17.06.2005 · Die Aktie des spanischen Öl- und Petrochemieunternehmens CEPSA hält ihren Aufwärtstrend, obwohl Analysten den Verkauf empfehlen. Hintergrund ist eine solide Umsatz- und Ertragsentwicklung und eine gewisse Übernahmephantasie.
Wer den Wertpapieranalysten glaubt, kommt nicht allzu weit. Das dürfte zumindest für die so genannten „Sell-Side-Analysten“ gelten. Vielfach erfüllen sie eher eine Marketingfunktion denn eine ernsthafte Prognosefunktion.
Das zeigte sich nicht während des vergangenen Börsenbooms, in denen manche „Experten“ lauthals „Kauf“ schrieen und insgeheim zum Verkauf rieten. Sondern das gilt auch bei vielen Einzelwerten, bei denen die Analysten blind auf die Prognosen der Unternehmen vertrauen oder Ergebnisse der Vergangenheit einfach nur linear extrapolieren.
Analysten raten zum Verkauf - Aktie hält den Aufwärtstrend
Gleichzeitig gibt es die Neigung, eher Kauf- denn Verkaufsempfehlungen auszusprechen. Das dürfte kaum verwundern, denn wer wird sich schon freiwillig mit „Langweilern“ beschäftigen. Nicht selten werden Einzelwerte von Analysten auch dann noch unisono zum Kauf empfohlen, wenn sie längst schon nach unten gedreht haben.
Aber es gibt auch gegenteilige Beispiele. Zum Beispiel die Aktie des spanischen Unternehmens Compania Espanola de Petroleos (CEPSA). Sie wird von allen sechs Analysten, die sich mit dem Wert befassen, zum Teil schon seit Monaten zum Verkauf empfohlen. Und was macht die Aktie: Sie hält ihren schon im Jahr 2001 etablierten Aufwärtstrend.
Das Papier hat seit einem Zwischentief im September des Jahres 2001 bei 9,27 Euro 256 Prozent auf zuletzt 33,04 Euro zugelegt. Damit liegt es knapp unter dem im Laufes des Tages erreichten Allzeithoch. Der langfristige Trend zeigt weiterhin nach oben. Das dürfte kaum verwundern. Denn das Unternehmen ist im Ölexplorations- verarbeitungs- und Distributionsgeschäft tätig und dürfte unter anderem vom gegenwärtigen Boom in diesem Bereich profitieren.
Stetig steigende Umsätze und Gewinne - Übernahmephantasie
Aber das ist nicht alles. Denn die Aktien befinden sich mehrheitlich in den Händen von wenigen Großaktionären. Der eine oder andere dürfe versucht sein, die restlichen Anteile an sich zu ziehen. Das dürfte kaum verwundern. Denn das CEP steigert schon seit Jahren Umsatz und Erträge mit schöner Regelmäßigkeit. Auch die Dividende legt schon seit Jahren stetig zu. Eine Dividendenrendite von etwas mehr als drei Prozent auf Basis der jüngsten Ausschüttung ist auch nicht zu verachten. Mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 12,7 und 13,5 ist die Aktie sicherlich nicht überteuert.
Aus diesem Grund dürfte das Papier unter Berücksichtigung des Aufwärtstrends und möglicher Übernahmeversuche trotz aller Unkenrufe weitere Kursphantasie haben. Trotz allem dürften Absicherungsstrategien nicht schaden. Denn aller Euphorie, sollte das Weltwirtschaftswachstum überraschend abflauen, könnte auch der Ölboom rasch ins Stocken geraten und bei den entsprechenden Werten zu deutlichen Kurskorrekturen führen.
CEPSA ist ein international tätiges Unternehmen der Öl- und der Petrochemischen Industrie. Das Aktivitätsspektrum reicht von der Exploration, über die Produktion bis hin zur Raffinierung, dem Transport und der Vermarktung der verschiedenen Derivate. Daneben stellt das Unternehmen auch Plastikstoffe, synthetische Fasern und Waschmittel her. Mit etwa 9.000 Beschäftigten ist das Unternehmen in zahlreichen europäischen Staaten, aber auch in Algerien, Kanada, Marokko, Brasilien und Kanada präsent.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |