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Technische Analyse : Zeit für Weihnachtsputz im deutschen Aktiendepot

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Bild: REUTERS

Da sich nach einem Jahr 2012 mit hohen Kursgewinnen an vielen internationalen Aktienmärkten die Konsolidierungsstimmung verfestigt, kommt der Portfoliobereinigung vor dem Jahresende eine hohe Priorität zu.

          Im Fokus sollten deutsche Standardwerte und mittelgroße Aktien stehen, bei denen eine eingetrübte technische Lage vorliegt und aktuell die mittelfristige technische Perspektive auf eine grundlegende Verbesserung fehlt.

          Damit bieten sich für technische Verkäufe oder zur Liquiditätsbeschaffung aus dem Dax die Deutsche Börse, Infineon, K + S und RWE an. Aus dem M-Dax sind Hochtief, Leoni, Metro, Puma, Salzgitter, SGL Carbon und Wacker Chemie zu nennen. Im Tec-Dax kommen Bechtle, Euromicron, Kontron, Nordex, SMA Solar und Solarworld hinzu.

          Marathonläufer K+S

          Die im Dax enthaltene K + S zählte zu den deutschen Marathonläufern, zu jenen Aktien, die sich in einem sehr langfristigen Aufwärtstrend befinden. Der Wert startete im Januar 1993 bei 1,16 Euro (bereinigt um Kapitalmarktaktivitäten) eine 16-jährige technische Bilderbuch-Hausse. Hierbei ergab sich von Anfang 2004 an ein beschleunigter Hausse-Trend, der die Aktie von 4 Euro bis zum Juni 2008 auf 92,20 Euro führte. Mit der technischen Kurzfrist-Baisse im dritten Quartal 2008 (Kursrutsch von 92,20 Euro auf 25,40 Euro) brach die technische Neubewertung ab. Aus übergeordneter technischer Sicht befindet sich K + S in einer Gegenbewegung auf die vorherige, 16-jährige Bilderbuch-Hausse.

          Bei anderen Aktien, die eine vergleichbare Entwicklung aufwiesen, haben diese übergeordneten Gegenbewegungen viele Jahre in Anspruch genommen. Die technische Gesamtlage signalisiert dies auch für K + S. Die übergeordnete Gegenbewegung hat bisher den technischen Charakter einer breiten, langfristigen Seitwärtspendelbewegung mit der gestaffelten Unterstützungszone von 25,40 Euro bis 30,10 Euro und gestaffelten Widerstandszone von 53,30 Euro bis 58,90 Euro. Seit dem Test der Widerstandszone im Februar 2011 war die Aktie im Juli/August 2011 mit ausgeprägten Verkaufssignalen unter Druck gekommen, so dass - weiterhin innerhalb der langfristigen Seitwärtspendelbewegung - eine neue technische Baisse etabliert wurde.

          Zwar verließ die Aktie den beschleunigten Baisse-Trend, der den Titel bis Juni 2012 auf die Unterstützungszone um 30,10 Euro geführt hatte, im Spätsommer in einen Trading-Markt unterhalb der kleinen Widerstandszone um 41,50 Euro, jedoch hat sich zuletzt die kurz- und mittelfristige technische Lage aufgrund neuer (Trading-)Verkaufssignale verschlechtert. Da bei K + S ein Kursrückgang in die langfristige Unterstützungszone (25,40 Euro bis 30,10 Euro) nicht überraschen und es noch viele Jahre dauern sollte, bis die seit 2008 vorliegende Seitwärtspendelbewegung zur Disposition gestellt wird, bleibt K + S ein technischer Verkauf beziehungsweise bietet sich zur Liquiditätsbeschaffung an.

          Puma im M-Dax im Fokus

          Zu den M-Dax-Werten mit einer wenig attraktiven technischen Gesamtverfassung zählt die Puma-Aktie. Zwar hatte dieser Titel aus technischer Sicht von Januar 2001 bis April 2007 eine technische Bilderbuch-Hausse durchlaufen, die zu einem Kursanstieg von 11,90 Euro auf 351,70 Euro führte. In den Folgejahren konnte die Aktie an diese Entwicklung aber nicht mehr anknüpfen. Zunächst kam es zu einer technischen Baisse, die als Gegenbewegung auf diese technische Mega-Hausse einzustufen ist. Hierbei kam es zu einem Kursrutsch bis auf 101 Euro im März 2009.

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