http://www.faz.net/-gv6-8dhgj

Yen-Interventionen möglich : Tokios Kurse fallen noch tiefer

  • Aktualisiert am

Die asiatischen Märkte stehen weiter unter Druck. Bild: Reuters

Der japanische Nikkei-Index hat zum Handelsschluss fast fünf Prozent verloren. Der starke Yen belastet die Exportwirtschaft. Japans Finanzminister Taro Aso zeigt sich notfalls zu einer Intervention am Devisenmarkt bereit.

          Der starke Yen hat die Börse in Tokio am Freitag noch tiefer in den Keller stürzen lassen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte brach nach einem nationalen Feiertag massiv um 760,78 Punkte oder 4,8 Prozent auf den Stand 14.952,6 Zählern ein. Es ist das erste Mal seit 16 Monaten, dass der Nikkei-Index unter der psychologisch wichtigen Marke von 16.000 Punkten notierte.

          Der breit gefasste Topix gab ebenfalls kräftig um 68,68 Punkte oder 5,4 Prozent auf den Stand von 1196,3 Zählern nach. Die japanische Landeswährung notierte derweil bei 112,27-28 Yen zum Dollar. Am Vortag war der Yen in New York noch mit 112,37-47 gehandelt worden. Ein starker Yen macht Japans Exportgüter teurer.

          Japan ist im Kampf gegen die Stärke des Yen notfalls auch zu einer Intervention am Devisenmarkt bereit. Die Regierung werde die nötigen Maßnahmen ergreifen, um gegen die Schwankungsanfälligkeit der heimischen Währung vorzugehen, sagte Finanzminister Taro Aso am Freitag. Das war der bislang deutlichste Hinweis auf eine mögliche Intervention seitdem der Yen in diesem Monat wieder an Stärke gewonnen hat.

          Am Donnerstag war der Dollar zum Yen auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2014 gefallen und hatte am Markt Spekulationen ausgelöst, das Land könne eingreifen, um weiteren Schaden von der exportorientierten Wirtschaft des Landes abzuwenden. Die Entwicklung mache ihn nervös, sagte Aso. "Wir werden wenn nötig die angemessenen Schritte einleiten."

          Weitere Themen

          Gesundheit bleibt im Trend

          Technische Analyse : Gesundheit bleibt im Trend

          An der Börse bleiben Gesundheitsaktien weiter einer Favoriten. Unter den Schwergewichten dominieren aber ´nicht die Schweizer Titel, auf der Kaufliste stehen andere.

          China im Goldrausch Video-Seite öffnen

          Währungsreserven : China im Goldrausch

          Gold gilt für viele Menschen immer noch als Inbegriff von Sicherheit – auch für Notenbanken. China hat seine Bestände zuletzt sogar verfünffacht. Und wie steht es mit Deutschland?

          Topmeldungen

          Krise in der CSU : Bedenke das Ende

          Nach einer neuen Umfrage steckt die CSU tief in der Krise. Doch Markus Söder gibt sich geduldig und optimistisch – und nimmt vom Thema Asyl etwas Abstand. Ist das eine neue Strategie?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.