http://www.faz.net/-gv6-75o0g

Anleiheauktion Italien : Rom refinanziert sich so günstig wie lange nicht 

  • Aktualisiert am

Die Rendite für italienische, zweijährige Staatsanleihen ist gesunken. Bild: dapd

Der italienische Staat hat sich bei Anleger günstig frisches Kapital geliehen. Die Rendite für Staatsanleihen mit einer Laufzeit bis 2015 lag mit 1,85 Prozent so gering wie seit März 2010 nicht mehr.

          Das hochverschuldete Euroland Italien hat am Freitag für frisches Kapital so wenig Zinsen gezahlt wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Bei einer Aufstockung von Staatsanleihen mit Fälligkeit 2015 lag die durchschnittliche Rendite bei 1,85 Prozent, wie die italienische Notenbank mitteilte. Das ist der geringste Wert seit März 2010. Im Vergleich zu einer ähnlichen Auktion im vergangenen Dezember sank der Zinssatz deutlich um 0,65 Prozentpunkte.

          Die Unsicherheit vor den Parlamentswahlen Mitte Februar wirkt sich mithin noch nicht auf die Refinanzierungskosten aus. Die Aufstockung erbrachte dem italienischen Staat 3,5 Milliarden Euro. Zwei weitere Aufstockungen sogenannter Floater - das sind Anleihen mit variablem Zins - erlösten zusätzlich 1,5 Milliarden Euro. Die Nachfrage nach den Schuldtiteln war durchweg hoch.

          Die Refinanzierungskosten für die drittgrößte Euro-Volkswirtschaft sind schon seit vergangenem Sommer stark rückläufig, allerdings ausgehend von einem sehr hohen Niveau. Hauptgrund für die Entspannung ist die Zusicherung der Europäischen Zentralbank (EZB), den Euro mit allen Mitteln verteidigen zu wollen.

          Quelle: FAZ.net mit dpa-AFX

          Weitere Themen

          Das Rating der wichtigsten Länder Video-Seite öffnen

          Für Europa : Das Rating der wichtigsten Länder

          Bunt ist die Rating-Welt. Die FAZ.NET-Karte zeigt von Grün bis Rot zu welchen Rating-Klassen die Staaten Europas gehören. Hier unser interaktiver Überblick.

          Die Börsen zucken nur kurz

          Nach Jamaika-Bruch : Die Börsen zucken nur kurz

          Was können Anleger aus den Erfahrungen in anderen Ländern mit einer langen Phase der Regierungsbildung lernen – etwa den Niederlanden, Spanien oder Belgien?

          Topmeldungen

          Nächtliche Beratung : SPD-Führung schließt große Koalition nicht mehr aus

          Die Kurve kriegen, aber keine faulen Kompromisse machen, lautet das Motto der SPD-Spitze. Man könne über alles mögliche reden – mehr dringt nach acht Stunden Nachtsitzung nicht durch. Zumindest zur unmittelbaren Zukunft von Martin Schulz gibt es klare Worte.

          EU-Gipfel in Brüssel : Showdown beim Brexit?

          Eigentlich läuft an diesem Freitag eine wichtige Frist der EU an die Briten aus. Trotzdem bringt Premierministerin Theresa May kaum Handfestes zum Treffen mit Ratspräsident Donald Tusk. Denn ihre eigene Regierung wackelt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.