04.01.2013 · Die jährliche Umfrage zeigt steigenden Optimismus und weniger Unsicherheit. Gerade junge Anleger sollten wegen der niedrigen Zinsen auf Aktien setzen.
Von Hanno MußlerRichtlinien für Lesermeinungen
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Kriminell jemandem Aktien zu empfehlen!!
An der Börse werden Vermögen gemacht ist eine Lüge. Der
durchschnittliche Kleinanleger "spendet" sein Geld ein paar
wenigen Glücksrittern und vielen Großanlegern. Denn wer
irgendwann kein Pulver mehr hat muß sich geschlagen geben. Nur wer
ein sehr großes Vermögen hat, kann immer nachlegen und
irgendwann doch noch auf einen grünen Zweig kommen. Der Kleine ist
da längst vertrocknet! Die Börse schafft schließlich
keinen Mehrwert sondern Umverlagert nur!
Warum erzählt das Kapital und seine Sprachrohre (dazu zählt
auch die Regierung!) dann immer wieder den Bürgern, sie sollen an
die Börse gehen. Klar - da holen sie sich ihre Mrden! Till
Die vielbeschworenen "Hypes" existieren im Anleihen-(Institutionelle) und im Immobilienmarkt (Privat
Anstatt erfolgreiche Unternehmer zu schmähen, die sich z.T. seit
über 40 Jahren in einem harten Wettbewerb ohne Staatsknete
(Commerzbank) und regelmäßige Stützung aus Steuergeldern
(West LB etc.) behauptet haben, sollte man sich bspw. einmal mit den
Kapitalabflüssen aus Aktienfonds trotz 30% plus im Dax befassen.
Welcher Institutionelle ist denn dabei?
Die Aktienquote ist bei den allermeisten doch minimal, stattdessen
werden auch wegen staatlicher Pressionen nach 30 Jahren Anleihenhausse
und trotz ruinöser eurozonaler Schuldenmacherei Papiere mit
negativer Realverzinsung
bzw. Besenkammern mit Baumängeln und 3% Mietzins in München,
Hamburg etc. gekauft.
Mit Aktien kann man viel Geld verdienen...
...wenn man sie zum richtigen Zeitpunkt kauft/verkauft.
Aber einige Schattenseiten dürfen nicht verschwiegen werden:
Die Börse wird mittlerweile von vielen Zockern genutzt, die auf den
schnellen Gewinn setzen:
(1) Banken, die über den sog. Hochfrequenzhandel im
Millisekundenbereich kaufen/verkaufen und dadurch auch die Kurse
beeinflussen.
(2) Hedgefonds, die über Leerverkäufe die Kurse nach unten
drücken, evtl. unterstützt durch die Verbreitung schlechter
Nachrichten (Herabstufungen...).
Außerdem werden die Kurse stark von Politik/Notenbanken
beeinflusst. In Kombination mit dem Herdentrieb entstehen unheilvolle
Entwicklungen: Panikreaktionen (Sommer 2011). Auf der anderen Seite
Euphorie. Hinzu kommt die Angst vor der Inflation.
Also keine Aktien kaufen? Wenn man weder Immobilien noch Edelmetalle
kaufen will, gibt es keine vernünftige Alternative zu Aktien. Nur
kaufen, wenn eine Aktie "billig" ist und niemals zuviel von
einer Aktie! Streuung ist das A&O.
Alles eine Frage der Wahrscheinlichkeit, des Trends, der Auswahl und der Information
Natürlich kann man mit Aktien auch viel Geld oder im Extremfall
alles verlieren. Wer
zum Beispiel im Jahr 2012 ausschließlich Aktien der
betrügerischen iq Investment-AG
gekauft hätte, würde nun vor dem Totalverlust stehen. Aber
höchstens ein Vabanque-
Spieler setzt doch alles auf eine riskante Karte. Besser Beratene
streuen ihr Vermögen,
und nicht unbedingt unter fremde Leute.
Wer vertraut diesen Vermögensberatern noch?
Es ist doch allgemein bekannt, dass sie die Produkte empfehlen, an denen sie am Meisten verdienen und das Risiko trägt ja voll der Anleger. Geht was in die Hose, waschen die Herren Vermögensberater ihre Hände in Unschuld, ihre Provision bleibt denen ja. Und Aktien - genau genommen ein Stück Papier, das morgen schon wertlos sein kann. Da fände ich Gold und Silber besser, das wird nie ganz wertlos sein. Ein bestimmter Gegenwert bleibt.
"Vermögensverwalter raten zu 50 Prozent Aktien"
Ich hab zuerst interpretiert, dass die Vermögensverwalter zu 50%
raten, was mit den Aktien gemacht werden soll.
Vielleicht auch nicht ganz verkehrt? :-)
So hohe Aktienquote wie unmittelbar vor Finanzkrise empfohlen !!!...
So wiederholen sich dann die Dinge: Damals kam dann in die hohe Aktienquote hinein der große Crash. Und diese Mal ist natürlich alles ganz anders , die Aktien steigen immer weiter und weiter.
Paradigmenwechsel: Nicht die Wertpapiere sind konkret, sondern die Informationen
In der Informationsgesellschaft, in der wir leben, ist es ein Trugschluss, Aktien als selbständige Objekte anzusehen. In der Finanzwelt haben wir es seit Einführung der Black-Scholes-Formel 1972 (unbemerkt) mit einem globalen und eben nicht mehr mit einem lokalen Realismus zu tun. Zu denken, man müsse nur alles über ein einzelne Aktie lokal in Erfahrung bringen, dann läge man schon irgendwie richtig, ist doch bestenfalls die Sprache der unbedarften Vermögensverwalter, die so immer noch ein paar in Objekten denkende Anleger finden. Tatsächlich verlangt eine Informationsgesellschaft nach einem Paradigmenwechsel: Nicht die Wertpapiere sind konkret, sondern die Informationen. Und als Zusatz davon abgeleitet, Wert und Risiko. Die Informationswissenschaft jedenfalls, gibt uns die Möglichkeit, so vorzugehen und so zu besseren Analysen zu kommen. Wer weiß denn schon, dass Portfolios gelegentlich ein deutlich größeres Risiko darstellen können als ein einzelnes Wertpapier (inverse Portfolios).
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.01.2013 15:58 UhrIch glaube sie verwechseln Informationen mit Wissen...
... und Preis mit letztendlichem Wert. Ob der Paradigmenwechsel mit BS
kam wage ich nicht zu beurteilen, aber wenn er kam dann nur in Bezug auf
die gesteigerte Effizienz und hier nur insofern dass es eher noch
schwieriger wurde die Marktreturns zu schlagen als vorher, was uns
jaehrlich bewiesen wurde und wird, daraus also die Moeglichkeit fuer
bessere Analysen abzuleiten bedarf einer gewissen Chuzpe und Ignoranz
der Realitaet.
Informationen beinhalten halt immer auch den prevailing bias, ueber die
unvorhersehbare Zukunft, und sind darueberhinaus auch reflexiv
(s.Soros).
Ueber den linearen Rendite- und Risiokozusammenhang laesst sich
mittlerweile ja trefflich streiten, ebenso wie ueber die Definition des
letzteren Begriffs.
An den Paradigmen oder Grundregeln des Investierens gab es nie eine
Aenderung und wird es auch nie eine geben, die Spielregeln fuer
Spekulationen aendern sich allerdings taeglich.
... hat die Grundzusammenhaenge des Kapitalismus nicht kapiert.
Wer Aktien oder Aktien- und andere Anlageklassenquoten aufgrund einer
eigenen oder fremden mehr oder weniger elabrierten Prognose oder
Kausalkette fuer die Zukunft empfiehlt oder umsetzt hat Kapitel 8 der
Investorenbibel nicht kapiert und weiss nicht oder verdraengt dass er
nichts ueber die Zukunft weiss.
Wer sein Kapital aktiv verwaltet oder verwalten laesst hat die EMH, die
Zinseszinsrechnung und den Effekt von Kosten und Steuern auf selbige
nicht kapiert.
Wer Aktien- und andere Anlageklassenquoten auf Basis von Alter oder
Anlagebetrag festlegt der hat die Grundregel No1 der, eben auch
persoenlichen, Bilanzierung nicht kapiert.
Zusammengenommen trifft dies dann wohl auf 99.9% der sogenannten
Investoren und Marktberichterstatter zu. Wirkliches Wissen und
Aufklaerung in diesen Sachverhalten gibt's fuer fast lau bei Buffet und
Graham sowie in Teilen von Siegel und Swensen.
Wie ich sagte: dann man tau.
Schön, wenn Sie wissen wie's geht.
Das hätte er vor einem halben Jahr empfehlen sollen !
Jetzt , wo der Hype bald zu Ende ist, sucht er wohl Käufer für seine Gewinnmitnahme. Wenn die "Profis" klingeln ist es immer zur falschen Zeit und auch immer eigennützig !
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 12:10 UhrEmpfehlung zu spät?
Lassen Sie sich nicht vom hohen DAX-Stand beeindrucken. Der DAX steigt
so stark, weil a) Dividenden einberechnet werden und b)
regelmäßig schlechte Werte (z.B. Metro) durch gute (z.B.
Continental) ersetzt werden. Das verzerrt das Bild.
Trotzdem wäre ich jetzt auch vorsichtig bei Aktien, die schon gut
gelaufen sind. Lieber Werte kaufen, die Aufholpotential haben, z.B. E.On.
Wenn die "Hype" immer wieder von kleineren Korrekturen
unterbrochen wird, ist das normal. Das muss man als Aktionär
aushalten können. Einen Totalcrash wie 2008 sehe ich momentan
nicht, da die Politiker mit entsprechenden Maßnahmen dagegen
steuern werden ("Geld drucken"...). In der Inflation sehe ich
das größere Risiko.
wenn ich solche Jubel-"Empfehlungen" von "Experten" auf den Aktienmarkt lese weiss ich, dass es ein guter Zeitpunkt ist umzuschichten. Und zwar aus Aktien raus. Sicher ist nicht alles falsch, was da so an Allgemeinplätzen "gemeint" wird, aber so lange so viele "Experten" so unverschämt viel Geld damit "verdienen" Indices eben gerade nicht zu schlagen und so lange diese "Experten" uns mit ihren "Produkten" und intransparenten Kostenstrukturen so viel Gutes wollen werde ich dieser Branche nicht trauen.
Die durch vorsätzlichen Betrug und masslose Gier
am Boden zappelnde Investmentbranche wittert erneut eine Chance, dubiose "Geschäfte" mit der nachwachsenden, d.h. erfahrungsfernen Generation einzufädeln. Es ist unglaublich, mit welchen unsauberen und hinterhältigen Tricks diese stets freundlich lächelnde, durch und durch verkommene Zunft versucht, immer wieder Gutgläubige für ihre Vorhaben zu gewinnen. Mein Rat: Meiden Sie Banken, deren Beraterpersonal sich durch zukunftsweisende Fähigkeiten zu erkennen gibt.
die Zukunft läßt sich nicht vorhersagen.
diese Vermögensverwalter können nicht wissen, wie die Zukunft aussieht. Könnten sie es, wären sie so reich, daß sie es nicht nötig hätten, Ihre Dienstleistung anzupreisen. Bleibt die Frage, ob diese Verwalter wenigstens in der Lage sind, zuverlässig in der Mehrzahl (wenigstens 51% bis 55%) der Entscheidungen richtig zu liegen. Ich habe da meine Zweifel. Es wird also berichtet über Verwalter, die meinen, die Zukunft in einem superkomplexen System vorherzusagen, dessen Verlauf auch von Naturkatastrophen und Terroranschlägen bestimmt wird. Das trauen sich die Verwalter also zu mit einzukalkulieren. Na dann, Prost!
Zu Aktien raten immer gerne die, deren Geschäft und Beruf es ist,
mit Aktien Handel zu treiben.
Da diese sich zwangsläufig intensiv mit den Aktienmärkten
beschäftigen, sind sie mit höherer Wahrscheinlichkeit dann
die, die von den Verlusten anderer, weniger versierter Anleger profitieren.
Insofern ist deren Interesse, möglichst viele 'Dumme' ins Boot zu
holen, entsprechend hoch.
Denen kann man dann die faulen Eier besser unterjubeln.
Kurz: handelt mit Euren Aktien wie Ihr mögt, aber fürderhin
ohne mich. Einmal vera...lbert reicht.
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