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Anleihen Draka-Wandler zieht mit der Aktie an

06.12.2006 ·  Die Aktie des niederländischen Kabelherstellers Draka konnte sich in den vergangenen Monaten deutlich nach oben bewegen. Davon profitierten auch die Wandelanleihen des Unternehmens, das noch Restrukturierungspotentiale bietet.

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Nach massiven Kursverlusten in den Jahren 2001 bis 2003 konnte sich die Aktie des niederländischen Kabelherstellers Draka in den vergangenen Jahren von ihren Tiefs erholen, stabilisieren und sich insbesondere in den vergangenen Monaten deutlich nach oben bewegen.

Ausgehend von einem Zwischentief bei 11,70 Euro im Juni des laufenden Jahres erhielt das Papier frischen Aufwind und konnte in der Zwischenzeit knapp 70 Prozent auf zuletzt 19,88 Euro zulegen. Damit ist das Papier charttechnisch nicht nur aus der zuvor anhaltenden Konsolidierungszone nach oben ausgebrochen, sondern zumindest auch der kurzfristige Trend zeigt weiterhin nach oben.

Unternehmen befindet sich operativ auf dem Weg der Besserung

Diese Kursentwicklung läßt sich auch fundamental begründen. Denn nach einer Umsatzdelle in den Jahren 2002 und 2003, die auch zu deutlichen Ertragsschwierigkeiten führte, verbucht das Unternehmen wieder steigende Erlöse, und auch die Ertragssituation scheint sich wieder zu verbessern. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte der Umsatz immerhin um 11,5 Prozent auf 1,879 Milliarden Euro gesteigert werden, während ein Gewinn je Aktie von zwölf Cents erwirtschaftet wurde, nach einem Verlust von 67 Cent im Vorjahr.

Im laufenden Jahr verlief die Entwicklung in den ersten sechs Monaten ebenfalls überaus positiv. So konnte der Umsatz im Vergleich mit der Vorjahresperiode um 21,3 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro gesteigert werden, und der operative Gewinn legte um knapp 54 Prozent auf 39,1 Millionen Euro bei einer leicht fallenden Marge zu.

Das Unternehmen geht nach jüngsten Meldungen davon aus, im Gesamtjahr vor Sondereffekten einen Gewinn von 45 Millionen Euro erzielen zu können, nach 6,5 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Allerdings wird das Unternehmen eine Sonderbelastung verbuchen, die im Zusammenhang mit der anhaltenden Unternehmensrestrukturierung anfallen wird. Der Umsatz soll unverändert zum Vorjahr bei etwa 1,8 Milliarden Euro liegen, der operative Gewinn bei 90 Millionen Euro.

Die Prognose sei einerseits auf das sich verbessernde wirtschaftliche Umfeld in Europa zurückzuführen, teilte das Unternehmen mit. Auf der anderen Seite profitiere es von Kostensenkungsmaßnahmen und einer höheren Effizienz in der Produktion, heißt es weiter. Analysten - beispielsweise jene von Kempen Research - sehen beim Unternehmen noch weiteres Restukturierungspotential und rechnen zumindest in einem anhaltend freundlichen Umfeld mit weiteren Kursgewinnen.

Aktie vernünftig bewertet

Aufgrund des Chartbildes und auch mit Blick auf die Bewertung scheinen diese auch möglich zu sein. Denn mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen von 18 und 12,7 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr ist die Aktie noch fair bewertet, auch wenn die Verschuldung mit einem Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital von knapp 127 Prozent etwas hoch ist.

Im Rahmen der Kursgewinne der Aktie konnten auch die ausstehenden Wandelanleihen des Unternehmens schön nach oben laufen. Die bis ins Jahr 2007 laufenden Papiere mit einem Kupon von fünf Prozent profitierten von Rückkäufen durch das Unternehmen, die bis in den September des Jahres 2010 laufenden Papiere (Isin XS0226829462) mit einem Kupon von vier Prozent haussierten aufgrund der Tatsache, daß sie mit einer Prämie von rund 28 Prozent - sie ergibt sich aus einem Wandlungsverhältnis von 64,433 Aktien je 1.000 Euro nominal, was zu einem Wandlungspreis von 15,52 Euro führt - inzwischen deutlich im Geld liegen.

Damit hat das Papier schon einen starken Aktiencharakter. In diesem Sinne kann es eine interessante Alternative zu dieser sein. Immerhin böte es im Falle deutlicher Kursrückschläge an den Börsen nach unten einen dynamischen Kurspuffer, während es von steigenden Kursen immer deutlicher profitiert.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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