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Software Kleine Unternehmen trotzen der Krise

16.04.2009 ·  Während viele große Firmen die Folgen der Wirtschaftskrise spüren, können sich kleinere Softwareunternehmen vom allgemeinen Trend abkoppeln. Zum Beispiel Constellation Software, die Autonomy Corporation oder Atoss Software.

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Während viele große und bekannte Firmen die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise spüren, können sich kleinere, spezialisierte Softwareunternehmen vom allgemeinen Trend abkoppeln.

Das zeigt sich daran, dass die Aktie des auf den Erwerb und die Beratung von Herstellern zielentscheidender Spezialsoftware spezialisierten kanadischen Beteiligungsunternehmens Constellation Software in den vergangenen Tagen ein Allzeithoch erreichte. Das Unternehmen konnte in den vergangenen Jahren sowohl Umsatz als auch den Gewinn im Trend deutlich steigern, während die Aktie noch sehr vernünftig bewertet ist.

Robuste operative Entwicklung bei vernünftiger Bewertung

Ähnliches gilt für das britische Softwarehaus Autonomy, das sich auf die Entwicklung, die Vermarktung und die Pflege internetbasierter Informationsverwaltungssysteme spezialisiert hat. Es konnte in den vergangenen Jahren Erlöse und Gewinn massiv steigern. Der Aktienkurs läuft schon seit Jahren beinahe unbeeindruckt von der andauernden Baisse an den Weltbörsen im Trend nach oben.

Selbst der Aktienkurs der deutschen Atoss Software, die sich auf Produkte für die Personalverwaltung spezialisiert hat, entwickelt sich robust. Das Unternehmen hat mit Vorlage seines Abschlusses für das Jahre 2008 sowohl über ein drittes Rekordjahr in Folge, als auch über weiteres Wachstum im Jahr 2009 berichtet.

2008 stieg der Umsatz um 10,3 Prozent auf 29,8 Millionen Euro, der Nettogewinn legte sogar um etwas mehr als 40 Prozent auf 3,5 Millionen Euro oder auf 88 Cent je Aktie zu. Den Aktionären wird eine um 40 Prozent erhöhte Dividende von 0,44 Euro vorgeschlagen, obwohl der Cashflow um 40 Prozent auf 2,5 Millionen Euro gefallen ist.

Aktie von Atoss Software sieht richtig attraktiv aus

Atoss profitiert nach eigenen Angaben von der Wirtschaftskrise. Investitionen in das Personalmanagement machten sich aufgrund strategischer Wettbewerbsvorteile schnell bezahlt. Diese entstünden durch spürbare Produktivitätsgewinne in Folge einer deutlichen Verbesserung der Servicequalität bei zeitgleicher Stärkung der Mitarbeiterzufriedenheit, heißt es. Besonders im Einzelhandel habe Atoss eine Vielzahl neuer namhafter Kunden gewinnen können.

Auf Basis einer robusten Auftragslage und des andauernden Wachstums im ersten Quartal des laufenden Jahres bestätigte der Vorstand, die bereits bekannte Prognose, Umsatz und Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr auf dem Rekordniveau des Vorjahres fortschreiben zu wollen. Zudem gehe man davon aus, im Rahmen einer Konsolidierung des Wettbewerbsumfelds weitere Marktanteile hinzugewinnen zu können.

Auf dieser Basis bietet die Aktie des Unternehmens Anlegern noch gewisse Reize, obgleich ihr Kurs in den vergangenen Tagen schon deutlich gestiegen ist. Mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen von 10,3 und 9,5 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr und mit einer Dividendenrendite von 4,9 Prozent ist die Aktie noch günstig bewertet. Zudem verfügt Atoss über eine Nettoliquidität von 3,51 Euro je Aktie und ist schuldenfrei.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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