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Anleihen : Deutschland zahlt höchste Zinsen seit April 2012

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Der deutsche Staat muss für seine Schulden immer mehr zahlen. Auch wenn der Zinssatz noch niedrig ist, steigt er doch über die Werte früherer Monate.

          Der Trend steigender Zinskosten für den deutschen Staat setzt sich fort. Am Montag musste der Bund bei einer Auktion unverzinslicher Schatzanweisungen (Bubills) mit sechsmonatiger Laufzeit eine durchschnittliche Rendite von 0,0461 Prozent bieten, wie die Bundesbank in Frankfurt mitteilte. Das ist langfristig betrachtet zwar wenig, aber verglichen mit der vorangegangenen Auktion im August hat sich der Zins. Darüber hinaus stieg die Rendite auf den höchsten Stand seit April 2012.

          In den vergangenen Monaten hatten sich zeitweise sogar negative Renditen eingestellt, der Bund konnte also faktisch eine Gebühr für die sichere Geldverwahrung verlangen. Hauptgrund war die Euro-Schuldenkrise, die für eine hohe Nachfrage nach sicheren Anlagen sorgte.

          Insgesamt nahm der Bund über die jüngste Emission 2,69 Milliarden Euro ein. Die Nachfrage zog verglichen mit der vorangegangenen Auktion spürbar an - möglicherweise eine Folge des allgemein höheren Renditeniveaus. Diese Entwicklung geht zum einen auf die erwartete geldpolitische Wende in den Vereinigten Staaten zurück, zum anderen resultiert sie aus günstigeren Konjunkturaussichten.

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