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Online-Broker : Comdirect enttäuscht mit Eckdaten

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Weniger Kunden entschieden sich für Comdirect Bild: dpa

Angesichts der trüben Börsenstimmung hatten Analysten bereits niedrigere Ergebniserwartungen an die Online-Broker. Mit ihren Eckdaten verfehlt Comdirect jedoch die Prognosen.

          Angesichts der Misere an den Aktienmärkten waren die Ergebniserwartungen für die Online-Broker nicht hoch. Dennoch enttäuscht Comdirect mit den Eckdaten zum vierten Quartal, die die Prognosen der Analysten verfehlen. Die Aktie fällt bis zum Mittag um sechs Prozent auf 20,50 Euro und nähert sich dem Tief bei 19,67 Euro.

          Die Tochter der Commerzbank lockte im vierten Quartal gerade einmal 11.500 neue Kunden an. „Das ist wirklich nicht berauschend“, meint ein Händler dazu. Zum Vergleich: Consors meldete in der Vorwoche 26.500 und die Direkt Anlage Bank (DAB) 30.300 Neukunden. Insgesamt betreut Comdirect nunmehr 577.000 Depotinhaber. Die Zahl der ausgeführten Transaktionen sank in den vergangenen drei Monaten auf 2,4 Millionen von 2,5 Millionen im dritten Quartal. Bei Consors nahm die Orderaktivität im vierten Quartal trotz der Börsenschwäche auf drei Millionen Aktionen leicht zu, während DAB mit 1,6 Millionen Geschäften sogar auf eine Rekordzahl blickt.

          Auf „Underperformer“ zurück gestuft

          „Comdirect bleibt hinter unseren Erwartungen zurück. Wir sind von einer Stagnation der Transaktionszahl ausgegangen“, meint Henner Rüschmeier, Analyst bei SES Research. Er stuft die Aktie nach den Zahlen auf „Underperformer“ zurück, nachdem er zuvor Comdirect als „Marketperformer“ gesehen hat. Rüschmeier sieht vor allem Probleme bei der Neukundengewinnung, die sich bereits in den Zahlen zum dritten Quartal angedeutet hatten.

          Entwicklung des Comdirect-Kurs

          Das im November überarbeitete Preismodell verfehlt bislang die erhoffte Wirkung. Zudem bemängelt der SES-Analyst, dass die Internationalisierung langsamer als erwartet voranschreitet.

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