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Anleiheauktion Spanien zahlt mehr Zinsen für neuen Kredit

 ·  Spanien hat am Donnerstag neue Kredite von 3 Milliarden Euro an den Finanzmärkte aufgenommen. Dafür mussten die Spanier allerdings deutlich mehr Zinsen zahlen als zuvor. Für zweijährige Anleihen zahlte das Land rund 5,2 Prozent, für Papiere mit sieben Jahren Laufzeit lag der Zins bei rund 6,7 Prozent.

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Spanien kann sich weiterhin nur zu hohen Zinsen Geld leihen am Markt. Das Schatzamt in Madrid plazierte am Donnerstag neue Staatsanleihen mit Laufzeiten zwischen zwei und sieben Jahren und nahm dadurch insgesamt 3 Milliarden Euro auf. Die Verzinsung, die Anleger dafür verlangten, legte verglichen mit den jüngsten vergleichbaren Emissionen allerdings merklich zu. In der Auktion der fünfjährigen Titel ergab sich eine durchschnittliche Rendite von beinahe 6,5 Prozent. Dies war das höchste Niveau seit Einführung des Euro und zugleich ungefähr ein halber Prozentpunkt mehr als bei der vorangegangenen entsprechenden Versteigerung. Die durchschnittliche Rendite der versteigerten Papiere mit Fristigkeit bis zum Jahr 2015 betrug 6,7 Prozent. Infolgedessen gerieten auch die Kurse schon am Markt umlaufender spanischer Staatsanleihen unter Druck – die Rendite zehnjähriger Titel legte vorübergehend bis auf 7 Prozent zu.

Demgegenüber können sich Euroländer, die als vergleichsweise sichere Emittenten wahrgenommen werden, weiter zu äußerst niedrigen Zinsen Geld leihen. Frankreich nahm am Donnerstag beinahe 9 Milliarden Euro auf. Um der zweitgrößten Volkswirtschaft des Euroraums für fünf Jahre Kredit zu geben, verlangten Anleger eine durchschnittliche Rendite von 0,86 Prozent. Schon zu Wochenbeginn hatten Frankreich, die Niederlande, Belgien und auch der Euro-Rettungsfonds EFSF Geldmarktpapiere plaziert - zu leicht negativen Renditen. Am Mittwoch zahlten die Anleger schließlich der Bundesrepublik Deutschland Geld dafür, dem Land für zwei Jahre Kredit geben zu dürfen: Zum ersten Mal hatte sich damit während einer Auktion zweijähriger Bundesanleihen eine negative Rendite ergeben.

Sehr günstig an neuen Kredit kommt weiterhin auch Großbritannien. Das Vereinigte Königreich emittierte neue Staatsanleihen, die im Juli 2052 fällig werden, zu einer durchschnittlichen Rendite von 3,055 Prozent; plaziert wurden Titel im Volumen von 1,75 Milliarden Pfund. Umlaufende zehnjährige britische Staatsanleihen rentierten derzeit mit 1,5 Prozent ungefähr 30 Basispunkte höher als entsprechende Bundesanleihen. Ein wesentlicher Grund dafür, dass sich ihre Rendite ebenfalls auf historisch niedrigem Niveau befindet, liegt darin, dass die Bank of England im Zuge der Krise große Staatsanleihekaufprogramme vollzog.
 

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Jahrgang 1982, Redakteur in der Wirtschaft.

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