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Anleihen Mit Reverse-Floatern von fallenden Zinsen profitieren

07.02.2003 ·  Wenn Aktien schwächeln, legen Investoren ihr Geld vermehrt in Anleihen an. Eine Form solcher Anleihen sind Reverse-Floater, die in Zeiten sinkender Geldmarklzinsen interessant sind. Ihr Ertrag wächst, je stärker das allgemeine Zinsniveau fällt.

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Wenn Aktien wie in diesen Wochen und Tagen zusehends schwächeln, suchen viele Anleger sichere Häfen für ihr Geld. Sie finden sie auch und gerade in Anleihen, auch als Rentenpapiere oder Bond bezeichnet. Anleihe ist der Überbegriff für festverzinsliche Schuldverschreibungen.

Es gibt öffentliche Anleihen vom Staat, der Post oder Kommunen, Pfandbriefe von Hypothekenbanken sowie Industrieanleihen. Die Papiere werden herausgegeben, um Investitionsvorhaben zu finanzieren. Die Kursnotierungen schwanken in Abhängigkeit vom allgemeinem Zinsniveau und der Kreditwürdigkeit des Schuldners. Bei steigendem Zinstrend fallen die Anleihen, bei fallendem Zinstrend steigen sie.

Fallen die Zinsen am Geldmarkt, steigt der Ertrag

Eine besondere Form der Anleihen sind Reverse-Floater. Bei diesen auch als Umkehrfloatern bezeichneten Papieren erhält der Anleger einen Zinssatz, der über dem Marktniveau liegt. Von diesem Zinssatz wird jedoch der in regelmäßigen Abständen angepasste Geldmarktsatz abgezogen. Anders gesagt: Je höher die Geldmarktzinsen, desto niedriger ist der Ertrag aus dem Reverse-Floater. Oder umgekehrt: Sinkt das allgemeine Zinsniveau, steigt der Kupon, der das Recht auf den Empfang fälliger Zinsen verbrieft.

Im Zweifelsfall kann der Ertrag auf Null sinken

Auf Grund dieser Konstruktion eignen sich Reverse-Floater als Anlageprodukt in Zeiten sinkender Zinsen. Je stärker das allgemeine Zinsniveau abfällt, desto attraktiver werden solche Papiere. Steigen jedoch die Geldmarktzinsen, schmilzt der Floater-Kupon - im Zweifelsfall bis auf Null. In diesem Fall erhält der Anleger keinen Ertrag. Damit der Investor im jenem Fall, dass der Geldmarktzins den Floater-Zinssatz übersteigt, nicht drauflegt, kann ein Boden eingezogen werden, der meist bei Null Prozent Zinsen liegt.

Wie andere Anleihen, auch können Reverse-Floater jederzeit verkauft werden. So können Anleger - eventuell wieder - auf Aktien umsteigen, falls das Umfeld für diese Wertpapiere besser wird.

Ein schönes Beispiel ist die Anleihe der SEBHypo mit der WKN 255641, die am 15. Januar 2008 ausläuft. Sie hat einen Kupon, der alle sechs Monate angepasst wird nach der Formel: 11,2 Prozent minus Libor. Libor ist dabei ein halbjährlich angepasster variabler Zinssatz im Interbankenmarkt namens London Interbank Offered Rate. Die sich ergebenden Kupons und den Kursverlauf sehen sie in den folgenden Grafiken.

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