28.08.2009 · Die Zahlen für das zweite Qaurtal des Geschäftsjahres zeigen: Dell kommt operativ wieder besser ins Spiel als in der Vergangenheit. Allerdings ist die Aktie deutlich teurer als die des großen Rivalen Hewlett-Packard.
Mit einem Kursgewinn von knapp 96 Prozent seit dem Februar hat sich die Aktie des amerikanischen Computerherstellers Dell vom Ausverkauf der vergangenen Jahre erholen können. Der mittelfristige Trend zeigt weiterhin nach oben, während die Bewertung mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 16 und 12,7 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr noch vernünftig aussieht.
Operativ scheint sich der Geschäftsverlauf langsam zu verbessern. Denn Dell konnte im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres den Umsatzrückgang im Vergleich zum ersten Quartal 2009 stoppen. Das Unternehmen steigerte den Umsatz im Vergleich mit den drei Monaten zuvor um drei Prozent auf 12,77 Milliarden Dollar.
Dell kommt operativ wieder besser ins Spiel ...
Der Gewinn des amerikanischen Konzerns sei um 63 Prozent auf 472 Millionen amerikanische Dollar angestiegen, habe damit allerdings immer noch 23 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums gelegen, wie Dell nach amerikanischem Börsenschluss am Donnerstag am Firmensitz im texanischen Round Rock mitteilte. Der Gewinn je Aktie betrug für das zweite Jahresviertel 0,24 Dollar. Experten hatten mit einem Cent weniger gerechnet.
Unternehmensgründer und Firmenchef Michael Dell gab sich für die Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr leicht optimistisch: „Sollte der derzeitige Trend bei der Nachfrage anhalten, erwarten wir in der zweiten Jahreshälfte stärkere Umsätze als in den ersten sechs Monaten.“ Für das laufende, dritte Quartal ist der Ausblick des Unternehmens allerdings zweigeteilt. Auf der einen Seite verspricht sich Dell eine steigende Nachfrage privater Verbraucher und von Geschäften mit der amerikanischen Regierung. Auf der anderen Seite sei das dritte Quartal traditionell geprägt von sinkender Nachfrage bei den Geschäftskunden in den Vereinigten Staaten und Europa, hieß es in der Mitteilung weiter. In diesem Bereich rechne Dell mit einer Wiederbelebung des Geschäftszyklus eher erst im kommenden Jahr, wobei die Verbesserung der IT-Ausgaben zunächst in den Vereinigten Staaten erwartet werde. Derweil sei weiter Druck bei den Kosten für Komponenten und durch aggressive Preispolitik zu spüren.
Auch der weltweit drittgrößte Computerhersteller und Dell-Konkurrent Acer seine Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Das in Taiwan ansässige Unternehmen bekam die Kehrseite des Erfolges seiner preisgünstigen Mini-Notebooks zu spüren. Trotz eines höheren Absatzes an Geräten fiel der Gewinn in der Zeit von April bis Juli von 2,9 Milliarden Taiwan-Dollar im Vorjahreszeitraum auf 2,3 Milliarden Taiwan Dollar. Das raue Klima der Weltwirtschaft und der geringere Profit der sogenannten Netbooks im Vergleich zu herkömmlichen Desktop-PCs oder Laptops belasteten das Unternehmen. Der Umsatz schrumpfte um fünf Prozent auf 119 Milliarden Taiwan Dollar.
... allerdings ist die Aktie deutlich teurer als die des großen Rivalen
Acer muss sechs Netbooks verkaufen, um soviel Geld einzunehmen wie mit einem normalen Laptop. Allerdings hängt Acer dank der Konzentration auf Privatkunden weniger stark von Aufträgen von Unternehmen ab, wie etwa Konkurrent Dell oder Lenovo. Die Aktie von Acer hat seit Januar in lokaler Währung knapp 87 Prozent zugelegt. Alleine am Freitag ging es im mittelfristigen Aufwärtstrend um 3,5 Prozent nach oben auf 73,3 Taiwan-Dollar. Mit Kurs-Gewinnverhältnissen von knapp 18 und 14 auf Basis der Gewinnschätzungen sind die Papiere inzwischen allerdings etwas ambitioniert bewertet.
Dagegen sehen die Papiere von Hewlett-Packard mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 11,7 und 10,6 auf Basis der Gewinnschätzungen zwar optisch ausgesprochen günstig aus, während das Geschäft vergleichsweise robust zu laufen scheint. Aus diesem Grund scheinen die Aktien dieses Unternehmens die günstigste Wette für Anleger zu sein, die auf einen weiteren Kursaufschwung in diesem Bereich setzen wollen. Verdächtig ist allerdings, dass Insider eher zu Verkäufen tendieren. Diese Tatsache legt Absicherungsstrategien nahe.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |