Software ist nicht gleich Software! S&P geht davon aus, dass bestimmte Marktsegmente auf Kosten anderer gewinnen werden und hat vor kurzem seine Empfehlung in ausgewählten Bereichen von „Neutral“ auf „Übergewichten“ erhöht.
Beispielhaft werden die Internet Security Software und der Bereich Customer Relationship Management (CRM) genannt. Ein dritter positiver Trend, von dem die Hersteller von Unterhaltungssoftware wahrscheinlich profitieren werden, ist der Anstieg der Konsumausgaben.
S&P setzt auf Symantec, Siebel Systems und Electronic Arts
In der derzeitigen wirtschaftlichen Situation ist eine sorgfältige Aktienauswahl von entscheidender Bedeutung, da bestimmte Unternehmen eine bessere Marktposition haben als andere. S&P rät den Anlegern, sich auch weiterhin an die Marktführer zu halten, die gesunde Bilanzen, eine starke Unternehmensführung und einen hohen Cash Flow vorzuweisen haben. Drei der Top-Empfehlungen von S&P sind: Symantec, Siebel Systems und Electronic Arts.
Im Gegensatz zu vielen anderen Tech-Werten sind die Aktien von Symantec im Jahr 2002 aufgrund unerwartet guter Ergebnisse im vierten Quartal 2001 um etwa zehn Prozent gestiegen. Symantec stellt mit Norton Antivirus eines der führenden Produkte im Bereich Antivirensoftware her. Diesem Marktsegment wird in letzter Zeit große Beachtung geschenkt.
Symantec erschließt sich auch den Firmenkundenbereich
Hat Symantec im Bereich Privatanwender bereits eine starke Marktstellung, kann das Unternehmen durch den Kauf von Axent auch im Firmenkunden-Bereich expandieren. S&P erwartet für das Geschäftsjahr 2003 einen Umsatzanstieg um etwa 16 Prozent. Der Gewinn pro Aktie dürfte im Geschäftsjahr 2003 um annähernd 14 Prozent auf 1,41 Dollar steigen. Mit einem KGV von 26 (basierend auf der 2003er Gewinnschätzung von S&P) und einer langfristigen Wachstumsrate von etwa 20 Prozent, sind die Aktien attraktiv bewertet und dürften im kommenden Jahr in ihrer Entwicklung weiterhin über dem Marktdurchschnitt liegen.
Siebel Systems ist klarer Marktführer im Bereich CRM
Mit einem Jahresumsatz von mehr als zwei Milliarden Dollar ist Siebel klarer Marktführer im Bereich CRM. Die von Siebel angebotene Software bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihren Verkauf und Kundenservice über das Internet und über Call Center, im Außendienst und über ein Netzwerk von Zwischen-, Einzel- und Direkthändlern abzuwickeln. Während viele kleinere Konkurrenten inmitten des weltweiten wirtschaftlichen Abschwungs Mühe hatten, zu überleben, konnte Siebel eine solide Rentabilität aufrechterhalten. Trotz der schwierigen Bedingungen hat das Unternehmen einen sehr niedrigen Verschuldungsgrad und verfügt über mehr als 1,5 Milliarden Dollar in liquiden Mitteln und Finanzanlagen.
S&P geht davon aus, dass Siebel seine Umsätze 2002 um etwa 19 Prozent und die Gewinne sogar um 20 Prozent steigern wird. Angesichts einer gesunden Bilanz, steigender Rentabilität, Marktführerschaft und der Tatsache, dass die Aktien des Unternehmens am unteren Ende ihrer historischen Kurs-Umsatz-Bewertung gehandelt werden, trauen wir Siebel 2002 weiterhin eine Entwicklung über dem Marktdurchschnitt zu.
Spiele haben Zukunft
Electronic Arts ist eines der führenden Unternehmen im Bereich Unterhaltungssoftware. Das Unternehmen ist nach wie vor in einer äußerst günstigen Position, um von den jüngsten Weiterentwicklungen bei Spielkonsolen zu profitieren. Da diese Hardwareplattformen den Markt für Videospiele erweitern, werden Softwareunternehmen wie Electronic Arts wahrscheinlich am meisten davon profitieren können - und diesen Vorteil ohne die Belastung durch einen potenziellen Preiswettbewerb genießen können.
Electronic Arts ist in diesem Bereich klarer Marktführer mit starken Markennamen. Seine breite Palette an Lizenzrechten versetzt das Unternehmen in die Lage, von einem stark wachsenden Markt zu profitieren.
S&P geht davon aus, dass die Umsätze von Electronic Arts im Geschäftsjahr 2003 um etwa 18 Prozent steigen werden. Die Gewinne werden wahrscheinlich sogar noch stärker steigen, da die betrieblichen Aufwendungen deutlich im Rahmen bleiben. Mit dem KGV von 38 (basierend auf der 2003er Gewinnschätzung pro Aktie in Höhe von 1,51 Dollar), einer langfristigen Wachstumsrate von 25 bis 30 Prozent, fast 500 Millionen Dollar in liquiden Mitteln und Finanzanlagen sowie keinen Schulden - sind die Aktien für eine überdurchschnittliche Wertsteigerung während der kommenden sechs bis zwölf Monate attraktiv bewertet.