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Rohstoffe Alcoa: Die Aktie ist und bleibt volatil

 ·  Der Aluminiumkonzerns Alcoa erröffnete die amerikanische Berichtssaison mit einer leicht positiven Überraschung. Angesichts der konjunkturellen Schwäche in den Vereinigten Staaten stellt sich aber die Frage, wie lange das noch möglich sein wird.

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Die Aktie des amerikanischen Aluminiumherstellers Alcoa reagiert am Mittwoch mit Kursgewinnen auf die mit Spannung erwarteten Umsatz- und Gewinnzahlen für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Immerhin eröffnet das Unternehmen die Bilanzsaison in den Vereinigten Staaten. Die Anleger wollen nun wissen, wie sie mit ihren Gewinnschätzungen liegen.

Das Unternehmen hat von April bis Ende Juni wegen höherer Kosten einen gesunkenen Nettogewinn verzeichnet. Da die Preise für Aluminium nicht in entsprechender Weise stiegen, fiel der Nettogewinn um 24 Prozent auf 546 Millionen Dollar von 715 Millionen Dollar, wie Alcoa am Dienstag nach amerikanische Börsenschluss mitgeteilt hatte. Das Ergebnis je Aktie fiel entsprechend auf 0,66 Dollar.

Besseres Ergebnis als befürchtet

Die Aktien legen jedoch am Mittwoch im frühen Handel der amerikanischen Börse dennoch um 3,5 Prozent auf 33,32 Dollar zu, da die Erwartungen der Investoren mit diesem Ergebnis übertroffen wurden. Die Schätzungen von Analysten hatten im Vorfeld der Quartalszahlen bei einem Ergebnis je Aktie von 0,64 Dollar bei einem Umsatz von 7,36 Milliarden Dollar gelegen. Tatsächlich erzielte das Unternehmen aus Pittsburgh aber einen um 5,5 Prozent gesunkenen Umsatz von 7,62 Milliarden Dollar.

Mit Hinweis auf das im Vergleich zum Vorquartal verbesserte Geschäft verwies Alcoa-CEO Klaus Kleinfeld auf die höheren Preise für Endprodukte und gestiegene Volumina, die die höheren Kosten der Produktion mehr als ausgeglichen hätten. Im ersten Quartal hatte Alcoa lediglich 0,37 Dollar je Aktie verdient und dies bei Umsätzen von 7,38 Milliarden Dollar.

Angesichts der wirtschaftlichen Flaute in den Vereinigten Staaten und in Teilen Europas, sowie der abnehmenden wirtschaftlichen Dynamik in den restlichen Teilen der Welt stellt sich die Frage, wie lange sich das Unternehmen noch wird robust entwickeln können. Immerhin kamen noch im vergangenen Geschäftsjahr 55 Prozent der Erlöse aus den Vereinigten Staaten, 21 Prozent aus Europa und knapp elf Prozent aus Australien und knapp 14 Prozent aus anderen Teilen der Welt.

Fragt sich nur, wie lange sie Volumina und Preise gleichzeitig erhöhen lassen

Auf das bisher noch verwiesene Wachstum in den Schwellenländern dürfte sich das Unternehmen nicht verlassen können. Denn erstens ist ihr Volumen noch zu gering, als dass es eine wesentliche Flaute in den Hauptumsatzgebieten ausgleichen könnte. Zweitens liefern die Schwellenländer viele der von ihnen hergestellten Waren nach Europa und in die Vereinigten Staaten. Geht dort die Nachfrage zurück, so dürften sie ihr Wachstum und damit die Nachfrage nach Rohstoffen kaum aufrecht erhalten können.

In diesem Sinne ist es fraglich, wie lange Alcoa noch wird sowohl Volumina als auch Preise gleichzeitig erhöhen können. Die Skepsis der Anleger zeigt sich schon in der Bewertung: Mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 12,6 und 9,6 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr ist sie zumindest optisch vergleichsweise vernünftig. Es stellt sich allerdings die Frage, ob die Gewinnschätzungen nicht zu hoch sind. Immerhin gehen die Analysten trotz der bedenklichen Rahmenbedingungen von steigenden Gewinnen in den kommenden Quartalen aus.

Auch charttechnisch kann die Aktie kaum überzeugen. Sie läuft schon seit Jahren mit stark schwankenden Kursen mehr oder weniger seitwärts.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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