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S&P-Analyse Diese Aktie gehört in den Einkaufswagen

 ·  Für S&P ist die Aktie des Lebensmittelhändlers Fleming ein klarer Kauf.

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Fleming Companies ist mit einem Umsatz von 14 Milliarden Dollar einer der führenden Lebensmittelverteiler in den USA, der seine Präsenz in preisgünstigen Supermärkten verstärkt. Zur Zeit bedient das Unternehmen rund 3.000 Supermärkte, 3.000 „Tante-Emma-Läden“ und fast 1.000 Supercenter, Billigläden, Sortimentgeschäfte, Drugstores und Fachgeschäfte überall in den Vereinigten Staaten.

Unserer Meinung nach ist die Aktie eine überzeugende Investition in einem überwiegend defensiven Börsenumfeld sowie eine solide Ergänzung zu einem diversifizierten Portfolio. Fleming besitzt mit fünf Sternen das höchste Investmentranking, das Standard & Poor's zu verleihen hat.

Durch Strategiewechsel zum Erfolg

Die strategische Zielsetzung des Unternehmens machte 1998 eine dramatische Wende durch. Da das Wachstum von Flemings traditioneller Supermarkt-Kundenbasis stagnierte, leitete es ein Programm zur Diversifizierung seiner Kundenbasis und zu einer beträchtlichen Kürzung seiner Gemeinkosten ein. Fleming beschloss, jenseits der Supermärkte aggressiv an Einzelhändler heranzutreten, die Lebensmittel und andere Artikel verkaufen.

Die Folgen dieser Entscheidung lassen sich an der veränderten Umsatzstruktur ablesen. 1998 wurden 77 Prozent der Umsätze durch konventionelle Supermärkte bestritten, während Supercenter/Billigläden, „Tante-Emma-Läden“ und andere für den Rest verantwortlich waren. 2000 dagegen wurden nur noch 63 Prozent der Umsätze durch konventionelle Supermärkte erzielt.

Eine viel versprechende Vereinbarung

Im Februar 2001 gab Fleming eine der bedeutsamsten Entwicklungen der letzten Jahre bekannt, denn es unterzeichnete eine für zehn Jahre geltende Alleinvertriebsvereinbarung mit Kmart, nach der Fleming jährlich Produkte im Wert von 4,5 Milliarden Dollar an Kmart-Billigläden und -Supercenter liefern wird. Das Management deutete jüngst an, dass der Vertrag mit Kmart den jährlichen Gewinn je Aktie bis 2003 um nicht weniger als 15 Prozent steigern dürfte.

Ansehnliche Effizienzgewinne

Wir halten Fleming für einen der effizientesten Lieferanten der Branche. Im Lauf des Jahres 2000 schloss es die Rationalisierung und Konsolidierung seines Verteilungsnetzes ab. Dies hatte einen Skaleneffekt auf die Betriebskosten und erhöhte 2000 das durchschnittliche Umsatzvolumen pro Verteilungszentrum von 389 Millionen Dollar in 1998 auf 550 Millionen Dollar.

Wachstumspotenzial der Aktie enorm

Auf Grund geschätzter Umsätze von 15,3 Milliarden Dollar erwartet S&P für 2001 einen Gewinn je Aktie von 1,90 Dollar, was einen Zuwachs von 22 Prozent gegenüber 1,56 Dollar in 2000 repräsentiert. Für 2002 rechnet S&P mit einer 32-prozentigen Steigerung des Gewinns je Aktie auf 2,50 Dollar und für 2003 mit weiteren 32 Prozent auf 3,30 Dollar. Das diesjährige schwächere Wachstum ist teils auf die Desinvestition einiger konventioneller Supermärkte zurückzuführen - eine Maßnahme, die auch das gegenwärtige erstklassige Wachstum einiger Bereiche verschleiert.

Die Aktie wird derzeit zu einem 2001er Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 15 und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von nur 0,1 gehandelt; diese Bewertung macht nicht einmal die Hälfte derjenigen von Sysco, des nächsten und wichtigsten Wettbewerbers von Fleming aus.

Wir glauben, dass die dauerhaften Umsatz- und Gewinnzuwachsraten des Unternehmens eine beträchtliche Erhöhung seines KGVs rechtfertigen, weshalb sich die Bewertungslücke des Titels gegenüber Sysco verringern dürfte. Einer vorsichtigen Einschätzung zufolge wird sich das 2001er KGV auf 20 erhöhen, was immer noch erheblich unter dem erwarteten langfristigen durchschnittlichen Jahresgewinnzuwachs von 30 Prozent liegt. Auf der Grundlage eines geschätzten 2001er Gewinns je Aktie von 1,90 Dollar rechnet S&P mit einem Zwölfmonatskursziel von 38 Dollar, was einer potenziellen Steigerung von rund 30 Prozent gegenüber dem jetzigen Kurs entspricht.

Phillip Seligman ist Analyst bei Standard & Poor's MarketScope für die Branchen Drugstores, Supermärkte und Lebensmittellieferanten.

Quelle: @la
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