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Erste ESM-Anleihe : Rettungsschirm zapft mit japanischer Hilfe Kapitalmarkt an

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Japan will mit seinen ausländischen Währungsreserven ESM-Anleihen kaufen. Bild: dapd

Anleger haben dem Euro-Rettungsschirm ESM bei seiner ersten Anleiheauktion rund 2 Milliarden Euro geliehen. Vor allem Japan hat angekündigt, bei den Anleiheemissionen des ESM zuzugreifen.

          Der neue Euro-Rettungsschirm ESM hat bei seinem ersten Auftritt am Finanzmarkt knapp 2 Milliarden Euro bei Investoren eingesammelt. Der Fonds versteigerte am Dienstag für 1,93 Milliarden Euro Papiere mit einer Laufzeit von drei Monaten und kassierte sogleich eine Prämie von den Anlegern. Denn die Durchschnittsrendite lag bei minus 0,0324 Prozent. Die Anleger zahlen dem Fonds also faktisch eine Prämie, hatten aber trotzdem großes Interesse. Die Nachfrage übertraf das Angebot deutlich, die Emission war 3,2-fach überzeichnet.

          Die 17 Euro-Länder haben den ESM Anfang Oktober nach zweijährigen Verhandlungen und Krisenberatungen in Kraft gesetzt. Er soll als dauerhaftes Instrument den vorläufigen Fonds EFSF ablösen und angeschlagenen Ländern im Währungsraum mit Finanzhilfen über die Schuldenkrise hinweghelfen. Der ESM hat einen Kapitalstock von 700 Milliarden Euro. Der Topf soll am Ende bis zu 500 Milliarden Euro an Krediten vergeben können. Weil das Geld in mehreren Tranchen einbezahlt wird, ist die Obergrenze hier zunächst 200 Milliarden Euro.

          Japan hat bereits angekündigt, bei Anleihenemissionen des ESM zuzugreifen. Der japanische Finanzminister Taro Aso teilte mit, sein Land wolle helfen, die Finanzstabilität in Europa zu sichern. Dies stütze auch Währungen wie den Yen. Japan werde sich kontinuierlich bei ESM-Anleihe-Emissionen beteiligen und dafür seine ausländischen Währungsreserven nutzen, sagte Aso.

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