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Nebenwerte Softing: Aktien-Rückkäufe bei günstiger Bewertung

 ·  Die Aktie von Softing konnte sich in den vergangenen Monaten zunächst nicht von der allgemeinen Börsenschwäche abkoppeln. Das Unternehmen entwickelt sich jedoch operativ robust, die Aktie ist sogar günstig bewertet.

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Die Börsenturbulenzen der vergangenen Wochen hatte die Nebenwerte zunächst stärker belastet, als die Aktien großer Unternehmen. In den vergangenen Tagen hat sich das allerdings geändert: Der Texdax hat sich besser entwickelt als der Dax.

Das zeigt sich auf am Beispiel der Aktie von Softing. Nachdem sie vom Oktober des vergangenen Jahres bis Mitte Juli des laufenden Jahres nach unten gelaufen war auf bis zu 2,43 Euro, hat sie inzwischen wieder etwas mehr als 15 Prozent zugelegt auf zuletzt 2,8 Euro und dabei den mittelfristigen Abwärtstrend überwunden.

Aktienrückkäufe bei robuster operativer Entwicklung ...

Dazu dürften Aktienrückkäufe ebenso beigetragen haben, wie der Blick auf die fundamentale Entwicklung. Der Vorstand hatte Mitte Juli mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, bis zu 280.000 Stück Aktien der Softing AG über die Börse zu kaufen. Der Rückkauf diene dem Aufbau einer schon mittelfristig benötigten Akquisewährung zu Kursen, die aus Sicht der Gesellschaft deutlich unter dem Fair-Value lägen, hatte das Unterehmen mitgeteilt.

Tatsächlich konnte das mit einer Marktkapitalisierung von 16,24 Millionen Euro relativ kleine Unternehmen in den vergangenen Jahren den Umsatz im Trend steigern und fand in den vergangenen Monaten nach einer zwischenzeitlichen Ertragsschwäche wieder den Weg zu zunehmenden, schwarzen Zahlen. Diese Entwicklung bestätigt sich an den am Montag vorgelegten Ergebnissen für das zweite Quartal und die erste Jahreshälfte.

In den vergangenen sechs Monaten konnte das Unternehmen nach Angaben aus der Ad-hoc-Meldung bei allen wesentlichen Kennzahlen kräftig zulegen. Der Gewinn je Aktie stieg um etwas mehr als 38 Prozent von 13 auf 18 Cent. Das Betriebsergebnis wuchs im ersten Halbjahr um knapp 19 Prozent auf 1,44 Millionen Euro, während der Umsatz um 18 Prozent auf 16 Millionen gesteigert werden konnte. Entgegen dem allgemeinen konjunkturellen Trend stieg der Auftragseingang im ersten Halbjahr um fast 14 Prozent auf 16,4 Millionen Euro.

Für das gesamte Jahr 2008 geht Softing bei anhaltend starker Nachfrage von einem Umsatz von mehr als 31 Millionen Euro und ein Gewinnwachstum je Aktie um mehr als 30 Prozent auf 0,29 Euro oder mehr aus. „Die Zahlen belegen, mit welcher Konstanz das Unternehmen Umsatz und Ertrag zu steigern vermag, obwohl nach wie vor intensiv in die Entwicklung zukünftiger Produkte und Kunden investiert wird. Damit wird deutlich, welches Potential im Unternehmen und damit in der Aktie stecken,“ erklärte Dr. Wolfgang Trier, Vorstandsvorsitzender der Softing AG bei der Vorlage der Geschäftszahlen optimistisch.

... und günstiger Bewertung

Softing ist ein weltweit auftretender Anbieter von Hard- und Software für Industrielle Automatisierung sowie für Fahrzeugelektronik. Das Unternehmen realisiert in enger Kundenbeziehung technologisch hochwertige Standardprodukte sowie individuelle Lösungen. Im Unternehmensbereich Industrial Automation entwickelt und realisiert Softing für seine Kunden Lösungen, um Geräte, Steuerungen und Systeme im Datenaustausch zu verbinden und zu diagnostizieren. Im Geschäftsbereich Automotive Electronics steht Softing als Systempartner Fahrzeugherstellern sowie System- und Steuergerätelieferanten mit leistungsfähigen Werkzeugen und Lösungen in punkto Fahrzeug-Kommunikation, Diagnose und Testsystemen zur Verfügung.

Aufgrund langfristiger Aufträge internationaler Großkonzerne und bedingt durch die Natur des Geschäfts rechnet Softing im Januar selbst bei einer möglichen konjunkturellen Eintrübung in 2008 unverändert mit einem kräftigen Wachstum in Umsatz und Ertrag. Diese Prognose scheint sich nun zu bestätigen. Mit einem Kurs-Gewinnverhältnis von weniger als zehn ist die Aktie vergleichsweise günstig. Auf dieser Basis ist sie für Anleger reizvoll, sofern sie die grundsätzlichen Risiken einer Investition in kleine Unternehmen berücksichtigen.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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