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Photovoltaik : Geld verdienen mit der Sonne

Bild: F.A.Z.

Die Subventionen für Solarstrom sinken überall in Europa. Trotzdem lohnt es sich, in Solarenergie zu investieren - auf dem Dach oder im Depot.

          Kaum etwas ist gerade so spannend wie die Entwicklung der Sonnenenergie: In der Wüste sollen riesige Solarkraftwerke entstehen, Solarflugzeuge umrunden die Welt. In Deutschland sind in diesem Sommer so viele Solarzellen auf Dächern und Feldern montiert worden wie nie zuvor in der Geschichte dieser Technologie. Und je kritischer hierzulande über Atomstrom debattiert wird, desto zukunftsträchtiger und lukrativer müsste das harmlosere Geschäft mit der Sonne doch eigentlich werden.

          Wer als Anleger von diesem Trend profitieren will, stößt allerdings auf ein Problem. Die Subventionen, die überall in Europa für Sonnenenergie gezahlt wurden, werden gerade zurückgefahren. In Deutschland ist die erste Kürzung der sogenannten Einspeisevergütung zum 1. Juli erfolgt, eine zweite kommt zum 1. Oktober. Nicht zufällig hat der Andrang bei Herstellern, Händlern und Monteuren von Solaranlagen daraufhin deutlich nachgelassen. Und auch die Kursentwicklung vieler Solaraktien hat ihre Besitzer zuletzt nicht unbedingt erfreut (siehe Infografik).

          Trotz Kürzung weiter lohnenswert

          Zwei Fragen drängen sich deshalb auf, was das Investieren in Sonnenenergie betrifft: Lohnt es sich noch, sich eine sogenannte Photovoltaikanlage aufs Dach setzen zu lassen? Oder gibt es Aktien, mit denen man genauso gut von der globalen Nutzung der Sonnenenergie profitiert?

          Die Solarindustrie selbst hatte aufgeheult, als im Frühjahr die Kürzung der Einspeisevergütung für Solarstrom bekannt wurde. Von „Tausenden von gefährdeten Arbeitsplätzen“ war die Rede. Man konnte den Eindruck gewinnen, zumindest in Deutschland werde von nun an keine einzige neue Anlage mehr errichtet. Fast alle Studien, die seither erstellt wurden, zeigen jedoch: Solaranlagen lohnen sich auch mit weniger Subventionen. „Auch nach der Kürzung der Einspeisevergütung haben Solaranlagen attraktive Renditen“, sagt Ruxandra Haradau-Döser, Solarexpertin des Bankhauses Metzler.

          Für typische Anlagen auf Privathäusern mit mittlerer Sonneneinstrahlung berechnete die Stiftung Warentest Renditen von fünf bis neun Prozent im Jahr. Für regelrechte Solarparks kommt die Investmentbank Goldman Sachs sogar auf stolze sieben bis zwölf Prozent. „Photovoltaikanlagen versprechen auf jeden Fall mehr Rendite als das gute alte Sparbuch“, sagt Philipp Vohrer von der regierungsnahen Agentur für Erneuerbare Energien in Berlin (siehe Modellrechnung).

          Preisverfall rechnet sich

          Der entscheidende Grund für die Höhe der Renditen: Nicht nur die Subventionen sinken, sondern auch die Preise der Anlagen. Nicht immer im gleichen Maße und manchmal zeitversetzt. Aber doch recht zuverlässig. So mussten Anleger für eine typische Anlage auf einem Privathaus zuletzt nur noch rund 2900 Euro je Kilowatt Leistung ausgeben. Das waren fast 30 Prozent weniger als noch zu Beginn des Jahres 2009.

          Dieser Preisverfall vor allem für Solarmodule, eine Technik, die längst zum austauschbaren Massenprodukt geworden ist, war ein Problem für Solarfirmen - und neben den sinkenden Subventionen eine Ursache dafür, dass sich gerade deutsche Solaraktien nicht immer wie erhofft entwickelt haben.

          Kursverfall könnte sich auch rechnen

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