Home
http://www.faz.net/-gvt-76z5s
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Bargeldreserven Angriff auf die vollen Kassen

 ·  Auch in Deutschland horten Unternehmen so viel Geld wie nie. Doch volle Kassen sind nicht immer klasse. Das macht die Aktionäre unruhig: Sie wollen Taten sehen oder höhere Ausschüttungen.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (9)
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Sabine Mersmann

Der Gewinn steht uns Eigentübern zu!

Naja,
der Schluck aus der Lohnpulle muss wohl ausfallen, denn wir in Deutschland haben schließlich das Weltklima zu retten und das geht bekanntlich ja nur über eine groteske Überteuerung der Energie. Das ist ein Kostenblock, der nicht so ohne weiteres zu kompensieren ist. Wenn also dieser Kostenblock unverhältnismäßig ansteigt, dann muss ein anderer Kostenblock im Rahmen bleiben – und das sind eben die Lohnkosten. Denn wir stehen im weltweiten Wettbewerb, und Sinn u. Zweck unserer Unternehmen ist es nicht, Arbeitsplätze fürs Volk bereitzustellen, sondern Rendite zu erwirtschaften. Gelingt das in Deutschland zukünftig nicht mehr ausreichendem Maße, dann werden wir keine Autos, Maschinen und Chemieprodukte, sondern Arbeitsplätze exportieren. Ich als Aktionärin diverser deutscher Unternehmen jedenfalls erwarte vom Management genau das, falls Politik und Gesellschaft links durchknallen sollten. Bis dahin schaffe u. erhalte ich mit meinem investierten Kapital hier (unfreiw.) Arbeitsplätze

Empfehlen
Closed via SSO
Bert Reb (Berttreb) - 17.02.2013 11:58 Uhr

Sollten Gewinnausschüttungen nicht am Gehalt gekoppelt werden und der Rest der Firma dienen?

Oder soll der Gewinn einfach anderen nichtstuenden Aktienbesitzern noch mehr Gewinn, als der bloße Aktienbesitz einbringen, und zur Not, in der Not, dann lieber wieder Arbeiter entlassen werden müssen, sobald es eng wird für die Firma?

Man könnte so leicht ein paar Koppelungen einbauen um Arbeitsausbeutung auf den unterschiedlichsten Ebenen in ein vernünftiges und ausgleichendes Maß zu bringen.

Empfehlen
Michael Egner

Glücklicherweise gibt es auch in Deutschland

derzeit Unternehmen, die sich im europäischen Krisenkontext einer erfreulichen Liquiditätssituation erfreuen. Dabei wenig überraschend, dass in gut geführten Unternehmen das Working Capital Management häufig positiv mit der Unternehmensrentabilität korreliert, auch wenn manche Maßnahmen nur vordergründig von Vorteil sind, detaillierter Blick lohnt jedenfalls. Fällt das Hergeben „zu“ schwer, wirken zu recht kritische Aktionäre oder auch Haifische disziplinierend. Nachvollziehbar auch, dass für die eine oder andere Investentscheidung Wahltermine abgewartet oder Standorte mit niedrigeren Energiekosten bevorzugt werden könnten. Diskriminierende gesetzliche Regelungen sind das eine, evtl. Verteilungsmasse nach guten Investitionen der Post-Krisenzeit im globalen Wettbewerb etwas anderes. Auch entpuppen sich populäre Steuerinnovationen als investitions- und innovationsschädlich, die das Einsammeln von Eigenkapital zB für junge Untern. behindern, welche häufig Liquiditätsversorgung bräuchten

Empfehlen
Peter Gorski

macht die Aktionäre unruhig?

Na, hoffentlich macht es die Arbeitnehmer nicht unruhig, die in Werksverträgen, Zeitarbeit und anderen subventionierten Lohnsektoren abgeschoben auf fairere Verhältnisse warten, während Unternehmen Rekordsummen in Milliardenhöhe horten!
Hat man denen nicht gesagt, sie müssten Lohnzurückhaltung üben, damit die armen Unternehmen überleben können?
Aber natürlich sind die Interessen der Aktionäre vorrangig.
Gleich nach den Gewinnbedürfnissen der Unternehmer und den Gehaltsvorstellungen der Vorstände und leitenden Angestellten!
Und natürlich sind solche Gedanken nur mit verdrehten Gehirnwindungen linker, kommunistischer Gutmenschen zu erklären und haben nichts mit gesundem Menschenverstand und deutscher Lebensrealität zu tun .-)
Noch einen lieben Gruss an Frau von der Leyen, die immerhin schon mal verbal mit Wattebällchen gegen den Branchenbösewicht Amazon wirft!

Empfehlen
Nina Wunderlich

Aus langjähriger Erfahrung im Maschinenbau:

Gerade in Deutschland wird bei Investitionen (fast) ohne Ausnahme ausschließlich auf den Anschaffungspreis geachtet. Das bestätigt die These meines Vorredners eher. Aber selbst die Großkonzerne sparen auch bei Investitionen am falschen Ende. Was scheren schließlich einen Einkäufer die TCO einer Maschine, wenn sein Bonus an das Drücken der EK-Preise gekoppelt ist? Es ist ein Trauerspiel...

Empfehlen
Andreas Gehrmann

Naja,

es gibt noch eine andere Lesart. In Relation zu den Masseneinkommen in Deutschland sind die Unternehmensgewinne tasächlich explodiert. Die Exportüberschüsse sprechen eine deutliche Sprache, oder? Die Unternehmen investieren nicht, die Kapazitätsauslastung ist gering!
"Könnte" es damit zusammen hängen, dass wie unseren Produktivitätszuwachs nicht an die Arbeitnehmer, etc. weiter gegeben haben? Der Binnenkonsum stagniert seit Jahren - trotz gegenteiliger Propaganda in den Mainstreammedien. Warum also sollten Unternehmen investieren, wenn keine weitere Binnennachfrage besteht? Das bedeutet, die Unternehmen sitzen auf ihrem Geld oder zocken damit in den Finanzkasinos dieser Welt. Ist denn nicht mittlerweile jedem klar, dass der Realwirtschaft ständig die Mittel entzogen werden? Der Staat soll sparen, weil die "schwäbische Hausfrau" das so will. Die Unternehmen brauchen keine Kredite, die Arbeitnehmer können nicht oder haben Angst. Was nun? Woher kommt jetzt der Impuls? LÖHNE HOCH!!!!!!!!!!

Empfehlen
hansi baumert
hansi baumert (Habaum) - 16.02.2013 22:36 Uhr

Also die Aussage:"Anlagenbauer wie Siemens oder ABB profitieren davon, dass sie für

Großanlagen früh große Anzahlungen bekommen, ohne dass sie schon entsprechende Ausgaben haben." zeugt für mich nicht gerade von Sachverstand. Anlagen müssen geplant,Konstruiert und gefertigt werden und dies geschieht ganz sicher nicht ohne Ausgaben...

Empfehlen
Norbert Dr. Leineweber

Einer der schlimmsten Artikel ever in der FAZ

Von Apple auf den Rest der Welt zu schließen ist genauso unangebracht als den 5 Mrd.-Verlust von PSA für alle anderen Unternehmen heranzuziehen. Viele Unternehemn haben so wenig flüssige Mittel, dass sie massenhaft assets liqidieren müssen. Davon steht im Artikels nichts. Ansonsten haben die Unternehmen oft nur eine Eigenkapitalquote von 20%.Nachzulesen z.B. in den Daten der Comdirekt. Ansonten gilt weltweit: Die Unternehmen waren noch nie so überschuldet wie aktuell. Herr Scherf sollte von Redaktionsarbeiten entbunden werden und die Zahlen der BIZ studieren.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2013 21:31 Uhr
Thomas Ilias

Naja.

Die großen horten sehr wohl Cash in übertriebenen Mengen. Und wie beschrieben ist das aus Sicht der Aktionäre nur bedingt sinnvoll da leicht sinnlose Projekte und Übernahmen aus den Cashbeständen finanziert werden können, die nicht im Interesse der EK-Geber sind oder Unternehmen gar zu lukrativen Zielen für Übernahmen machen.

Also keine Grund für Polemik, der Artikel hat durchaus seine Berechtigung.

Empfehlen

16.02.2013, 17:33 Uhr

Weitersagen
 
Zinsen
Wertpapiersuche