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Technologie Aktie der Esterline Tech tendiert nach oben

 ·  Die Aktie des amerikanischen Unternehmens Esterline Tech befindet sich in einem langfristigen Aufwärtstrend. Sie ist zwar alles andere als ein Schnäppchen, die Auftragsbestände des Unternehmens jedoch können sich sehen lassen.

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An der Börse lassen sich immer wieder Werte finden, die unbeirrt von allen nur denkbaren Turbulenzen zumindest im Trend nach oben laufen. Seit etwas mehr als 15 Jahren zählt dazu auch die Aktie des amerikanischen Technologieunternehmens Esterline Technologies Corporation.

Ausgehend von einem Tief bei 2,90 Dollar im Oktober des Jahres 1990 konnte sie einen Aufwärtstrend etablieren und inzwischen 1.770 Prozent auf zuletzt 54,93 Dollar am Freitag der vergangenen Woche zulegen. Mit einem Tagegewinn von 1,44 Prozent erreichte das Papier damit ein neues Allzeithoch.

Umsatz und Gewinn steigt seit Jahren im Trend

Das dürfte kaum verwundern. Denn das Unternehmen kann schon seit Jahren sowohl den Umsatz als auch den Gewinn im Trend steigern. Das zeigte sich nicht nur im vergangenen Geschäftsjahr, in dem es den Umsatz von 835,4 auf 972,3 Millionen und den operativen Gewinn von 51 auf 55 Millionen Dollar steigern konnte. Im laufenden Geschäftsjahr setzt sich das profitable Wachstum nahtlos fort.

Nach Steigerung des Nettogewinns je Aktie von elf und zwölf Prozent in den ersten beiden Quartalen des laufenden Geschäftsjahres konnte dieser im dritten Quartal - bis Ende Juli - im Vergleich zur Vorjahresperiode gar um 42 Prozent auf 61 Cents je Aktie gesteigert werden. Sondereinnahmen eingeschlossen lag der Gewinn je Aktie sogar bei 1,49 Dollar. Der Umsatz legte um 31 Prozent auf 326,4 Millionen Dollar zu, allerdings trug dazu die Konsolidierung der übernommenen kanadischen Unternehmens CMC Electronics eine Rolle. Immerhin trug dieses knapp 41 Millionen Dollar zum Umsatz bei.

Insgesamt konnte das Unternehmen nicht nur die Erwartungen der Analysten leicht übertreffen, sondern erhöhte auch die Gewinnprognose für das Gesamtjahr um fünf Cents auf zuletzt 2,55 bis 2,65 Dollar je Aktie. Das alleine dürfte der Aktie einen gewissen Rückhalt geben.

Esterline Technologies hat seine Geschäfte in drei Sparten eingeteilt: Avionics & Controls, Sensors & Systems und Advanced Materials. Im Bereich Avionics & Controls entwickelt und produziert das Unternehmen integrierte Cockpitsysteme und technologische Schnittstellen unter anderem für alle möglichen Luft- und Seefahrzeuge und für sichere Kommunikationssysteme. Der Bereich Sensors & Systems entwickelt und produziert hoch präzise Temparatur- und Drucksensoren, Micromotoren, Bewegungssensoren und anderes für die Luftfahrt- und die Verteidigungsindustrie. Die Sparte Advanced Materials entwickelt und produziert innovative Produkte, die vor allem in der Rüstungsindustrie Verwendung finden.

Aktie im Aufwärtstrend - kein ausgeprägtes Schnäppchen

Die weiteren Aussichten für die operative Entwicklung des Unternehmens scheinen nicht schlecht zu sein. Es verfügte Ende August über Auftragsbestände mit einem Volumen von 978 Millionen Dollar. Sie beruhten bis dahin nur zu einem geringen Teil auf den Neuentwicklungen wie der Boeing 787, dem A400M oder auch dem A380. Das heißt, bei diesen Projekten scheint nicht nur mehr möglich zu sein, sondern Esterline Tech ist breit aufgestellt und nicht zu stark davon abhängig. Die drei Sparten trugen im vergangenen Geschäftsjahr beinahe jeweils ein Drittel zum Gesamtumsatz bei. Regional betrachtet dominierte bislang der amerikanische Markt. Das änderte sich allerdings mit den getätigten Übernahmen.

Insgesamt arbeitet das Unternehmen innovativ auf Wachstumsmärkten unterwegs. Da das Management sehr erfahren ist, dürfte ein gewisser Optimismus nicht ungerechtfertigt sein, selbst wenn die amerikanische Wirtschaft schwächelt und auch wenn die Aktie mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen von knapp 21 und 17,5 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr kein ausgeprägtes Schnäppchen ist. Denn im Rüstungsbereich wird zuletzt gespart. Absicherungsstrategien können jedoch nie schaden.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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