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Rohstoffe Gold Fields sagt anhaltende Rally beim Goldpreis voraus

15.01.2004 ·  In dieser Woche befindet sich der Goldpreis zwar auf dem Rückzug. Bei Gold Fields Mineral Services läßt man sich davon aber nicht beirren. Die Beratungsfirma hält Goldpreise von über 450 Dollar für möglich.

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Die jüngste kleine Zwischenerholung beim Dollar könnte den dadurch auf fast 415 Dollar je Feinunze zurückgeworfenen Goldpreis zwar in dieser Woche den höchsten Wochenverlust seit drei Monaten bescheren. Der längerfristige Aufwärtstrend bei dem Edelmetall scheint dadurch aber nicht in Frage gestellt.

Zumindest geht die auf Prognosen zum Gold spezialisierte britische Beratungsfirma Gold Fields Mineral Services in ihrem zweiten Teil des Gold Survey 2003 von mittelfristig weiter steigenden Notierungen aus. Im ersten Halbjahr wird dabei durchaus ein Anstieg auf über 450 Dollar je Feinunze für möglich gehalten.

Zwischenzeitliche Korrekturen seien zwar denkbar, sollten in ihrem Ausmaß aber begrenzt ausfallen, heißt es weiter. Im Schnitt rechnen die Goldexperten für das erste Halbjahr jedenfalls von einem durchschnittlichen Goldpreis von 437 Dollar.

Gold muß sich aber neue Investorenkreise erschließen

Um den Aufwärtstrend intakt zu halten, werde es aber vermutlich noch stärker als bisher auf eine rege Nachfrage von Investmentseite an. Denn Gold Fields-Vertreter Bruce Alway geht nicht davon aus, daß der Abbau von Leerverkäufen durch die Goldproduzenten wieder die jüngsten Spitzenvolumina erreicht, selbst wenn es im Vergleich zu den Aktivitäten Ende 2003 auch hier wieder zu einer gewissen Belebung kommen könnte.

Ähnlich sieht es auch Always Kollege Philip Klapwijk: „Im Vorjahr ist viel heißes Kapital in das Gold geflossen. Und zwar vor allem deshalb, weil sich Spekulanten wegen des Irak-Kriegs und den fallenden Dollars gute Chancen auf einen steigenden Goldpreis ausrechneten. Aber jetzt kommt es darauf an, längerfristig orientierte Marktteilnehmer für das Gold zu gewinnen, die zudem mehr Kapital zur Verfügung haben.“ Gleichzeitig gibt er sich in dieser Hinsicht aber relativ zuversichtlich: „Alternative Investments bleiben bestimmt in Mode und Gold wird von diesen Diversifikationsschritten in den Portfolios profitieren.“ Zum Hintergrund: Die Investitionen in Gold als Anlageobjekt hat sich 2003 mit 875 Tonnen fast verdoppelt.

Wenig Unterstützung für den Goldpreis wird dagegen voraussichtlich von Seiten der Schmuckindustrie kommen. Die Produktion dürfte nicht nur im Vorjahr gefallen sein, sondern vermutlich auch im ersten Halbjahr 2004 weiter zurückgehen. Die Nachfrage nach Goldschmuck sei zuletzt Belastungen ausgesetzt gewesen, die ähnlich wie der das Interesse an Goldschmuck dämpfende hohe Goldpreis teilweise auch noch nicht ausgestanden seien. Das spreche dafür, das der preissensitive asiatische Markt für Goldschmuck unter Druck bleiben werde.

Allen anderen sonst üblicherweise den Preis mitbeeinflussenden Faktoren wie etwa den Kauf- und Verkaufsaktivitäten der Notenbanken billigt Gold Fields derzeit einen vergleichsweise geringen Einfluß auf den Goldpreis zu.

Studie beinhaltet viel Statistik zum Goldmarkt im Jahr 2003

In einem statistischen Rückblick auf das Jahr 2003 weist Gold Fields in der neuen Studie darüber hinaus noch darauf hin, daß die Produktion der Goldminen nur marginal auf 2.600 Tonnen gestiegen sein dürfte. Und nachdem in den Vorjahren nur zögerlich neue Förderstaaten erschlossen wurden, wird im ersten Halbjahr 2004 sogar ein Produktionsrückgang für denkbar gehalten.

Der Nettoabsatz kletterte um geschätzte fünf Prozent auf 590 Tonnen, was dem höchsten Wert seit 1992 entsprechen würde. Allerdings dürfte sich die Nachfrage in den ersten sechs Monaten 2004 wieder um 60 Tonnen abschwächen, so die Vorhersage. Bereits gefallen ist im Jahr 2003 die Goldverarbeitung und zwar um fünf Prozent auf 3.000 Tonnen.

Gestiegen sind dagegen die durchschnittlichen Förderkosten. Diese betrugen 220 Dollar je Feinunze, was 40 Dollar mehr ist als im Jahr 2002. Erklärt wird diese Entwicklung vornehmlich mit der Aufwertung gegenüber dem Dollar bei den Landeswährungen der wichtigsten Goldproduzenten, wie etwa im Falle von Südafrika.

Der Chart zeigt die Entwicklung des Gold-Preises.

Quelle: @JüB
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