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Solarworld Aussicht auf Umsatzmilliarde treibt Aktienkurs

27.07.2009 ·  Der Solarkonzern Solarworld hat im ersten Halbjahr wegen des Preisverfalls weniger umgesetzt und verdient. Doch das Unternehmen bekräftigte das Ziel, 2009 erstmals mehr als 1 Milliarde Euro Umsatz zu erwirtschaften. Das beflügelt den Aktienkurs.

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Die Solarworld AG hat im ersten Halbjahr 2009 trotz eines höheren Absatzes einen Umsatzrückgang um 5,9 Prozent auf 402 Millionen Euro verbucht. Dennoch bekräftigte der Solarzellenhersteller am Montag seine Prognose für das laufende Jahr: Demnach soll der Umsatz 1 Milliarde Euro erreichen und damit über dem Vorjahreswert von 900 Millionen Euro liegen.

Darauf reagierten die Anleger am Montag im frühen Handel positiv. Der Kurs der im Technologie-Index TecDax gelisteten Solarworld-Aktien, der innerhalb eines Jahres um 35 Prozent nachgegeben hatte, kletterte am Montag zeitweilig um mehr als 11 Prozent auf 19,33 Euro. Damit erreichte die Notiz ein Sechs-Wochen-Hoch und setzte sich zeitweise an die Spitze der TecDax-Gewinner. Bis zum frühen Nachmittag verteuerten sich SolarWorld-Papiere um 5 Prozent.

Solarwerte können profitieren

Ein Händler wertete die Zahlen als insgesamt als „besser als erwartet“. Vor allem die bestätigte Prognose sei positiv. „Insgesamt sind die Zahlen solide, und der Ausblick steht, was auch positiv ist,“ sagte Commerzbank-Analyst Robert Schramm. Im Fahrwasser von Solarworld legten die Kurse der Titel der Konkurrenten Solon und Q-Cells ebenfalls deutlich zu.

Wie von Solarworld erwartet, fiel das zweite Quartal besser als das Vorquartal aus: Der Umsatz stieg im Vergleich zum Zeitraum Januar bis März um 27 Prozent auf 225 Millionen Euro. Belastet werden die Umsätze derzeit durch den Preisverfall, der laut Solarworld bei rund 25 Prozent liegt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg im zweiten Quartal auf 44,1 Millionen Euro von 38,9 Millionen Euro im ersten Quartal 2009. Der Nachsteuergewinn wuchs laut Mitteilung auf 27,9 Millionen Euro von 23,8 Millionen Euro im ersten Quartal.

Einzelaufträge aus Amerika

Das Hauptproblem der Solarbranche ist, dass das Angebot die Nachfrage derzeit deutlich überschreitet. Dies führte zu sinkenden Preisen. Verluste beim weltgrößten Solarzellenhersteller Q-Cells hatten zuletzt die Anleger verunsichert.

In einem Reuters-Interview sagte Solarworld-Chef Frank Asbeck am Montag: „Beim Umsatz bin ich mir sicher, aber beim Gewinn kann ich noch nichts sagen.“ Es sei nicht abschätzbar, wie sich die Preise entwickeln. Der Preisverfall bei Wafern (Siliziumscheiben) sei zum Stillstand gekommen. „Im vergangenen Monat sind die Preise für Wafer sogar um 10 Prozent gestiegen“, sagte Asbeck.

Außerdem fügte er hinzu: „In den Vereinigten Staaten haben wir große Einzelaufträge erhalten, unter anderem von Chevron“, so Asbeck. In Nordamerika erwarte er einen Boom ab dem vierten Quartal. Dann dürften die staatlichen Förderprogramme greifen.

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