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Mittwoch, 15. Februar 2012
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Anleihemarkt Die Strategen der Banc of America raten zu Junkbonds

23.12.2004 ·  Die sogenannten Ramsch-Anleihen haben auch 2005 das Zeug dazu, besser abzuschneiden als die mit einer Top-Bonität ausgestatteten Anleihen. Davon gehen zumindest die Anleihe-Strategen bei der Banc of America aus.

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Junkbonds werden nächstes Jahr besser abschneiden als Anleihen der Kategorie Investment Grade, weil die amerikanische Notenbank ihr "gemäßigtes" Tempo bei den Zinserhöhungen aufgrund der günstigen Inflationsaussichten beibehalten kann. Diese Prognose stellt die Bank of America Securities LLC.

Die Bank erwartet bei Junkbonds im nächsten Jahr Renditen zwischen drei und fünf Prozent. 2004 rentierten "Ramsch"-Anleihen mit sieben Prozent, zeigt der High Yield Broad Market Index der Bank. Ein- bis zehnjährige amerikanische Staatsanleihen haben den Anlegern dagegen nur rund zwei Prozent eingebracht.

Performancedruck stützt die Junkbonds

„Der Druck, in einem Umfeld mit geringer Volatilität und geringen Zahlungsausfällen eine gute Rendite zu erzielen, wird Anleihen mit geringerer Bonität weiterhin im Vergleich zu besser bewerteten Papieren attraktiv erscheinen lassen", hieß es in dem Bericht eines Teams um Jeff Rosenberg, Leiter Anleihestrategie bei Banc of America Securities in New York.

Banc of America Securities ist eine Tochter von Banc of America Corp., die Bloomberg-Daten zufolge beim Underwriting von Junkbonds in diesem Jahr auf Platz vier kommt. Die drittgrößte US- Investmentbank Goldman Sachs Group Inc. hatte Investoren im November empfohlen, den Anteil der "Ramsch"-Anleihen im Portfolio zu reduzieren. Moody's Investors Service warnte ebenfalls, dass die Hochzinsanleihen den Anlegern für das Risiko keinen entsprechenden Ausgleich böten.

Risikoprämie stark gesunken

Die Renditeprämie, die Investoren für Junkbonds im Vergleich zu amerikanischen Staatsanleihen fordern, sank am Mittwoch auf 3,05 Prozentpunkte. Das ist der niedrigste Spread seit Mai 1998. Anfang des Jahres lag die Risikoprämie noch bei 4,18 Prozentpunkten, zeigen Indizes von Merrill Lynch & Co. Bei Anleihen auf Investmentgrade-Stufe liegt die Renditeprämie bei etwa 0,84 Prozentpunkten oder 84 Basispunkten, zeigt der Merrill Lynch U.S. Corporate Master Index. Das ist ebenfalls der niedrigste Stand seit 1998.

Die Risikoaufschläge werden sich weiter verringern, wenn die Kurse von US-Staatsanleihen angesichts von Spekulationen über weitere Zinserhöhungen der Federal Reserve Bank aufgrund der Inflation sinken, schrieb Rosenbergs Team. Bei Junkbonds dürfte der Spread im nächsten Jahr um weitere 30 Basispunkte zurückgehen, so die Strategen. "Höhere Zinsen dürften bei bonitätsstarken Emittenten den Spread schnell auffressen, so dass die Gesamtrendite negativ wird", hieß es weiter.

Inflationsentwicklung als große Unbekannte

Die Strategen bei Banc of America sehen eine unerwartet hohe Inflation als eines der größten Risiken für Anleihen an. Die positive Einschätzung der Anleihen durch Banc of America hängt „sowohl vom konstanten Wachstum als auch von einer Inflationsrate innerhalb der von der Fed vorgegebenen Bandbreite" ab, so der Bericht.

Den schwachen Dollar sehen die Strategen dagegen nicht als Bedrohung für die Nachfrage ausländischer Anleger nach amerikanischen Junkbonds. „Die Käufe ausländischer Investoren haben sich in den vergangenen Jahren mehr an den Emissionen orientiert als an Devisenkursschwankungen. Das unterstreicht die Tatsache, daß die Nachfrage nach amerikanischen Anleihen auf dem Wunsch nach Renditeaufschlag beruht und nicht nach Investments in Dollar."

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