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Freitag, 10. Februar 2012
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Wall Street & die Krise Yamaha schockt die Motorradbranche

04.08.2009 ·  Mit einem Minus von zehn Prozent reagiert die Yamaha-Aktie auf eine Umsatz- und Gewinnwarnung. Folge: Anleger werden kritisch auf den Konkurrenten Harly-Davidson blicken. Die interessanteste Aktie der Branche wird nur in Indien gehandelt.

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Allgemeiner Wirtschaftsoptimismus trug in den vergangenen Wochen die Börsen weltweit deutlich nach oben, vielfach auch die Werte schwacher Unternehmen. Die Rückschlagsrisiken sind allerdings groß.

Das zeigt sich an einem Kursverlust von knapp zehn Prozent auf 1.096 Yen, den die Aktie von Yamaha Motor am Dienstag hinnehmen musste. Der zweitgrößte Hersteller von Motorrädern weltweit hatte zuvor mitgeteilt, der im laufenden Geschäftsjahr zu erwartende Verlust werde mit einem Minus von 182 Milliarden Yen das Vierfache dessen betragen, was bisher erwartet worden war.

Yamaha: Deutlicher Umsatzrückgang und höhere Verluste als erwartet

Gleichzeitig nahm das Unternehmen seine Umsatzprognose um satte zwölf Prozent nach unten. In den Vereinigten Staaten würden die Erlöse sogar um 35 Prozent zurückgehen und in Europa um acht Prozent, hieß es von Seiten des Unternehmens. Zunehmende Arbeitslosigkeit und fallende Löhne dämpften die Nachfrage nach Motorrädern, erklärte das Unternehmen. Es hat die Absicht, in den kommenden drei Jahren drei Produktionsstätten in Japan zu schließen.

„Die Konsumenten in den Vereinigten Staaten und Europa haben Sorgen und geben kein Geld mehr aus für Motorräder,“ erklären Branchenbeobachter. Selbst wenn sich die Wirtschaft erhole, können allenfalls das Nachfrageniveau von vor zwei Jahren erreicht werden, erläutern sie weiter. Das ist kein gutes Zeichen für eine Branche, die im Kern teure Luxusprodukte herstellt, auf die Verbraucher in der Krise ohne weiteres verzichten können.

Auf dieser Basis werden kritische Anleger auch die massiven Kursgewinne kritisch hinterfragen, die die Papiere des amerikanischen Konkurrenten Harley-Davidson in den vergangenen Wochen im Rahmen des allgemeinen Aktienoptimismus verbuchen konnten. Harley spürt nicht nur die Wirtschaftskrise an sich, sondern in der Vergangenheit wurden viele seiner Produkte deswegen verkauft, da sie sich leicht über günstige Kredite finanzieren ließen. Kredite, die verpackt und weiterverkauft wurden, so lange dieses Geschäftsmodell noch funktionierte. Eine Absatzförderung dieser Art dürfte künftig nicht mehr so einfach fallen.

Kursgewinne bei Aktien asiatischer Hersteller - mit einer Ausnahme auf brüchiger Basis

Während sich die Yamaha-Aktie aufgrund der zu erwartenden Verluste praktisch kaum bewerten lässt, sind die Harley-Papiere mit einem Kurs-Gewinnverhältnis von 28 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende Jahr schon teuer geworden. Auf Sicht eines Jahres liegen die beiden Papiere zusammen mit jenen von KTM Power Sports und der Aktien der Vietnam Manufacturing & Export Processing Holdings noch deutlich im Minus.

Zum Teil deutliche Kursgewinne konnten dagegen die Anteilscheine asiatischer Konkurrenten verzeichnen. Operativ jedoch können die meisten Unternehmen nicht überzeugen. Als Ausnahme kann das die indische Hero Honda Motors gelten. Sie kann schon seit Jahren sowohl Umsatz als auch den Gewinn im Trend steigern, während die Aktie noch vernünftig bewertet ist. Sie hat allerdings einen Nachteil, denn sie lässt sich nur in Indien handeln.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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