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Anleihen Arten von Hochzinsanleihen

05.04.2001
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Grundsätzlich lassen sich zwei Arten von Hochzinsanleihen unterscheiden. Zum einen sind das Unternehmensanleihen. Also Papiere, die von Unternehmen mit geringerer Bonität emittiert wurden. Zum anderen sind das Anleihen von wirtschaftlichen Schwellenländern.

Unternehmensanleihen

Der Gesamtmarkt für Unternehmensanleihen bester und guter Qualität beläuft sich in Europa im Jahr 2001 auf etwa 500 Milliarden Euro. Das europäische Segment der so genannten High-Yield-Anleihen, also jenen Papieren mit geringerer Kreditqualität, ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen und liegt zwischen 40 und 70 Milliarden Euro. Die klassische Definition zählt alle „Non Investment Grade“- Anleihen dazu. Dazu gehören viele Unternehmen, deren Kreditwürdigkeit man nicht richtig einschätzen kann, aber auch andere, deren Qualität sich verschlechtert hat.

Dazu zählen in den letzten Jahren vor allem auch die Telekommunikationsunternehmen, die auf Grund ihrer schnell steigenden Verschuldung von den Rating-Agenturen heruntergestuft wurden. Ihr Anteil am Gesamtmarkt dürfte sich auf knapp 50 Prozent belaufen. Damit wird einer der Kernpunkte für die analytische Betrachtung berührt: Hochzinsanleihen reagieren nicht nur auf Zinsveränderungen. Sondern sehr markant auf Änderungen in der Schuldnerqualität. Das heißt, der Verschuldungsgrad eines Unternehmens in einem dynamischen Umfeld kann sich relativ schnell ändern und damit der Wert der entsprechenden Anleihe. Steigt die Verschuldung, dann leidet die Bonität. Der Markt verlangt dann sofort eine höhere Risikoprämie in Form einer steigenden Rendite. Das heißt, der Kurs der Anleihe fällt.

Staatsanleihen

Für Anleihen von Schwellenländern gelten die selben Kriterien, wie für die Unternehmensanleihen. Das heißt, die Rendite eines Papieres hängt zunächst vom Zinsumfeld und von der Bonität des jeweiligen Landes ab. Allerdings kommt ein wesentliches Merkmal hinzu: das politische Risiko. So wird der Kurs einer Russland-Anleihe sinken, wenn die russische Regierung erklärt, den Zinsverpflichtungen nicht oder unter Umständen nur verzögert nachkommen zu wollen. Auch die Kurskapriolen türkischer oder argentinischer Wertpapiere sind stark von wirtschaftspolitischen Maßnahmen beeinflusst.

Das Schaubild zeigt den Zusammenhang zwischen Kreditwürdigkeit (Rating/X-Achse) und erwarteten Ausfallwahrscheinlichkeiten (Y-Achse).

Quelle: @cri
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