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Rohstoffe Aktie der Corn Products profitiert von „Mais-Phantasie“

 ·  Die Aktie des amerikanischen Unternehmens Corn Products befindet sich im Aufwärtstrend und erreichte am Montag ein neues Allzeithoch. Das Unternehmen zeigt operative Dynamik, die Aktie ist allerdings kein Schnäppchen.

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Mit deutlichen Kursgewinnen macht nach einer Zwischenkonsolidierung die Aktie des amerikanischen Unternehmens Corn Products International auf sich aufmerksam und setzt damit den im Jahr 2002 etablierten Aufwärtstrend fort. Mit einem Plus von 2,12 Prozent auf 33,26 Dollar erreichte das Papier am Montag ein neues Allzeithoch.

Hintergrund ist sicherlich die operative Entwicklung des Unternehmens. Immerhin konnte es in den vergangenen Jahren Umsatz und Ertrag im Trend steigern und auch die weiteren Aussichten scheinen nicht schlecht zu sein. Das zeigte sich unter anderem an den kürzlich vorgelegten Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres und den Ausblick auf die kommenden Monate.

Umsatz- und Gewinnsteigerung im zweiten Quartal

So konnte das Unternehmen den Umsatz im zweiten Quartal im Vergleich mit der Vorjahresperiode um acht Prozent auf 654 Millionen Dollar und den Nettogewinn um 14 Prozent auf 30 Millionen Dollar oder 40 Cents je Aktie auf verwässerter Basis steigern. Der Bruttogewinn legte um 16 Prozent auf 104,5 Millionen Dollar zu, nachdem die Marge um einen Prozentpunkt auf 16 Prozent verbessert werden konnte.

Das Unternehmen führte die positive Entwicklung auf höhere Volumina, vorteilhafte Wechselkursentwicklungen und eine verbesserte Preis-Produkt-Konstellation zurück. Regional habe sich insbesondere Nordamerika positiv hervorgetan, wo die operative Marge von sechs auf neun Prozent habe gesteigert werden können. Corn Products International geht davon aus, den Gewinn je Aktie im Gesamtjahr um 16 bis 24 Prozent auf verwässerter Basis steigern zu können. Da die zweite Hälfte des laufenden Jahres normalerweise besser verlaufe als die erste, werde das Ergebnis mit hoher Wahrscheinlichkeit am oberen Ende der Spanne liegen, hieß es.

Dazu soll vor allem auch der nordamerikanische Markt wieder beitragen. Das Unternehmen verbuchte dort im vergangenen Jahr 30 Prozent der Umsätze, 19 Prozent in Mexiko, 13,6 Prozent in Brasilien, elf Prozent in Kanada, 4,8 Prozent in Argentinien und 13,4 Prozent im Rest der Welt. Die Umsätze werden mit der Verarbeitung von Mais zu Nahrungsmittelbestandteilen erzielt, die Produkte wie Glukose- und Maltosesirup, Dextrose, Stärke und Kleber werden auch in der chemischen, pharmazeutischen, Textil- und Papierindustrie und nicht zuletzt auch in Gießereien verwendet.

Aktie kein Schnäppchen

Die Anleger scheinen sich beim Blick auf die Aktie nicht nur von der fundamentalen Entwicklung des Unternehmens leiten zu lassen, sondern auch von der Phantasie, die der Maismarkt bei anhaltend hohen Energie- und Rohstoffpreisen mit Blick auf Alternativen bietet. Denn die amerikanische Regierung fördert die Kraftstoffbeimischung von Äthanol. Angesichts der steigenden Benzinpreise kletterte die amerikanische Äthanolproduktion im April im Jahresvergleich um 21 Prozent auf 12,1 Millionen Gallonen pro Tag. In den kommenden zwei Jahren sollen in Amerika 32 neue Äthanolproduktionsanlagen entstehen und sechs bestehende erweitert werden.

Der weltweite Maisverbrauch dürfte die Produktionsmenge im Jahr 2006 zum sechsten Mal in Folge übertreffen, heißt es aus dem amerikanischen Landwirtschaftsministerium. Die Lagerbestände der Länder werden insgesamt auf das niedrigste Niveau seit dem Jahr 1984 absinken. In China könnten die Mais-Lagerbestände sogar auf ein 30-Jahrestief fallen.

Aus solchen Gründen rechnen viele Marktteilnehmer mit deutlich steigenden Preisen bei Mais. Und davon könnte auch Corn Products International profitieren, scheinen einige zu hoffen. Denn nur so lassen sich Kurs-Gewinn-Verhältnisse von 22 und 18 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr erklären. Insgesamt scheinen Absicherungsstrategien ratsam zu sein.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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