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Neuemissionen 2002 war ein flaues Jahr für Börsengänge

 ·  Im Vorjahr ist die Zahl der Börsengänge drastisch gesunken. In Deutschland wagten nur noch fünf Unternehmen den Sprung auf das Parkett. Europaweit handelt es sich um das schlechteste IPO-Jahr seit 1996.

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Die Flaute an den Aktienmärkten hat das Geschäft mit Börsengängen nahezu zum Erliegen gebracht. In Deutschland wagten von Januar bis Dezember 2002 gerade einmal noch fünf inländische Firmen den Sprung auf das Parkett, den Freiverkehr nicht mitgerechnet.

Das Emissionsvolumen sank mit 247 Millionen Euro auf den niedrigsten Stand seit 1983, wie der Bundesverband deutscher Banken in der aktuellen Online-Ausgabe seiner Zeitschrift „Die Bank“ berichtet. Auch für das europaweite Emissionsgeschäft war es das schlechteste Jahr seit 1996. Das Ausgabevolumen von Januar bis November 2002 belief sich in Europa den Angaben zufolge auf 12,7 Milliarden Euro und lag damit um 85 Prozent unter dem Wert des Jahres 2000.

London weiter wichtigste Börse für Neuemissionen

Zentrum des europäischen IPO-Geschehens (Initial Public Offering) sei auch in dem schwierigen Umfeld London geblieben. Mit 56 Prozent fand den Angaben zufolge mehr als die Hälfte aller Börsengänge während des dritten Quartals in der britischen Hauptstadt statt. Allerdings sackte auch hier das Emissionsvolumen kräftig ab: Von 3,8 Milliarden Euro im dritten Quartal 2001 auf nunmehr 505 Millionen Euro.

In Deutschland fanden in diesem Zeitraum zwei IPOs mit einem Volumen von 120 Millionen Euro statt. An den Handelsplätzen des Börsenverbundes Euronext gab es nur sieben und damit nur halb so viel Börsendebüts wie im Vorjahresquartal.

Weltweiter Abwärtstrend

Alle Branchen, die bisher das Emissionsgeschäft dominierten, verzeichneten Rückgänge, so die Dienstleister und EDV-Anbieter. Am stärksten rückläufig sei der Trend bei den Finanzdienstleistern. Im Vergleich des dritten Quartals sei die Zahl der Erstemissionen hier in Europa von neun auf zwei zurückgegangen.

Auch in den USA sank die Zahl der Börsengänge. Von Juli bis September gab es den Angaben zufolge an der New York Stock Exchange und der Nasdaq nur acht Börsengänge nach 15 im Vorjahresquartal. Allerdings stieg das Volumen durch den Börsengang des Finanzdienstleisters CIT mit einem Ausgabewert von fast fünf Milliarden Dollar fast um das Dreifache im Vergleich zum dritten Quartal 2001 auf nahezu 5,5 Milliarden Dollar.

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