09.02.2010 · Bijou Brigitte entwickelt sich trotz der Krise operativ robust auf solider finanzieller Basis. Das Unternehmen steigert im Rahmen seiner Expansionsstrategie die Erlöse. Die Aktie befindet sich vernünftig bewertet im Aufwärtstrend.
Wirtschafts-, Finanz- und dadurch eingeleitete Börsenkrisen haben auch gute Seiten. Denn der undifferenzierte Ausverkauf von Werten auf der Suche nach schneller Liquidität führt dazu, dass Aktien solider und robuster Unternehmen zu Schnäppchenpreisen zu haben sind.
Das zeigte sich in den vergangenen Monaten am Beispiel der Papiere des Hamburger Modeschmuckkonzerns Bijou Brigitte. Sie mussten in den Jahren 2006 bis 2008 nach einem fulminanten Kursaufschwung in den Jahren zuvor Kursverluste von bis zu 76 Prozent hinnehmen, nachdem das bis dahin stürmische Wachstum abzuflachen schien.
Kursrücksdchläge machten Aktien zu wahren Schnäppchen
Die Kursrückschläge, die im wesentlichen auf zurückgeschraubte Erwartungen zurückzuführen waren und nicht auf die tatsächlich robuste Entwicklung, machten die Aktien zwischenzeitlich zu wahren Schnäppchen mit Kurs-Gewinnverhältnissen im tiefen einstelligen Bereich.
Tatsächlich konnte das Unternehmen seine Erlöse nach jüngsten Angaben sogar im Krisenjahr 2009 im Vergleich mit dem Vorjahr um 3,7 Prozent auf 390 Millionen Euro steigern. Allerdings nicht flächenbereinigt, sondern der Zuwachs war nach Unternehmensangaben primär auf die Expansion des Filialnetzes zurückzuführen. Bijou Brigitte eröffnete im vergangenen Jahr 64 neue Standorte, schloss 24 und betrieb zum Jahresende 1125 Geschäfte. Flächenbereinigt ging der Umsatz um 3,5 Prozent zurück.
Selbst das kann sich jedoch angesichts der Krise sehen lassen. Die Umsätze auf dem heimischen Markt in Deutschland sowie in Österreich, Italien und den Niederlanden stabilisierten sich im Jahresverlauf und verzeichneten im Jahresschnitt eine positive Entwicklung. Hingegen blieben aufgrund der Auswirkungen der Finanzkrise Spanien und die osteuropäischen Staaten wegen des Kursverfalls der Währungen hinter den Umsatzzahlen des Vorjahres zurück, erklärte das Unternehmen weiter.
Sie sind immer noch sehr vernünftig bewertet
Der erste Teil dieser Aussagen ist wichtig, erzielt es bisher den Löwenteil seiner Umsätze in Deutschland selbst. Bijou Brigitte erwartet für das Berichtsjahr 2009 zwar ein Ergebnis nach Steuern, das leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen werde, hieß es weiter. Allerdings sind die Aktien auf dieser Basis selbst nach den Kursgewinnen der vergangenen Monate - die Papiere haben ausgehend vom Zwischentief wieder 125 Prozent zugelegt - mit einem Kurs-Gewinnverhältnis von 13 und einer Dividendenrendite (die Ausschüttung verharrt schon seit drei Jahren konstant auf einem hohen Niveau von 6,5 Euro je Aktie) von knapp fünf Prozent noch immer vergleichsweise attraktiv bewertet. Immerhin hat das Unternehmen so gut wie keine Schulden und finanziert seine Expansionsstrategie aus dem schon seit Jahren sich robust entwickelnden Mittelzuflüssen.
Insgesamt sind und bleiben die Aktien von Bijou Brigitte eine solide Wette auf eine langsame wirtschaftliche Erholung und eine robuste operative Entwicklung. Regelmäßig gepflegte Absicherungsstrategien gegen nie auszuschließende Kursturbulenzen können jedoch angesichts der Fragilität des weltwirtschaftlichen Systems nie schaden.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.848,03 | +1,42% |
| FAZ-INDEX | 1.526,72 | +1,43% |
| TecDAX | 778,36 | +0,73% |
| MDAX | 10.441,40 | +1,41% |
| SDAX | 5.048,27 | +1,17% |
| REX | 422,26 | −0,26% |
| Eurostoxx 50 | 2.520,31 | +1,24% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 81,56 | +1,37% |
| Dow Jones | 12.949,90 | +0,35% |
| Nasdaq 100 | 2.584,24 | −0,31% |
| S&P500 | 1.361,23 | +0,23% |
| Nikkei225 | 9.384,17 | +1,58% |
| EUR/USD | 1,3138 | +0,07% |
| Rohöl Brent Crude | 119,95 $ | −0,08% |
| Gold | 1.723,00 $ | +0,58% |
| Bund Future | 138,50 € | −0,16% |