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Milliarden-Investition Warren Buffett ist in Kauflaune

 ·  Anders als Apple hortet der Milliardär nur ungern Geld. Jetzt hat er beim Ketchup-Hersteller Heinz zugeschlagen - und hat längst nicht genug.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (14)
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günther reichert

Gehört zwar nicht direkt zum Thema,wie sieht es aber aus wenn einzelne zB Wohnungsgesellschaften

wie LEG,Köln oder Gafgah,Berlin zuschlagen und große Wohnungsbestände aufkaufen unter gleichzeitiger Aufnahme von billigen Krediten und dabei sich an den gesetzlich möglichen kräftigen Erhöhungen der Mieten dann laben.
LEG Köln kam vor kurzem an die Börse mit Investoren von Goldmann-Sachs und britischen Investoren.Privatanlegern wurden bei der Emission nur mit einem Zuteilungs-Anteil von unter 1% bedacht.LEG konnte bei der Emission dabei den Ausgabekurs der Aktie ,obwohl dreifach überzeichnet,nicht steigern,weil die Verschuldung von LEG Kölln so hoch ist,dass andere Investoren nicht weiter zugriffen(nach Auskunft eines Bankers).LEG versucht den Schuldenabbau nun über Mieterhöhungen in Köln,Düsseldorf von durchschnittlich 2 bis 3 % jährlich abzubauen.
Insgesamt hat dieses Vorgehen zB für die Stadt Köln(die jahrelang eine verfehlte Wohnungsbaupolitik betrieb u sogar Förderungskredite zurückgab!)die Wirkung,dass das Niveau des Mietspiegels kräftig steigt.Plötzlich steigen allen Mieten an

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 21:52 Uhr
günther reichert

@Herrn Andreas Noreikat...danke für ihre Antwort.

Den Wohnungsgesellschaften wie Gafgah,LEG,Deutsche Wohnen etc.die nun alle an die Börse gegangen sind,kommt es vor allem auch auf die Wertsteigerungen per Aktienkurs an.
Der Aktienkurs(ca.Werte) stieg im Jahr 2012 für
Gafgah :+ 134 %
Deutsche Wohnen:+44 %
(im Vergleich:DAX +44 %)

LEG möchte vermutlich ähnliche Kurssteigerungen erreichen.
Andere neue Firmen in dieser Branche werden ebenfalls versuchen einen Börsengang zu machen.

Was in der Presse mit 2-3% an Mietsteigerungen vor kurzem genannt wurde,kann rasch bei 20 % alle 3 Jahre landen.Man will ja Mieter nicht gleich zu Beginn beim Börsengang verschrecken.
Warum das Geschäft so lukrativ ist,liegt auch daran,dass deutsche Mieter in der Regel brave und zuverlässige Mieterzahler sind.Darauf legen bestimmte Großinvestoren viel Wert.

Bei Gafgah gab es mW in Dresden erhebliche Probleme im Zusammenhang mit Mieten etc.
Diesen Fehler wollte mE LEG von vornherein vermeiden.

Letzten Endes wird die Zeit zeigen wie die Sache sich entwickelt.

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Andreas Noreikat

Laben

Wenn das Immobiliengeschäft so lukrativ ist, stellt sich die Fragen, warum die Erwerber größerer Wohnungsbestände sich so schwer tun, Renditen zu erzielen ... oder gar (mit Hilfe der Gläubigerbanken) umschulden müssen.
LEG: Erstens wären "Mieterhöhungen von 2 bis 3%" Inflationsausgleich (der Landeshaushalt NRW wächst jedes Jahr um 3-4%); zweitens lag/liegt der Anstieg der Mieten in Deutschland in den letzten Jahren bei <1% ... also weit unter der Inflation.

"verfehlte Wohnungsbaupolitik": Bitte, bitte nicht ! Als die Eigenheimzulage zerschlagen wurde, geschah dies unter dem Freudentaumel der Kommentatoren ... und die ImmobilienEIGENTÜMER haben vor Schadenfreude erst einmal ein Glas Champagner aufgemacht.

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Klaus Letis

Der Staat im Staat?

Wo sind die Grenzen der von privater Machtkonzentration

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 17:19 Uhr
Roland Wagner

Und wo sind die Grenzen staatlicher Machtkonzentration?

Wer schützt uns vor dem was gerade in Europa passiert?

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Closed via SSO
klaus keller (klkeller) - 16.02.2013 12:15 Uhr

Die Firma ist eine Art börsennotierter Aktienfond in AG-Form m.E.

Der einzige "Nachteil" ist das er/sie keine Dividenden ausschüttet. Das bringt keine laufenden Erträge. (die versteuert werden müßen).
Ein A-Ateilsschein kostet ca 150.000$,(Nennwert 5$) Es gibt seit einiger Zeit auch kleinere B-Anteile die zZt ca 100$(Nennwert 0,00333$) kosten. Da es nie Aktiensplitts gab (kosten Geld) ist die A-Aktie relativ teuer.

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Gottfried Lobeck
Gottfried Lobeck (golo7) - 16.02.2013 10:48 Uhr

Feudale Geschäfte

Kann mir einer erklären, welcher realwirtschaftlich fundierte Gewinn für die Allgemeinheit (Stakeholder von Ketchup-Heinz) herausspringt? Oder ist es schlicht ein Geschäft, das Spekulationsgewinne über realwirtschaftliches Gold "erdet" und gleichzeitig in einer Art Drainage der Realökonomie Mittel für weitere Finanzspekulationen "erwirtschaftet"?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 17:23 Uhr
Roland Wagner

Wodurch hat die Allgemeinheit einen Gewinn an einem Geschäft

zwischen Herrn Buffett und den Heinz Aktionären verdient (abgesehen von den dafür vorgesehenen Abgaben / Steuern)? So wie Sie mit dem Wort "Spekulation" umgehen, dürfte es nicht auf Buffett passen, "Heuschrecke" ist er definitiv keine.

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Closed via SSO
klaus keller (klkeller) - 16.02.2013 12:04 Uhr

Die bemitleidenswerten Stakeholder von Heinz bekommen Geld für ihre Anteile

Ob sich die armen Stakeholder von Bershire auch freuen ?
Mir kommt die Firma vor wie ein riesiger börsennotierter Aktienfond der nichts ausschüttet.

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joachim tarasenko

eine logische Verbindung

Endlich kommt ein wenig Ketchup aufs Buffet. Passt wie eine 1.

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Richard Löwe

Grund

der Grund liegt auf der Hand: Buffett erwartet eine massive Inflation in nahezu allen Währungen. Diese Inflation is gewollt, weil kein Staat seine Schulden sonst zurückzahlen kann. Geld wird weniger wert werden, also kauft man Werte oder harte Währungen wie den Singapurdollar. Buffet hat gerade eine Millarde Gewinn beim Spekulieren gegen den Yen verdient.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2013 10:47 Uhr
Dirk  Lehmann

FALSCH: Sie verwechseln Warren Buffet mit SOROS...

Buffet spekuliert nicht gegen Währungen, er macht nur solide Geschäfte.

SOROS hat jedoch schon immer massiv gegen Währungen spekuliert, das macht er seit Jahrzehnten.

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michael pöhlmann

Kauflaune

Jeder kann mit seinem Geld machen was er will, doch mit so viel Geld könnte man auch wesentlich sinnvollere Dinge machen, als Ketchup zu kaufen.

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heike buttkus
ulrich buttkus (loewe53) - 15.02.2013 22:34 Uhr

Kauflaune mit Geldhunrige Partner.

Ausssage von Heinz Ketschup.Neben den Bargeldzahlung von Warren Buffett und 3G Capital konnten auch Wells Fargo und JP Morgan für die Fremdfinanzierung gewonnen werden.Naja,3G hatte im jahr 2010 bereits Burger King gekauft,von JP Morgan will man erst garnicht mit anfangen.

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15.02.2013, 17:45 Uhr

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