Angesichts all der offenen Fragen, die sich um die Quartalsberichte der US-Gesellschaften ranken, dürften Investoren nach anderen Anhaltspunkten dafür suchen, wie es um die Gesundheit eines Unternehmens steht. Auf den Trend des Erlöswachstums zu schauen, kann hier manchen Hinweis bieten.
Wenn sie auch keine perfekte Maßzahl darstellen, sind Umsatzdaten - als erste Zeile in der Erfolgsrechnung - doch weniger anfällig für kreative Buchführungspraktiken der Bilanzkosmetiker als Gewinnzahlen.
Zweifacher Filter
Wir bei Standard & Poor's (S&P) wollten Unternehmen finden, deren Umsätze - ob durch organisches Wachstum oder über strategische Zukäufe - deutlich schneller als die durchschnittliche Rate der S&P 500-Unternehmen von 9,3 Prozent im Jahr 2001 wachsen. Dafür haben wir die Messlatte ziemlich hoch gelegt: In ihrem letzten vollen Geschäftsjahr mussten die Unternehmen ein mindestens 30-prozentiges Umsatzwachstum gemeldet haben.
Diese Firmen haben wir ein weiteres Mal gefiltert. Alle diese Aktien mussten ein Fünf-Sterne-Ranking (Kaufen) von S&P besitzen, welches bedeutet, dass die Aktienanalysten von S&P diesen Titeln in den nächsten sechs bis zwölf Monaten ein überdurchschnittliches Wachstum zutrauen. Folgende 19 Aktien kamen dabei heraus:
Capital One, Cendant, Cephalon, Chicos FAS, Clear Channel, Direct Focus, Electronics Boutique, Evergreen Resources, Genzyme, IDEC Pharmaceuticals, Indymac Bancorp, Linear Technology, Moody's, Nabors Industries, National Commerce Financial, PepsiCo, Triad Hospitals, Tripos und Wellpoint Health.