12.04.2006 · Der Frühling ist da, es wird Zeit, die Motorräder auszumotten. Blickt man als Anleger auf die verschiedenen Aktien, so scheint im Moment Yamaha mehr Rückenwind zu haben als Harley Davison. Die Harley-Aktie konsolidiert.
Die Aktie von Harley-Davidson war lange Zeit eine Erfolgsgeschichte, denn der Trend zeigte nach oben. Das dürfte kaum verwundern, denn der bekannte Motorradhersteller kann Umsatz und Gewinn schon seit Jahren im Trend steigern.
Seit dem Jahr 2001 jedoch scheint die Aktie ihre Dynamik verloren zu haben, denn sie stagniert auf hohem Niveau. Am Mittwoch verbucht sie einen Tagesverlust von knapp vier Prozent auf 50,93 Dollar. Dabei konnte das Unternehmen den Nettogewinn im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um 3,2 Prozent auf 234,6 Millionen Dollar steigern, bei einem Umsatzzuwachs von vier Prozent auf 1,29 Milliarden Dollar.
Anleger betrachten Harley-Prognosen skeptisch
Obwohl der größte amerikanische Motorradhersteller die Modellpalette Dyna, Sportster, Softail, Touring und VRSC V-Rod um sechs neue Ausführungen erweiterte, was im ersten Quartal ein Absatzplus von 3,6 Prozent möglich machte, befürchten die Anleger offensichtlich, daß der Umsatz nicht mit den Plänen des Unternehmens Schritt halten kann.
Beim Einzelhandelsabsatz erwartet Harley einen Anstieg von bis zu neun Prozent, weitet jedoch die Produktion im ersten Halbjahr nicht entsprechend aus. Das stimmt manche Analysten bedenklich. Sie dürften auch mit einem gewissen Argwohn darauf achten, ob sich das hohe amerikanische Einkommens- und Konsumniveau der vergangenen Jahre nach inzwischen deutlich gestiegenen Leitzinsen wird halten können.
Sollten die Konsumenten mit Blick auf die hohe Verschuldung und auch auf steigende Preise in verschiedenen Bereich mehr sparen als bisher, dürfte das auch bei Harley Davidson zu spüren sein. Die Aktie scheint zwar mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 13,4 und 12,3 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr nicht allzu teuer zu sein. Diese Bild würde sich jedoch ändern, wenn die Gewinnschätzungen zu hoch sein sollten.
Ganz anderes sieht es dagegen bei Yamaha Motors aus. Die Aktie des Unternehmens ist im Jahr 2003 aus ihrem Seitwärtstrend ausgebrochen und in einen Aufwärtstrend übergegangenen. Das dürfte kaum verwundern, denn das japanische Unternehmen konnte in den vergangenen vier Jahren nicht nur den Umsatz immer dynamischer steigern, sondern vor allem auch die Gewinnentwicklung verbessern.
... dagegen die Yamaha-Papiere etwas positiver
Alleine im vergangenen Geschäftsjahr legt der Umsatz im Vergleich mit dem Vorjahr um knapp 36 Prozent auf 1,375 Billionen Yen zu, der Gewinn je Aktie konnte um satte 63,9 Prozent auf 224,42 Yen gesteigert werden. Im laufenden Jahr geht das Unternehmen von einem bescheidenen Umsatzzuwachs von 5,4 Prozent und von einer Gewinnsteigerung von 1,5 Prozent aus.
Das dürfte bei einem anhaltenden Wirtschaftswachstum weltweit machbar sein, solange der Dollar gegen den Yen nicht zu stark abwertet. Immerhin wird ein großer Teil der Umsätze in Nordamerika erwirtschaftet. Mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 12,9 und 12,1 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftjahr ist die Aktie zudem noch sehr vernünftig bewertet. Insgesamt dürfte die Aktie von Yamaha attraktive sein als jene von Harley Davidson.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |