25.04.2010 · Die Aktie von Atoss Software konnte in den vergangenen Monaten in einem Aufwärtstrend deutliche Kursgewinne verzeichnen. Das Unternehmen entwickelt sich robust und die Aktien profitieren unter anderem vom hohen Liquiditätsbestand.
Tiefe Zinsen und keyensianische Ausgabenprogramme auf Pump sorgen an den Finanzmärkten für hohen Risikoappetit und starken Kursauftrieb.
Nach einer mehrjährigen Seitwärtsbewegung konnten in den vergangenen Monaten auch die Aktien von Atoss Software nach oben ausbrechen und seit Oktober des Jahres 2008 in einem mittelfristigen Aufwärtstrend knapp 200 Prozent zulegen auf zuletzt 16,9 Euro.
Robuste operative Entwicklung
Diese Entwicklung lässt sich fundamental unterlegen. Denn das Unternehmen konnte in den vergangenen Jahren sowohl Umsatz als auch den Gewinn im Trend steigern. Im vergangenen Geschäftsjahr konnten die Erlöse trotz Krise im Vergleich mit dem Vorjahr um acht Prozent auf 29 Millionen Euro gesteigert werden, der Nettogewinn legte um 13 Prozent auf knapp vier Millionen Euro zu.
Auch das laufende Geschäftsjahr sieht nicht schlecht aus. Denn im ersten Quartal konnte der operative Gewinn bei einem Umsatz auf Vorjahresniveau um neun Prozent auf 1,7 Millionen Euro gesteigert werden. Der Cashflow lag mit 3,1 Millionen Euro sogar zwölf Prozente über dem Vorjahresniveau und trug zu einem Anstieg der Liquidität um 21 Prozent auf 20,2 Millionen Euro oder rund fünf Euro je Aktie bei.
Atoss, das Software- und Beratungslösungen im Bereich des so genannten „Workforce Managements“ anbietet, konnte im ersten Quartal die Umsätze mit Software um 4 Prozent auf 4,4 Millionen Euro steigern. Mit Softwarelizenzen und Softwarewartung erwirtschafteten die Münchner somit 61 Prozent des Konzernumsatzes. Dagegen konnte das starke Wachstum der vergangenen Jahre in der Beratung nicht fortgesetzt werden. Die Umsätze waren mit 1,9 Millionen Euro um 5 Prozent rückläufig.
Hoher Liqiditätsbestand führt zu interessanter Bewerung
Atoss ist es im ersten Quartal des laufenden Jahres nach eigenen Angaben gelungen, weitere namhafte Kunden, insbesondere aus dem Einzelhandel, zu gewinnen. Der Auftragseingang bei Softwarelizenzen belief sich auf 1,8 Millionen Euro und befand sich damit oberhalb des durchschnittlichen Auftragseingangs von 1,7 Millionen Euro je Quartal des Rekordjahres 2009. Zugleich konnte der Auftragsbestand bei Softwarelizenzen mit 3,5 Millionen Euro in etwa auf dem Niveau des ersten Quartals 2009 gehalten werden. Damit verfüge das Unternehmen über eine gewisse Planungssicherheit für das laufende zweite und das dritte Quartal, hieß es. Andererseits erwartet der Vorstand, dass sich die Investitionsbereitschaft der Unternehmen in den kommenden Quartalen nicht vergrößert, sondern die Abschlusssicherheit im Auftragseingang eher rückläufig sein wird.
Während die letzte Aussage optimistische Erwartungen dämpfen kann, spricht die operative Entwicklung der vergangenen Jahre ebenso für die Aktie wie die Bewertung. Denn unter Berücksichtigung der Nettoliquidität sind die Papiere mit einem Kurs-Gewinnverhältnis von weniger als zwölf auf Basis der Gewinnerwartungen für das laufende Jahr selbst nach den Kursgewinnen der vergangenen Monate noch sehr solide bewertet.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |