16.03.2006 · Die Aktien der internationalen Versicherungswerte hatten während der Baisse kräftig Federn lassen müssen, inzwischen haben sie sich davon wieder erholen können. Auch bei der Allianz zeigt der Trend weiter nach oben.
Hatten die Aktien der internationalen Versicherungswerte während der Baisse unter anderem aufgrund der schwindenden Reserven kräftig Federn lassen müssen, so haben sie sich davon inzwischen wieder erholen können.
Dazu trug sicherlich die Erholung der Börsen bei, aber vielfach auch die Reorganisation der Unternehmen. Das gilt auch für den deutschen Versicherungsriesen Allianz. Immerhin hat sich das Unternehmen von verschiedenen industriellen Beteiligungen getrennt und sich stärker auf das Kerngeschäft konzentriert.
Umsatz und Ertrag legt zu
Ausgehend von einem Tief bei 40,27 Euro hat die Aktie nach einer Zwischenkonsolidierung inzwischen wieder knapp 240 Prozent auf zuletzt 136,54 Euro zugelegt. Der mittelfristige Trend zeigt weiterhin nach oben. Die Aussichten für weitere Kursgewinne dürften auch aus fundamentaler Sicht nicht schlecht sein.
Denn der Münchener Versicherungs- und Bankkonzern hat im vergangenen Jahr seinen Gewinn kräftig gesteigert und geht auch für 2006 von zweistelligen Zuwachsraten aus. Im Jahr 2005 habe der Nettogewinn um 30 Prozent auf 4,38 Milliarden Euro zugelegt, teilte der größte europäische Versicherer am Donnerstag in München mit. Der Umsatz aus Prämieneinnahmen und operativen Erträgen aus dem Bank- und Vermögensverwaltungsgeschäft sei um 4,2 Prozent auf 100,9 Milliarden Euro gewachsen und habe damit erstmals dreistellige Milliardenhöhe erreicht. Wachstumstreiber sei die Nachfrage nach Altersvorsorge- und Asset-Management-Produkten gewesen, erklärte Vorstandschef Michael Diekmann. Für das Jahr 2006 stellte er ein Gewinnwachstum um etwa zehn Prozent in Aussicht.
Der Jahresgewinn der Allianz lag leicht über den Erwartungen von Analysten, die mit 4,36 Milliarden Euro gerechnet hatten. Der Gewinn des größten Ertragsbringers Schaden- und Unfallversicherung lag etwas über den Erwartungen, während die Erträge aus der Leben- und Krankenversicherung und dem Bankgeschäft geringfügig unter den Prognosen der Experten lagen. Gleichwohl steuerte das Bankgeschäft mit der lange Verluste schreibenden Dresdner Bank im vergangenen Jahr 1,04 Milliarden Euro zum Konzernergebnis bei. Die Schaden- und Unfall-Versicherung senkte die Schaden-Kosten-Quote trotz Schadenlasten von 1,1 Milliarden Euro aus Naturkatastrophen von 92,9 auf 92,3 Prozent. Bei Quoten bis 100 Prozent sind Aufwendungen für Schäden und Kosten allein durch Prämieneinnahmen gedeckt.
Aktie vernünftig bewertet
Derzeit ordnet der Münchener Finanzriese seine Strukturen in Europa mit der Komplettübernahme der italienischen Tochter RAS neu. Zudem führt die Allianz die drei inländischen Leben-, Sach- und Krankenversicherer zusammen .“Wir sind dabei, unsere Strukturen in Europa stark zu vereinfachen, sie schlanker und effizienter zu machen, um unser profitables Wachstum noch weiter zu steigern“, sagte Diekmann. Controlling-Chef Helmut Perlet ergänzte, im Sach- und Lebensversicherungsgeschäft im Stammmarkt Europa gebe es nach wie vor hohes Wachstumspotential für die Allianz.
Auf dieser Basis und mit Blick auf die Bewertung - die Kurs-Gewinnverhältnisse liegen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr auf Basis der Gewinnschätzungen bei moderaten 11,2 und 10,3 - dürfte die Aktie weiteres Kurspotential bieten. Absicherungsstrategien können jedoch nie schaden.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |