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Technik Aktie von Shimadzu hält bisher den Aufwärtstrend

 ·  Im Rahmen der Erholung der japanischen Börse von ihren Tiefs konnte auch die Aktie von Shimadzu den langfristigen Abwärtstrend überwinden und einen Aufwärtstrend etablieren. Er hält an, allerdings ist die Aktie kein Schnäppchen mehr.

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Die Börsianer sind grundsätzlich anhaltend optimistisch. Allerdings verdichten sich die Anzeichen, daß das amerikanische Wirtschaftswachstum rasch zurückgeht. Das dürfte sich auch global bemerkbar machen und insgesamt die Gewinnentwicklung der Unternehmen dämpfen.

In diesem Sinne scheinen Anleger Aktien trotz aller Euphorie mit einer gewissen Skepsis betrachten zu müssen, insbesondere jedoch die konjunktursensitiven Werte. Aus solchen Gründen könnte der Blick eines Anlegers auch auf die Aktie des japanischen Unternehmens Shimadzu fallen. Nach einem langfristigen Abwärtstrend, der von 1.640 Yen im Jahr 1989 auf bis zu 261 Yen im Oktober des Jahres 2002 führte, konnte das Papier danach wieder einen Aufwärtstrend etablieren und inzwischen 270 Prozent auf zuletzt 952 Yen zulegen. Dieser Trend zeigt weiterhin nach oben.

Mittelfristiger Aufwärtstrend aufgrund deutlicher Gewinnverbesserung

Die Kursentwicklung dürfte sich bisher begründen lassen. Immerhin konnte das Unternehmen in den vergangenen Jahren die Umsatzentwicklung dynamisieren und steigern, nach deutlichen Verlusten in den Jahren 2001 und 2002 scheint sich auch die Gewinnentwicklung deutlich verbessert zu haben, zumindest im Trend.

In den Geschäftsjahren 2002/03 bis 2004/05 lag das durchschnittliche Umsatzwachstum bei knapp sieben Prozent, die Nettogewinne je Aktie konnten im Durchschnitt etwas mehr als verdoppelt werden. Im vergangenen Jahr hat die Dynamik offensichtlich etwas nachgelassen. Denn der Umsatz legte nur noch um 3,9 Prozent auf 242,6 Milliarden Yen zu, währen der Gewinn je Aktie sogar um etwas mehr als zehn Prozent auf 39,32 Yen zurückging.

Dafür scheint es im laufenden Jahr wieder besser zu laufen. Denn alleine im ersten Quartal konnte der Umsatz bis Ende Juni um 2,5 Prozent auf 52 Milliarden Yen im Vergleich mit der Vorjahresperiode gesteigert werden, der operative Gewinn legte um 44,5 Prozent auf 2,99 Milliarden Yen zu und der Nettogewinn um 77,6 Prozent auf 1,55 Milliarden Yen oder um etwas mehr als 60 Prozent auf 5,25 Yen je Aktie.

Leichtes Umsatz - und Gewinnwachstum zu erwarten

Für das Gesamtjahr geht das Unternehmen von einem leichten Umsatz und Gewinnwachstum aus. Der Ausblick auf das japanische Wirtschaftswachstum sei anhaltend positiv, es gebe jedoch bedenken bezüglich der Konsequenzen hoher Energie- und Rohstoffpreise. In diesem Umfeld bestehe die Strategie des Unternehmen darin, interne Abläufe zunehmend effizienter zu gestalten und vor allem auch international zu wachsen, teilte das Unternehmen bei der Präsentation der Quartalszahlen mit.

Genau das schient auch das Interesse der Anleger in den vergangenen Wochen erregt und sie zu Käufen angeregt zu haben. Allerdings könnte diese Entwicklung bald an Grenzen stoßen. Immerhin ist die Aktie mit Kurs-Gewinnverhältnissen von knapp 23 und 19,6 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr alles andere als ein Schnäppchen und damit genauso teuer, wie andere Aktien der Branche. Der Trend zeigt zwar weiterhin nach oben, die Bewertung jedoch scheint Absicherungsstrategien nahezulegen.

Shimadzu entwickelt, produziert und vermarktet Analyse-, Test- und Meßinstrumente, medizintechnische Systeme, sowie hydraulische und elektromechanische Systeme für die Luftfahrt und die Industrie. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden 57 Prozent der Umsätze mit Test- und Meßeinrichtungen erzielt, knapp 22 Prozent im Luftfahrtbereich, etwas mehr als 19 Prozent in der Medizintechnik und rund zwei Prozent in anderen Bereichen.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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