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Anleiheauktion Spanien besorgt sich deutlich günstiger frisches Geld

 ·  Die spanische Regierung hat am Dienstag mit Anleihen über 12 und 18 Monaten insgesamt 5,75 Milliarden Euro eingesammelt. Die Zinsen, die das Land den Anlegern für das geliehene Kapital zahlen muss, sanken deutlich.

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Das rezessionsgeschwächte Euroland Spanien hat sich am Dienstag zu deutlich günstigeren Konditionen frisches Geld besorgen können. Mit zwei Geldmarktpapieren nahm das Land insgesamt 5,75 Milliarden Euro auf, wie aus Zahlen der spanischen Notenbank in Madrid hervorgeht. Das waren 250 Millionen Euro mehr als im Vorfeld maximal angepeilt.

Die Nachfrage nach den beiden Schuldtiteln, die 12 und 18 Monate laufen, blieb hoch. Bei den Zinsen setzte sich die Tendenz rückläufiger Refinanzierungskosten fort. Das zwölfmonatige Papier rentierte mit durchschnittlich 1,47 Prozent. Das ist über ein ganzer Prozentpunkt weniger als bei einer entsprechenden Auktion Mitte Dezember. Ähnlich stark fiel der Rückgang bei dem 18-monatigen Papier aus, das mit 1,69 Prozent rentierte.

Höherer Refinanzierungsbedarf

Die günstige Zinsentwicklung verschafft den öffentlichen Haushalten Spaniens etwas Luft, zumal der Refinanzierungsbedarf in diesem Jahr höher als 2012 ausfällt. Das Papier mit eineinhalbjähriger Laufzeit wurde unterdessen zum letzten Mal versteigert. Als Grund gelten die seit Jahresbeginn verpflichtenden Umschuldungsklauseln (Collective Action Clauses, CAC) für Schuldtitel mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Obwohl negative Effekte an den europäischen Anleihemärkten bislang ausgeblieben sind, versucht das spanische Schatzamt offensichtlich, Vorbehalten auf Käuferseite vorzubeugen. Stattdessen sollen künftig Schuldtitel mit neunmonatiger Laufzeit versteigert werden. Die neuen CAC sehen verbindliche Regeln für Zahlungsausfälle vor.

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