18.09.2007 · Die Aktie von Adobe befand sich am Montag nachbörslich nach der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal im Aufwind. Sie ist zwar nicht gerade günstig, allerdings wächst das Unternehmen deutlich und profitabel.
Mit nachbörslichen Kursgewinnen von mehr als vier Prozent auf bis zu 44,85 Dollar reagierte am Montag die Aktie des amerikanischen Softwareunternehmens Adobe auf die vorgelegten Zahlen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres.
Dies dürfte kaum verwundern, können sich die Zahlen doch sehen lassen. Denn das Unternehmen gab für das dritte Quartal einen Gewinn von 205,2 Millionen Dollar oder von 0,34 Dollar je Aktie nach 0,16 Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres bekannt. Ohne Sonderaufwendungen lag der Gewinn bei 0,45 Dollar und damit um 0,05 Dollar über den Erwartungen der Analysten.
Deutliches Umsatz- und Gewinnwachstum im dritten Quartal des Geschäftsjahres
Die Gewinnsteigerung lässt sich auf ein deutliches Umsatzwachstum zurückführen: Adobe konnte die Erlöse im dritten Quartal bis Ende August im Vergleich zur Vorjahresperiode um 41 Prozent auf 851,7 Millionen Dollar steigern. Als ob das nicht genug wäre, legte das Unternehmen für das vierte Quartal eine Gewinnprognose vor, die die bisherigen Erwartungen übertrifft. Es geht davon aus, einen Gewinn je Aktie von 46 Cents vor Sonderposten und einen Umsatz zwischen 860 und 890 Millionen Dollar erzielen zu können.
Adobe Systems profitiert von seiner einzigartige Marktstellung. Denn beinahe jeder, der einen Computer mit Internetanschluss sein eigen nennt, dürfte das Unternehmen kennen. So ist das vom Unternehmen entwickelte „Portable Document File“, kurz PDF, weltweiter Standard, wenn es um herunterladbare Dokumente geht.
Deswegen ist auch auf den meisten Rechnern der dafür benötigte „Adobe Acrobat Reader“ installiert. Mit dem kostenlosen Reader verdient Adobe zwar nichts, allerdings müssen die PDF-Dokumente erstellt werden. Und genau mit der dafür benötigten Software und den von vielen Graphikern verwendeten Photoshop-, Flash-, Illustrator- und den Acrobat-Softwarefamilien lassen sich mit immer wieder verbesserten Versionen Umsätze und Gewinne steigern
Wachstum wird gut bezahlt
Auf dieser Basis dürfte die Aktie langfristig weiterhin interessant sein, auch wenn sie mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen von 28,45 und knapp 25,3 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr optisch sicherlich kein Schnäppchen ist. Wachstum hat jedoch seinen Preis. Der mittelfristige Trend jedoch zeigt zumindest in Dollar gerechnet nach oben. Für europäische Anleger war die Entwicklung des Dollars in den vergangenen Jahren ein gewisses Problem, da mit dessen Schwäche ein Teil der Kursgewinne konterkariert wurde.
In den vergangenen Monaten liefen die Geschäfte in Europa selbst nach den ambitionierten Erwartungen des Unternehmens gut. So konnten die Erlöse in Europa und im Mittleren Osten im vergangenen Quartal im Vergleich mit dem Vorjahr um etwa 70 Prozent auf 281,5 Millionen Dollar gesteigert werden. In Asien betrug der Umsatzzuwachs 34 Prozent auf 169,5 Millionen Dollar. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte der amerikanische Markt knapp 45 Prozent der Gesamtumsätze, Europa stand für knapp 30 Prozent, Japan für knapp 14 Prozent und Asien für etwa sieben Prozent.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |