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Anleiheauktion Italien zahlt trotz Herabstufung weniger Zinsen

 ·  Italien hat es geschafft, am Freitag wie geplant vier neue Anleihen zu versteigern - obwohl sie von der Ratingagentur Moody’s herabgestuft worden sind. Für dreijährige Rentenpapiere müssen die Italiener sogar weniger Zinsen zahlen als noch Mitte Juni.

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Die Herabstufung der italienischen Bonität durch die amerikanische Ratingagentur Moody`s um zwei Stufen hat die Finanzmärkte nicht beunruhigt. Italien konnte am Freitagmittag planmäßig vier neue Anleihen emittieren. Italien plazierte dabei jeweils das Maximum des geplanten Volumens von insgesamt 5,25 Milliarden Euro.

Den größten Teil davon machte mit einem Volumen von 3,5 Milliarden Euro eine Anleihe mit drei Jahren Laufzeit aus. Hier musste Italien eine Rendite von 4,65 Prozent bieten und damit deutlich weniger als bei einer ähnlichen Auktion Mitte Juni mit 5,3 Prozent. Bei den Auktionen von Papieren mit 7, 10 und 11 Jahren Laufzeit fiel die Rendite hingegen höher aus als bei den jüngsten Vergleichsauktionen. Allerdings lag die Rendite der elfjährigen Papiere mit 5,89 Prozent ebenso unter 6 Prozent wie jene für Papiere mit zehn Jahren Laufzeit (5,82 Prozent).

Herabstufung und negativer Ausblick für Italien

Im Handelsverlauf hatten italienische Papiere dieser Laufzeiten wie schon an den Vortagen höher als 6 Prozent rentiert. Moody`s hatte die Einstufung italienischer Staatspapiere in der Nacht auf Freitag von A3 auf Baa2 gesenkt. Damit gehören die Papiere unverändert zu dem als investitionswürdig eingestuften Bereich (Investment Grade). Der spekulative Bereich (Non Investment Grade) ist allerdings nur noch zwei Stufen entfernt und könnte bald erreicht werden, da die Ratingagentur ihren negativen Ausblick beibehalten hat.

Der Euro zeigte sich von der Herabstufung wenig beeindruckt und pendelte im Handelsverlauf um 1,22 Dollar. Der italienische Aktienmarkt konnte sein Kursminus im Leitindex Mib von knapp 1 Prozent nach der erfolgreichen Auktion italienischer Staatspapiere wettmachen. Die anderen europäischen Aktienmärkte bauten ihre Kursgewinne leicht aus. Deutsche Staatsanleihen waren weiterhin gesucht. Papiere mit zwei Jahren Laufzeit rentierten auf einem Rekordtief von minus 0,055 Prozent. Auch vergleichbare finnische, niederländische und österreichische Papiere wiesen negative Renditen auf.

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Jahrgang 1978, Redakteur in der Wirtschaft.

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