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Apple-Anleihen „iBonds“ - Gewinne bleiben vorerst aus

Der amerikanische Technologie-Konzern hat im Mai seinen Aktionären eine milliardenschwere Ausschüttung angekündigt und sich hierfür am Anleihenmarkt bedient. Investoren griffen beherzt zu. Doch nun folgt erst einmal die Ernüchterung.

© dpa Apple: Derzeit schmeckt er nicht jedem

Im Mai verschuldete sich Apple erstmals seit dem Jahr 1996 wieder am Kapitalmarkt. Bei der Ausgabe seiner Unternehmens-Anleihen griffen Investoren vor Wochen beherzt zu. Mit dem eingenommenen Geld, so gab der iPhone-Konzern damals bekannt, wolle man die geplante Kapitalausschüttung von 100 Milliarden Dollar an die Anteilseigner finanzieren. Das klang erst einmal kurios, hatte jedoch einen rechnerischen Sinn:

Steuern sparen heißt die Devise

Apple verfügt zwar über eine Bar-Kapitalreserve von mehr als 140 Milliarden Dollar, doch Schulden machen ist für den Konzern günstiger. Schließlich liegen mehr als 100 Milliarden der Barreserven außerhalb der Vereinigten Staaten.

Mit deren Rückführung in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten würden aber hohe Steuern von mehr als 9 Milliarden Dollar anfallen, die Zinsen für die Unternehmensanleihen in Höhe von insgesamt 17 Milliarden Dollar liegen dagegen „nur“ bei jährlichen 300 Millionen Dollar. Das Problem ist: Deren Rendite lässt zu wünschen übrig. Zuletzt gab es herbe Verluste.

Enttäuschung

Bonds-Experten wie Rajeev Sharma, Senior Portfolio Manager bei First Investoren Management, raten nun schon, entweder die Anleihen in ihrer vollen Laufzeit auszusitzen oder jetzt mit Verlust zu verkaufen. Allein die Apple-Anleihe mit einer Laufzeit von 10 Jahren wurde am Donnerstag mit 92,50 Dollar in New York gehandelt - 7,5 Punkte niedriger als zum Ausgabetag.

Nicht besser steht die Anleihe mit einer 30-jährigen Laufzeit da. Hier kommt es seit Ausgabe zu einem Verlust von 12 Punkten. Für Anleger eine Enttäuschung und wieder Wasser auf die Mühlen für viele Börsianer, die Unternehmensanleihen als Asset-Alternative zu Aktien skeptisch sehen. Auf der anderen Seite:

Welches (Technologie-)Unternehmen rund um die Globus kann noch auf eine so große Bargeld-Reserve verweisen und sich entsprechend den einkalkulierten Luxus gönnen, eine Summe von 100 Milliarden Dollar an seine Aktionäre auszuschütten sowie ein Aktien-Rückkaufprogramm in Höhe von 60 Milliarden Dollar aufzulegen? Das ist dann doch wieder typisch Apple. Eben eine andere Liga an der Börse - allen jüngsten Verlusten bei der Aktie und den Anleihen zum Trotz.

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Quelle: FAZ.NET mit Reuters

 
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