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SDax GfK-Aktie vor neuem Mehrjahreshoch

18.11.2004 ·  Die GfK hat gut verdient und will mehr Gewinn machen, als Analysten prognostizieren. Auch für das nächste Jahr sind die Konsumforscher zuversichtlich. Die Aktie dürfte auf ein neues Mehrjahreshoch laufen und ist noch nicht teuer.

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Der auf Mehrjahreshoch-Niveau gelaufene Kleinwerte-Index SDax wird am Donnerstag von einer Reihe guter Zahlen gestützt. So haben Centrotec und Sixt gute Zahlen geliefert - und auch der schwerste SDax-Wert GfK.

Die Nürnberger Marktforschungsgruppe hat im dritten Quartal ihr Gewinnwachstum deutlich gesteigert und die Ziele für das Gesamtjahr bestätigt. Auch für 2005 geht das Unternehmen, das den von Börsianern viel beachteten Konsumklima-Index herausgibt, von einem stärkeren Umsatzwachstum als in der Branche aus.

Die Börse zeigt sich entzückt: Der Kurs des Papiers steigt im frühen Handel um 2,1 Prozent auf 26,29 Euro. Die Aktie schickt sich mithin an, das bisherige, auf Schlußkursbasis markierte Mehrjahreshoch von 26,26 Euro zu übertreffen und ein Kaufsignal zu senden.

Operativer Gewinn um 34 Prozent gestiegen

Das Unternehmen teilte am Mittwochabend mit, im Vergleich zum Vorjahr habe der operative Gewinn (Ebit) einschließlich Beteiligungserträgen von Juli bis September um 34 Prozent auf 22,8 Millionen Euro zugenommen. Zum Halbjahr hatte die Zuwachsrate noch 19,1 Prozent betragen. Der Umsatz wuchs im dritten Quartal einschließlich Zukäufen um 11,2 Prozent auf 166,4 Millionen Euro.

In den ersten neun Monaten des Jahres steigerte der Konzern damit seinen operativen Gewinn um 24,5 Prozent auf 58,3 Millionen Euro. Von dem Umsatzzuwachs um 13 Prozent auf 487,1 Millionen Euro gingen 8,4 Prozent auf Zukäufe zurück, auf die ein Großteil der Investitionen von 72,2 Millionen Euro entfiel. Auch das organische Umsatzwachstum habe sich seit dem ersten Quartal fast verdreifacht. Zu dem Ergebniszuwachs im bisherigen Jahresverlauf trugen nahezu alle Geschäftssparten bei.

Konzern kündigt Ergebnis über Analystenschätzungen an

Für das Gesamtjahr bekräftigte der Konzern die Prognose, wonach der Umsatz um elf Prozent auf gut 660 Millionen Euro wachsen soll. Bereinigt um Zukäufe würde der Zuwachs dann 6,7 Prozent betragen und damit deutlich mehr als die Wachstumsrate der Branche von etwa vier Prozent. Der operative Gewinn solle auf mindestens 82 Millionen Euro zunehmen. Zudem nannte das Unternehmen eine Prognose für den Konzerngewinn nach Fremdanteilen, der um 50 Prozent auf rund 50 Millionen Euro anwachsen soll. Die Gewinnprognose liege über den Analystenschätzungen, die bislang ein Nettoergebnis von 43,6 Millionen Euro erwarteten, erklärte die GfK.

Auch für 2005 sieht sich die GfK gut gerüstet. „Das Unternehmen ist mit seinen Geschäftsfeldern hervorragend positioniert und erwartet, überproportional vom Branchenwachstum, das auf vier bis fünf Prozent geschätzt wird, zu profitieren“, hieß es laut Reuters weiter.

Analysten rechnen mit weiter steigenden Gewinnen

Diese Gemengelage erscheint geeignet, die Aktie der GfK nachhaltig zu stützen. Binnen Jahresfrist hat sich das Papier um 33,25 Prozent verteuert, während der SDax um knapp 16 Prozent hochgelaufen ist. Doch vorteilhafter ist die Dreimonatsbilanz: Der Kurs der GfK ist um 23,6 Prozent gestiegen, der Index um 11,4 Prozent. Die erhöhte Gewinnprognose läuft auf ein Ergebnis je Aktie von 1,59 Euro hinaus und damit auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16,1; die aktuellen Analystenschätzungen ergeben ein KGV von 18 für das laufende Jahr. Aktuell ist der Titel neutral bewertet. Da die Analysten aber mit weiter steigenden Gewinnen rechnen, stellt sich die Bewertung für das nächste Jahr günstiger dar. Und das ist grundsätzlich gut für die Aktie, da die Börse in die Zukunft blickt.

Auch charttechnisch gesehen ist die Aktie in ordentlicher Verfassung. Sie bewegt sich im Aufwärtstrend und ist so teuer wie seit Mitte 2001 nicht mehr. Wenn sie das bisherige Jahreshoch nachhaltig nehmen kann, hätte sie Luft auf etwa 29 Euro. Erst dort baut sich eine breite technische Widerstandszone auf. Unter dem Strich mutet sie weiter attraktiv an und hat gute Chancen, weiter dem SDax vorauszulaufen.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @thwi mit Reuters
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