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Versicherungen Aktie von Aflac hält soliden Aufwärtstrend

07.08.2007 ·  Die Aktie von Aflac befindet sich in einem langfristigen Aufwärtstrend und ist gleichzeitig akzeptabel bewertet. Das Unternehmen bietet Zusatzversicherungen an und kann von einer entsprechenden Nachfrage profitieren.

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Mit deutlichen Kursgewinnen haben sich am Montag an der Wall Street vor allem die Finanzwerte von den Kursverlusten der vergangenen Tage erholt. Dafür dürften eher Rückkäufe zuvor leer verkaufter Papiere verantwortlich gewesen sein, als die Hoffnung auf eine nachhaltige Besserung der konjunkturellen Lage in den Vereinigten Staaten.

Manche Anleger mögen zwar darauf hoffen, dass die Zentralbank und die öffentliche Hand einspringen werden, um die immer deutlicher sichtbaren Folgen der Häusermarktkrise zu lindern. Das kann jedoch ein Trugschluss sein. Denn es wäre langfristig verheerend, wenn sich einmal mehr der Eindruck verdichtete, die Spekulanten könnten immer wieder Exzesse anheizen, da letztlich immer der Staat rettend eingreifen werde. Irgendwann geht diese Rechnung nicht mehr auf, weil die Wirtschaftseilnehmer das Vertrauen in diese Art von Politik verloren haben.

Aktie im langfristigen Aufwärtstrend

In diesem Sinne dürfte man die massiven Kursgewinne der Finanzwerte kritisch betrachten müssen. Allerdings gibt es auch Ausnahmen. Dazu dürften unter anderem die Papiere des amerikanischen Versicherungsunternehmens Aflac gehören. Denn sie konnten am Monaten nicht nur einen satten Kursgewinn von 7,65 Prozent auf 55,31 Dollar verbuchen, sondern sie setzen damit den langfristigen Aufwärtstrend - in Dollar - fort. Immerhin schlossen die Aktien nur knapp unter dem noch vor wenigen Tagen erreichten Allzeithoch.

Diese Kursentwicklung läßt sich ohne weiteres durch die fundamentale Entwicklung des Unternehmens erklären. Denn Aflac kann schon seit Jahren sowohl Umsatz als auch Ertrag im Trend relativ stetig steigern. Die weitere Perspektive dürfte nicht allzu schlecht sein. Denn Aflac hat sich darauf spezialisiert, Konsumenten in den Vereinigten Staaten und Japan speziellen Versicherungsschutz anzubieten, der von der Primärversicherung nicht offeriert wird.

Im Angebot: Policen für Sonderwünsche

Dazu zählen etwa Policen, die teure Krebsbehandlungen abdecken, die die Kosten für die Pflege übernehmen, die zusätzliche Komponenten zur Standardkrankenversicherung anbieten oder auch Lebensversicherungen. Solche Angebote dürften in Zeiten zunehmender Sparsamkeit bei den öffentlichen Kassen zunehmend gefragt werden. Denn das Phänomen rasch steigender Kosten in diesem Bereich ist nicht auf Deutschland bezogen, sondern auch in Amerika und Japan deutlich ausgeprägt.

Die robuste Entwicklung lässt sich unter anderem an den Umsatz- und Ertragszahlen der ersten sechs Monate des laufenden Jahres erklären. Denn obwohl das Unternehmen rund zwei Drittel seiner Geschäfte in Japan tätigt und obwohl es aus diesem Grund die Schwäche des Yen zu spüren bekommt, konnte Aflac die Erträge in der ersten Hälfte des Jahres im Vergleich mit der Vorjahresperiode um 3,6 Prozent auf 75, Milliarden Dollar steigern. Der Nettogewinn legte um 6,1 Prozent auf 831 Millionen Dollar oder 1,68 Dollar je Aktie zu. Der operative Gewinn hatte um 13,6 Prozent zugelegt.

Wette auf die Erholung des Yens

Das Management des Unternehmens zeigte sich bei der Vorlage der Zahlen optimistisch, die selbst gesetzten Ziele für das laufende Jahr zu erreichen: Steigerung des Gewinns je Aktie um 15 bis 16 Prozent auf verwässerter Basis auf 3,28 bis 3,31 Dollar. Sollte der Yen allerdings im restlichen Jahr zwischen 120 und 125 Yen je Dollar liegen, könnte er aufgrund der Umrechnungseffekte zwischen 3,21 und 3,24 Dollar liegen.

In diesem Sinne ist das Papier nicht völlig risikolos. Allerdings stellt es auch eine gewisse Wette auf eine weitere Erholung der japanischen Wirtschaft und des Yens dar. Mit Kurs-Gewinnverhältnissen von knapp 17 und 14,7 zählt die Aktie nicht unbedingt zu den Schnäppchen. Angesichts des langfristigen Trends jedoch und angesichts der bewährten operativen Performance in den vergangenen 50 Jahren dürfte sie einen längerfristigen Blick wert sein. Allerdings sollten beim Kauf amerikanischer Aktien die Dollarrisiken nicht übersehen werden.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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