehen selbst ein, dass z.B. der Einlagensicherungsfond der deutschen Banken nicht in der Lage ist, einen Domino-Effekt pleitegehender Banken abzufangen) und auf die staatlich garantierten Einlagesicherheiten würde ich im Zweifelsfall lieber pfeiffen, im Gegenzug rückt aber keine einzige Bank auch nur einen Hypotheken-€ heraus, bevor sie nicht im Grundbuch steht. Die Bank gewinnt halt immer. Oder - mit Brecht - was ist der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank.

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 18.11.2012 16:03 Uhr

Das ist doch toll

Ich leihe mir bei Bank A eine Million und bringe die bei Bank B als bestverzinsliche Einlage wieder unter. Die Zinsdifferenz abzüglich der Kapitalertragssteuer ist mein Gewinn. Ein finanzielles Perpetuum Mobile. Warum machen das die Banken nicht untereinander? Nur etwas abwarten dann sind alle Schulden getilgt. Aber da ist doch ein Haken oder nicht??????

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.11.2012 20:53 Uhr
udo fischer
udo fischer (udo44) - 18.11.2012 20:53 Uhr

Da ist kein Haken, es ist gewollte Geldvernichtung

Auf Grund der durch die EZB vorgegeben billigen Kreditzinsen, haben die Banken die in Deutschland Hypotheken geben, sehr viel Geld zur Verfügung, an denen sie auf grund der Zinsdifferenz 0,5 zu 3,65% selbst sehr gut verdienen. Bund, Länder und Kommunen erhalten diesen billigen Kredit ebenfalls. Daher ist die Kreditaufnahme im öffentliche Bereich ungebrochen. Die Einzigen, die verlieren, sind die Sparer, da der Geldwert nach 10 Jahren und eine Inflation von 2% auf 81% gefallen ist.

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Thomas Spaniel

Sehe ich auch so, Herr Sax,

wenn es denn so einfach wäre, wie im Artikel beschrieben, würden es doch gerade die Banken mit einer weitaus grösseren, zur Verfügung stehenden Geldmenge (notfalls bei der EZB nachfragen, die druckt aktuell zu 0.75 % "Zinsen") bereits im ganz ganz grossen Massstab so durchziehen, dann jedoch gäbe es diese Zinsinversion erst gar nicht. Irgendwo also muss, wie von Ihnen zu Recht vermutet, der Haken sein.

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Frank Schulz
Frank Schulz (cilaos) - 18.11.2012 16:02 Uhr

Rechenfehler

Vielleicht sollten Sie mal den Zeitpunkt der anfallenden Erträge bzw Kosten mit einbeziehen.
Der Wert der Zinserträge ist auf 10 Jahre gerechnet, wobei das bei den Kreditkosten außer Acht gelassen wurde.

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Karl Hammer

"Normalerweise nehmen Banken Einlagen gegen Zins und verleihen sie gegen höheren Zinsals Kredit"

Ich weiß nicht, warum dieses Märchen immer noch in der Presse verbreitet wird. Es vermittelt eine falsches Bild der auf ungedecktem Geld basierenden Kreditwirtschaft. Die Einlagen haben mit der Kreditvergabe direkt nichts zu tun, sie dienen lediglich als Mindestreserve als staatlich festgelegte Bremse, die beliebig ausgeweitet werden kann und wird. Der Kredit wird aufgrund des Rückzahlversprechens des Kreditnehmers erteilt und hat mit den Einlagen eigentlich nichts zu tun. Das Geld wird aus dem Nichts seinem Konto zugeschrieben.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.11.2012 19:27 Uhr
Franz Nagel
Franz Nagel (FN57) - 18.11.2012 19:27 Uhr

@Reinhard Wolf: Danke für den Lesetip. Genauso unglaublich fand ich schon immer...

...die Wirtschaftslegende von dem hungrigen Tischler, der seinen Tisch mühsam von einem Bäcker zum anderen schleppen mußte, bis er einen fand, der gerade einen Tisch brauchte und ihn gegen Brot zu tauschen bereit war.

Sinngemäß so nachzulesen in Kapitel 1 desselben Schülerbuches der Bundesbank, wie auch in jedem VWL-Lehrbuch, das ich jemals in der Hand hatte. Daß auch hoch arbeitsteilige Organisationen wie das alte Ägypten ohne Geld funktionierten und bis heute jede Familie ihre Arbeitsteilung regelt, ohne dafür Tauschwerttabellen und Buchhaltung zu benötigen, das liegt jenseits des Wahrnehmungshorizontes dieser Ideologen.

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Karl Hammer

@Reinhard Wolf (Pumuckel42)

Solange der Kreditnehmer das Geld investiert und durch seine Arbeit neue Werte schafft und durch die folgenden Einnahmen den Kredit zurückzahlt, funktioniert das ja auch. Dem neuen Geld steht dann ein neuer Wert gegenüber.
Aber demokratische Staaten sind unseriöse Kreditnehmer und eine unseriöse Zentralbank verursacht durch billiges Geld eine Kreditschwemme, die dann zur Blase wird.
Wenn viele Private und am Ende dann sogar Staaten den Kredit nicht zurückzahlen und das Geld nicht gut investieren und nicht arbeiten, sondern konsumieren, dann platzt alles auseinander.
Nur eines ist noch sicher, es gibt Leute, die sich an der staatlichen Kapitalschwemme bereichern, auf unser aller Kosten. Wir alle zahlen mit unserer Arbeit und mit unseren oft bescheidenen Vermögen.

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Reinhard Wolf

Richtig: Geld = Creatio ex nihilo! .. und wer Herrn Hammer keinen Glauben schenken möchte, der ...

kann sich zu sich zu dem Thema Geldschöpfung auf der Internetpräsenz der Deutschen Bundesbank informieren. Dort werden die Zusammenhänge auch für Laien sehr gut verständlich dargelegt: (Googeln Sie: Giralgeld Bundesbank Kapitel3 ... und dann gleich der erste Google-Eintrag). Spannend wird es beim Thema "Buchgeld" auf Seite 72: "Wie das Buchgeld der Geschäftsbanken in Umlauf kommt." ... und wenn Sie glauben das Sie das dort Erklärte nicht verstehen weil Sie das was Sie verstehen nicht glauben können, dann versichere ich Ihnen, dass Sie es verstanden haben!

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Lothar Troeller

Das kommt davon...

wenn nicht der Markt entscheidet, sondern die Politiker!

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Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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