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Anleihemarkt Anleihe von David Bowie verursacht Mißtöne

23.03.2004 ·  Die Ratingagentur Moody's hat die Einstufung für die Kreditwürdigkeit der von Popmusiker David Bowie begebenen Anleihen nach unten gesetzt. Damit fordert die Krise der Musikindustrie auch am Anleihemarkt ihren Tribut.

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Erwartet worden war dieser Schritt schon lange, doch nun ist es amtlich. Die Ratingagentur Moody's Investors Service, welche die Bonität von Anleiheschuldnern prüft, hat die Bonitätsnote der "Bowie Bonds" heruntergesetzt. Die Ratingagentur begründete den Schritt mit der Umsatzschwäche der Musikbranche.

Die Anleihen, die mit den Lizenzeinnahmen von 300 älteren Songs des britischen Sängers David Bowie besichert sind, wurden von Moody's gleich um drei Stufen auf "Baa3" herabgesetzt. Davon betroffen sind Papiere im Volumen von 55 Millionen Dollar, die Jones/Tintoretto Entertainment Company LLC ausgegeben hat.

Branchenkrise fordert ihren Tribut

Die Überprüfung der "Bowie Bonds" begann im Mai letzten Jahres, als die Lizenzeinnahmen der Asset-backed Bonds, die im Februar 1997 aufgelegt wurden, unter den Erwartungen lagen. Die Herabstufung des Musikkonzerns EMI Group Plc am 11. März 2003 auf "Ba1" - das ist "Ramsch-Niveau" - spielte ebenfalls eine Rolle, teilte Moody's mit. EMI hat Lizenzeinnahmen von mindestens 30 Millionen Dollar für die 15jährige Laufzeit der Bonds garantiert.

Entertainer wie Rod Stewart oder die Heavy-Metal-Band Iron Maiden haben sich ebenfalls über Wertpapieren, die mit den Lizenzeinnahmen ihrer Arbeit unterlegt sind, Kapital beschafft. Für die Künstler hat das den Vorteil, daß sie nicht jahrelang auf Lizenzeinnahmen warten müssen, sondern sofort kassieren können.

Doch Raubkopien und Wettbewerb haben der Musikbranche schwer zugesetzt. Ihr droht das fünfte Rezessionsjahr. Universal Music, eine Tochtergesellschaft von Vivendi Universal SA, hat in den letzten zwei Jahren 1.500 Stellen gestrichen und die Marketingausgaben gekürzt, um Kosten zu sparen.

David Bowie hat im Februar seine "A Reality Tour" in Nordamerika um 29 Auftritte verlängert, um sein neues Album "Reality" in die Charts zu bringen. In der Woche zum 27. März war es noch nicht unter den Top-100 des Billboard Magazine gekommen.

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