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Technologie Ericsson-Aktie zeigt etwas Dynamik

22.04.2005 ·  Auf Grund eines überraschend starken Gewinns im ersten Quartal legt die Aktie von Ericsson am Freitag deutlich zu. Allerdings läuft sie in eine Widerstandszone und auch fundamental ist eine höhere Bewertung kaum gerechtfertigt.

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Mit einem Kursgewinn von 4,81 Prozent auf 21,80 schwedische Kronen macht am Freitag die Aktie des schwedischen Technologieunternehmens Ericsson auf sich aufmerksam, nachdem sie schon am Donnerstag knapp 3,5 Prozent zugelegt hatte.

Damit ist das Papier aus dem im Oktober des vergangenen Jahres etablierten, leicht nach unten geneigten Abwärtstrendkanal nach oben ausgebrochen und hat sich auf diese Weise zumindest aus technischer Sicht etwas Kursspielraum erschlossen. Allerdings sollte die Euphorie nicht überschießen, denn zwischen 23,5 und 24,5 Kronen wartet eine hartnäckige Widerstandszone, die nicht so leicht überwunden werden dürfte.

Ericsson steigert im ersten Quartal Ertrag deutlich

Hintergrund der Kursgewinne dürfte einmal das kurzfristige Erholungsszenario an den Börsen generell sein. Auf der anderen Seite hat der schwedische Telekomausrüster im ersten Quartal mit Gewinn und Umsatz die Analystenerwartungen übertroffen. In den ersten drei Monaten habe der Vorsteuergewinn 6,7 Milliarden schwedische Kronen oder rund 730 Millionen Euro betragen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Analysten hatten im Schnitt mit 6,1 Milliarden Kronen gerechnet. Im Vorjahresquartal hatte der Gewinn nach IFRS-Bilanzierung 3,7 Milliarden Kronen betragen. Der Umsatz betrug 31,5 Milliarden Kronen nach 28,1 Milliarden Kronen. Analysten waren hier von 30,3 Milliarden Kronen ausgegangen.

Angesichts der Ergebnisse sieht sich das Unternehmen in seiner Strategie bestätigt: „Das Wachstum des Marktanteils im Bereich der Mobilfunk-Infrastruktur um zwei bis drei Prozentpunkte im vergangenen Jahr beweist die Richtigkeit unserer Strategie", erklärte Ericsson-Chef Carl-Henric Svanberg. Eine weitere Beschleunigung bei Infrastruktur-Investitionen sieht er in entscheidenden Märkten wie den Vereinigten Staaten und China.

Steigende Marge - fragt sich bloß, wie lange

Ericsson konnte den Angaben zufolge auch seine Bruttogewinnmarge steigern, und zwar auf 48,5 Prozent gegenüber 44,7 Prozent im ersten Vorjahresquartal. Analysten waren von 44,8 Prozent ausgegangen. Die Marge im operativen Geschäft habe bei 21,0 Prozent gelegen nach 14 Prozent im Vorjahr und klar über der Prognose der Analysten von 19,6 Prozent. Seine Geschäftserwartungen eines leichtes Wachstums im Markt für mobile Netze bekräftigte das Unternehmen. Bereits am Vortag hatte Konkurrent Nokia die Anleger mit positiven Ergebniszahlen überrascht und für einen deutlichen Impuls an den Börsen gesorgt.

Insgesamt mag sich auf Grund solcher Nachrichten die zuvor deutlich eingetrübte Stimmung an den Börsen kurzfristig aufhellen lassen. Allerdings dürfte es ratsam sein, nicht in Euphorie zu verfallen. Denn die Wachstumsprognose des Unternehmens selbst gibt dafür wohl kaum einen Anlaß. Gleichzeitig ist der Wettbewerb intensiv. Er dürfte eher zu sinkenden denn zu steigenden Margen führen. Das heiß, aus dieser Richtung könnte die Gewinnentwicklung gedämpft werden.

Mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 16,4 und 15,2 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr ist die Aktie fair bewertet, zumal Gewinnsteigerungen von jeweils etwa zehn Prozent unterstellt werden. Es dürfte nur wenige Argumente geben, die eine höhere Bewertung rechtfertigen würden. Aus diesem Grund drängt sich die Aktie nicht unbedingt auf.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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