Am deutschen Aktienmarkt finden sich viele Unternehmen, die zwar prinzipiell interessant sind, aber einfach darunter leiden, daß ihre Aktien kaum gehandelt werden und sie deshalb von großen institutionellen Anlegern links liegen gelassen werden.
Dazu zählt die in Hamburg ansässige Falkenstein Nebenwerte AG, deren Manko es ist, daß es nur 300.000 ausstehende Aktien gibt. Doch wer diese Marktenge und die damit verbundene geringe Liquidität nicht scheut, bekommt als Entlohnung eine günstige bewertete Aktie.
Denn die Geschäfte bei der auf den Erwerb, die Veräußerung , die Vermittlung und die Verwaltung von Vermögensgegenständen jeglicher Art, insbesondere von Beteiligungen an Kapitalgesellschaften spezialisierten Gesellschaft laufen gut. Die in börsennotierte Neben- und Spezialwerte in Deutschland sowie zum geringeren Teil der Schweiz investierten Eigenmittel profitierten zuletzt von der Erholung an den Aktienmärkten.
Erfreuliche Geschäftsentwicklung
Das unterstreichen die für das erste Halbjahr 2003 vorgelegten Ergebnisse. Der Überschuß betrug da 942.000 Euro oder umgerechnet 3,14 Euro je Aktie was einer durchaus respektablen Eigenkapitalrendite von rund 18 Prozent entspricht. Und es ist davon auszugehen, daß sich die Geschäfte auch im zweiten Halbjahr gut entwickelt haben.
Zumindest waren die Voraussetzungen dafür gegeben, nachdem an der Börsen genau die Segmente eine überdurchschnittlich gute Entwicklung hingelegt haben, auf denen die Falkenstein Nebenwerte AG spezialisiert ist. Dazu zählen im einzelnen Aktien mit hohem Abfindungspotential (Stichworte Squeeze Out, Übernahmen und Going Private), Value-Aktien mit ausgeprägtem Substanzwert und niedrig bewertete Unternehmen im operativen Turnaround.
Günstige fundamentale und charttechnische Ausgangslage
Konservativ veranschlagt dürfte die Gesellschaft damit im Gesamtjahr einen Gewinn je Aktie von mindestens fünf Euro erzielt haben. Daraus errechnet sich auch nach dem jüngsten deutlichen Kursanstieg auf 28,40 Euro ein sehr moderates Kurs-Gewinn-Verhältnis von 5,7.
Hinzu kommt, daß die Anteilsscheine der seit dem 17. Februar 2003 börsennotierten Aktie deutlich unter dem Buchwert gehandelt werden. Wobei zu berücksichtigen ist, daß die Ansprüche aus Nachbesserungen bei Übernahmeangeboten auf Grund zahlreich laufender offener Klagen noch nicht in den aktuellen Geschäftszahlen enthalten sind.
Abgerundet wird der günstige Eindruck, den die Bewertung hinterläßt, durch einen Aktienkurs, der auf Rekordniveau notiert. Das sorgt für eine sehr gute charttechnische Ausgangslage und läßt auf weitere Kursgewinne hoffen.