10.09.2004 · Die chinesischen Aktienindizes schlossen am Freitag im Plus, nachdem sie zuvor auf ein Fünfjahrestief gefallen waren. Ausgelöst worden war die Abwärtsbewegung durch einen Bericht, daß die Regierung den Aktienmarkt nicht stützen werde.
Die chinesischen Aktienindizes schlossen am Freitag im Plus, nachdem sie zuvor auf ein neues Fünfjahrestief gefallen waren. Ausgelöst worden war die Abwärtsbewegung durch einen Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua, daß die Regierung nicht intervenieren werde, um den Aktienmarkt zu stützen. Am Wochenende hatte sie vier finanziell angeschlagene Brokerhäuser übernommen.
Der Börsentrend drehte jedoch, nachdem bekannt wurde, daß das chinesische Exportwachstum im August unerwartet an Fahrt gewonnen hat. Das beflügelte Hoffnungen, auch die Unternehmensgewinne werden anziehen.
Der Shanghai Composite Index, der auf Yuan lautende A-Aktien und Fremdwährungs-B-Aktien enthält, schloß bei 1287,08 Punkten 0,2 Prozent höher. Zuvor hatte er bis zu einem Prozent auf 1270,94 Punkte nachgegeben. Damit hat er seit Jahresbeginn ein Minus von 14 Prozent eingefahren. Das entsprechende Pendant an der Börse Shenzhen lag bei 322,98 Punkten 0,1 Prozent im Plus, nachdem das Börsenbarometer zuvor in der Spitze ein Prozent auf 319,45 Punkte gefallen war. Der Leitindex kommt in diesem Jahr auf einen Verlust von 14,7 Prozent.
„Vertrauen der Investoren durch Exportboom gestärkt“
Die Exporte waren im August um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat geklettert. Im Juli waren die Ausfuhren nach Bloomberg-Berechnungen um 34 Prozent gestiegen. "Die Nachrichten über den Exportboom hat das Vertrauen der Investoren gestärkt. Derartige Nachrichten waren auch nach den jüngsten negativen Nachrichten dringend notwendig," sagte Chen Zhe, Analyst bei CITIC Securities Co. in Shanghai. Die Übernahme der Brokerhäuser hatte Unsicherheiten geschürt, wie es um die finanzielle Gesundheit in der Wertpapierbranche bestellt ist.
Außerdem dementierte die chinesische Wertpapieraufsicht die Medienberichte, sie werde nicht mehr eingreifen, um den Aktienmarkt zu stützen. Xie Geng, Leiter Marktaufsicht, erklärte, die Berichte seien "Unsinn". Er habe die Zeitungen, die so etwas berichtet haben, aufgefordert, es zu korrigieren.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |