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Anleiheauktion Frankreich refinanziert sich zu rekordniedrigen Zinsen

Der französische Staat hat sich von Anlegern zu sehr niedrigen Zinsen Kapital geliehen. Die durchschnittliche Rendite zehnjähriger Staatsanleihen sank auf 2,07 Prozent - ein Rekordtief in dieser Laufzeit.

© dapd Frankreich profitiert vom Anlagenotstand.

Die zweitgrößte Euro-Volkswirtschaft Frankreich hat sich am Donnerstag zu rekordniedrigen Zinsen frisches Kapital besorgt. Bei einer Versteigerung von Staatsanleihen mit Fälligkeit 2022 sank die zu zahlende Durchschnittsrendite auf 2,07 Prozent, wie aus Zahlen der nationalen Schuldenagentur in Paris hervorgeht. Das ist ein Rekordtief in dieser Laufzeit.

Zusammen mit drei weiteren Anleihen, die zwischen den Jahren 2019 und 2032 fällig werden, nahm das Land insgesamt knapp 8 Milliarden Euro auf. Das entsprach in etwa dem anvisierten Ziel. Die Nachfrage nach den Schuldtiteln war abermals hoch, allerdings leicht rückläufig.

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Frankreich zählt aus Anlegersicht derzeit nicht zu den Top-Adressen im Euroraum. Das Land profitiert aber von dem großen Anlagenotstand: Wegen sehr niedriger Renditen insbesondere in Deutschland sehen sich Investoren gezwungen, auf Länder mit etwas geringerer Bonität auszuweichen. Hierzu gehört Frankreich. Zehnjährige französische Staatsanleihen erbringen derzeit rund einen halben Prozentpunkt mehr an Rendite als entsprechende Schuldtitel Deutschlands.

Quelle: FAZ.net mit dpa

 
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