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Was die Börsen-Woche bringt Bilanzsaison macht Anleger vorsichtig

In der kommenden Woche berichten die amerikanischen Banken Goldman Sachs, JP Morgan, Bank of America und Citigroup über das vergangene Quartal. Auf deutscher Seite legt Metro Zahlen vor. Die Anleger fürchten eine schwache Bilanzsaison.

© dpa Die kommende Woche bringt Zahlen von Banken aus den Vereinigten Staaten.

Aus Furcht vor einer schwachen Bilanzsaison werden sich Anleger nach Einschätzung von Börsianern in der neuen Woche mit weiteren Käufen am deutschen Aktienmarkt zurückhalten. „Der schwache wirtschaftliche Verlauf könnte durchaus zu einigen Enttäuschungen führen“, warnen die Aktienstrategen der Landesbank Berlin (LBB) in ihrem Marktkommentar. Ähnlich urteilt Marktanalyst Giuseppe Amato vom Brokerhaus Lang & Schwarz. Zudem sei ein Rücksetzer des Dax überfällig. „Wir sind zu schnell zu stark gestiegen.“ Seit Mitte November hat der Leitindex rund 800 Punkte zugelegt.

In der alten Woche stagnierte sein Kurs allerdings. Eine Trendwende sei aber nicht zu befürchten, betont Analyst Andreas Hürkamp von der Commerzbank. „Die Staatsschuldenkrise scheint nun für Dax-Investoren nach und nach an Schrecken zu verlieren.“ Zusammen mit den sich aufhellenden Aussichten für die Konjunktur sorge dies dafür, dass die Chancen auf ein neues Dax-Rekordhoch von 8500 Punkten zunähmen. Auch die LBB-Experten gehen davon aus, dass der Dax seine bisherige Bestmarke von 8151,57 Zählern übertreffen kann. Lang & Schwarz-Analyst Amato rät dagegen zur Vorsicht. Gerade weil so viele so optimistisch seien, steige das Enttäuschungspotenzial und damit die Wahrscheinlichkeit größerer Kursrückschläge.

Amerikanische Finanzwerte legen Zahlen vor

Bei den Unternehmen stehen die Finanzwerte im Rampenlicht. In der neuen Woche wollen die amerikanischen Branchengrößen Goldman Sachs, JP Morgan (jeweils Mittwoch), Bank of America und Citigroup (jeweils Donnerstag) ihre Zahlen vorlegen. Auf deutscher Seite hat Metro für Mittwoch die Vorlage von Umsatzzahlen angekündigt. Anleger erhoffen sich hiervon Hinweise auf die Entwicklung des Weihnachtsgeschäfts im deutschen Einzelhandel.

Mit Spannung warten Börsianer zudem auf die Hauptversammlung von Thyssen Krupp am Freitag. Nach Milliardenverlusten, Kartellverstößen und dem Rausschmiss des halben Vorstands wird sich Aufsichtsratschef Gerhard Cromme von den Aktionären des Konzerns sicher eine Menge kritischer Fragen anhören müssen. Einige Thyssen-Eigner fordern sogar Crommes Rücktritt.

Amerikanische Einzelhandelsumsätze und Philly Fed-Index im Blick

„Bei alledem darf man die Konjunktur aber nicht aus dem Blick verlieren“, betont Marktanalyst Amato. Am Dienstag stehen unter anderem die amerikanischen Einzelhandelsumsätze für Dezember auf der Agenda. Analysten rechnen mit einer Abschwächung des Wachstums auf 0,2 Prozent von 0,3 Prozent im Vormonat. Am Freitag liefert dann der von Reuters und der Universität von Michigan ermittelte Index des Verbrauchervertrauens Hinweise auf das Konsumverhalten der amerikanischen Bürger. Analysten prognostizieren einen Anstieg auf 75,0 von 72,9 Punkten. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft.

Darüber hinaus will die Federal Reserve Bank von Philadelphia (Philly Fed) am Donnerstag ihren Konjunkturindex veröffentlichen. Hier sagen Experten einen Rückgang auf 5,0 Punkte von 8,1 Zählern im Vormonat voraus. Unabhängig davon verfallen am Freitag Optionen auf Indizes und einzelne Aktien. Dieser sogenannte „Kleine Verfall“ kann in den Tagen zuvor zu erhöhten Umsätzen und Kursausschlägen führen, weil Anleger versuchen, die Kurse derjenigen Aktien, auf die sie Derivate halten, in eine für sie günstige Richtung zu bewegen.

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Quelle: FAZ.net mit Reuters

 
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Veröffentlicht: 11.01.2013, 16:29 Uhr


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