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Anlage-Strategie Wie gut Aktien bei Inflation zum Vermögenserhalt taugen

 ·  Viele Anleger befürchten eine steigende Inflation. Und sie fragen sich, ob Aktien ein Schutzmittel sind. Laut einer RBI-Studie ist das der Fall. Doch zwei andere Anlageklassen taugen noch besser als Inflationsschutz.

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Wernfried Bockholt

Aktien fraglich als Inflationsschutz

Wie bei Immobilien auch beruht die Legende, dass Aktien gegen Inflation schützen, teilweise auf einem Mythos. Nämlich dem, dass die Aktien selbst durch Kriege hindurch erhalten bleiben, wie Immobilien und Gold auch, dass der Wert des Bargelds aber durch die anschließende Währungsreform zum allergrößten Teil weg war.
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Hier muß man allerdings sagen, dass auch die Aktien während des 2. Weltkriegs im Wert gefallen sind und auch die Häuserpreise, und sie haben sich danach nur langsam erholt.
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Es ist wohl keineswegs so, dass Aktien automatisch steigen, wenn auch die Inflation ansteigt. Das ist kein Automatismus. Die Aktienkursverläufe werden nach wie vor vor allem von den Konjunkturzyklen bestimmt.
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Wenn man Aktien kauft, um gegen Inflation gerüstet zu sein, setzt man v. a. darauf, dass große AG´s mit hoher Marktmacht die gestiegenen Preise überwälzen können an die Kunden und so höhere Gewinne erzielen.

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Hans Edelmann

Der Anleger denkt, und der Staat nimmt.

Bei Inflation können Aktien als Sachwerte scheinbar mehr Sicherheit bieten als Spargeld und Rentenanlagen. Das Risiko von Aktien bleibt indes beachtlich, und im letzten Jahrzehnt war ein
Aktiendepot meist weniger ertragreich als Festgeld oder ein Rentendepot. Kapitalanlagen
und Vermögen erfordern, um langfristig erfolgreich zu sein, generell Risikobereitschaft
und viel persönlichen Einsatz der Anleger, indes der Staat praktisch mühelosen gesetzlichen Zugriff in beliebigem Umfang auf die Erträge und das Kapital nehmen wird. Der Staat kann
natürlich auch mögliche Vorteile aus Sachanlagen wie Aktien über Abgabennormen entziehen, und das macht er auch jetzt schon in überzogenem Ausmaß.

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Alex Zunker
Alex Zunker (zunker) - 04.02.2012 12:11 Uhr

Deswegen habe ich 100 % Aktien im Depot.

Kein Witz. Auch wenn das niemand empfiehlt. Sonst wird immer empfohlen, auch Anleihen und den ganzen Rotz zu haben. Der Grund ist genau der: Ich möchte nicht nur eine starke Rendite, sondern auch Inflationsschutz. Und Aktien sind nunmal Sachwerte.

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Klaus Dischinger
Klaus Dischinger (SilvaH) - 03.02.2012 18:29 Uhr

Aktien dürften sich bei einer erwarteten EURO-Krise

aber nur dann ähnlich entwickeln wie damals in USA, wenn sich die europäische Wirtschaft einigermaßen halten kann. Davon gehe ich nicht aus, denn die EURO-Krise wird mit Insolvenzen von Staaten und einer schweren Weltwirtschaftskrise begleitet sein. Hinzu kommt das fortschreitende Aufholen der BRIC gegenüber Europa.
Der zunehmende Ausverkauf unserer Technik an China (siehe eben Putzmeister) muß langfristig seine Folgen zeigen. Mittlerweile ist China nach meiner eigenen unvollständigen Liste Weltmarktführer in
Windkraftanlagen (7 der 15 führenden Anbieter sind Chinesen),
Photovoltaik,
Lithium Batterien,
Seltene Erden
Energiesparlampen, LED-Technik
Herstellung und Verkauf von Fahrzeugen (Angestrebt auch bei Elektrofahrzeugen).
Schwerindustrie

Weitere werden alsbald folgen

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Edgar Timm
Edgar Timm (duet) - 03.02.2012 14:09 Uhr

Vermögenserhalt bei Inflation - eine schöne wissenschaftliche Analyse ...

aber sie beleuchtet im wesentlichen "normale" Zeiten - doch wass passiert, wenn´s mal so richtig kracht?
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Deshalb stelle ich gern eine reale Beobachtung hinzu: Die Kapital-Lebensversicherung, die mein Großvater als Altersvorsorge abgeschlossen hat, erlitt 1984 einen "Haircut" um 90% - also etwas mehr, als zur Zeit für Griechenland im Gespräch ist - und möglicherweise für mehrere andere Länder im Raum steht. Er wäre von Sozialhilfe abhängig gewesen, wenn er nicht weiterhin in die umlagefinanzierte staatliche Rentenversicherung eingezahlt hätte.
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Mein Lehrer erzählte im Geschichtsunterricht folgende Begebenheit: Er schichtete das elterliche Vermögen rechtzeitig von RM-Anleihen in Aktien von Daimler-Benz um, die in den 50-er Jahren "durch die Decke" gingen. Im Ergebnis besaß er in den 60-ern nicht nur eine tolle Villa in Hamburg-Blankenese, sondern kam auch mit einem Borgward-Pullman (heute in etwa vergleichbar mit einem Maybach oder einem Bentley) zum Unterricht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.02.2012 18:10 Uhr
Wernfried Bockholt

Ich nehme an, es handelt sich um einen Zahlendreher...

und Sie meinen 1948, das war das Jahr der Währungsreform in Deutschland. Allerdings weiß ich gar nicht, ob es damals schon Sozialhilfe und eine umlagefinanzierte Rentenversicherung gab. Ich glaube nämlich, zumindest letztere wurde erst später eingeführt.
Ich wüßte sonst nicht, welches Ereignis bei der Kapitallebensversicherung Ihres Großvaters zu einem "Haircut" von 90 % geführt haben sollte.

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 03.02.2012 13:37 Uhr

Wir sind jetzt im 21. Jahrhundert

Die Welt war, vor allem wirtschaftlich, eine andere in den 70ern. Daher kann man solche Ergebnisse nicht genau auf heute übertragen. Immerhin gut, daran erinnert zu werden, daß wir nicht die erste Wirtschafts- und Finanzkrise seit 1929 erleben, und daß es nach dieser samt Inflation nicht nur weiterging in den 80ern, sondern sogar steil bergauf.

Wenn man über die untersuchte Periode hinaus in die 80er schaut, ändert sich das Bild übrigens in einem Punkt entscheidend: Edelmetalle, vor allem Gold, stürzten ab, um sich 20 Jahre lang nicht zu erholen, während die beiden anderen Anlageklassen weiter ein gutes Investment blieben. Daher ist das derzeitige Getrommel für Gold, unter Ausnutzung der Angst der kleinen Leute, mit Vorsicht zu genießen.

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Gerhard Dünnhaupt

Preissteigerung und Hyperinflation sind zweierlei

Gewiss trifft es zu, dass Aktien bei leichten Preissteigerungen nicht immer mitziehen, aber wer 1922 tausend Siemensaktien hatte, der hatte 1924 noch immer tausend Siemensaktien.

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