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Medizintechnik Drägerwerk-Aktie proftiert von starkem ersten Quartal

12.05.2005 ·  Mit besser als erwarteten Quartalszahlen macht am Donnerstag die Drägerwerk-Aktie auf sich aufmerksam. Das Unternehmen ist auf gutem Weg.

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Positiv reagierte der Markt am Donnerstag auf überraschend starke Quartalszahlen des notierten Medizin- und Sicherheitstechnikkonzerns Drägerwerk. Die Aktie gehört zu den größten Kursgewinnern im im TecDax.

Mit einem Umsatzplus von 9,1 Prozent auf 341,4 Millionen Euro lag das Unternehmen deutlich über den Schätzungen der Analysten, die im Mittel von 329 Millionen ausgegangen waren. Besonders in der Medizintechnik verzeichnete das Lübecker Unternehmen spürbare Zuwächse. Ins Gewicht gefallen sei vor allem das zunehmende Geschäft mit Mittel- und Südamerika, teilte das Unternehmen mit. Trotz widriger Konjunktur und schwacher Entwicklung des Dollar habe man dort die Marktstellung ausweiten können. Konzernweit sei der Umsatz in Amerika um 27,7 Prozent gestiegen, hieß es weiter.

Erfolgreiche Konzentration aufs Kerngeschäft

Auch der Jahresüberschuß fiel mit 4,9 Millionen Euro deutlich besser aus als von den Analysten erwartet. Diese hatten im Mittel lediglich mit 3,6 Millionen gerechnet. Im Vorjahr hatte der Überschuß 15,7 Millionen betragen. Dies war aber ein einmaliges Ergebnis. Drägerwerk hatte seinerzeit im Zuge der Konzentration auf Kerngeschäftsfelder seine IT-Gesellschaften veräußert.

Für das Gesamtjahr bekräftigte der Konzern die Umsatz- und Ergebnisprognose. Drägerwerk rechnet mit einem Umsatzanstieg von fünf bis sieben Prozent und einem Ergebnisplus zwischen fünf und zehn Prozent. Basis der Prognose ist eine deutlicher Zuwachs des Auftragseingangs von 11,7 Prozent auf 392,5 Millionen Euro. Besonders stark entwickelt sich hier die Zukunft des Nordamerikageschäfts. Hier beträgt das Plus beim Auftragseingang in Dollar 20 Prozent. Das läßt nach dem schwachen Vorjahr für 2005 hoffen.

Widerstand nach oben

Doch die Frage bleibt offen, ob das Drägerwerk mit einem einstelligen Ergebniswachstum die derzeit prognostizierten 2,55 Euro je Aktie in diesem Jahr wird erreichen können. Davon hängt auch ab, wie die Bewertung einzuschätzen ist. Auf Basis der bisherigen Annahmen liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei rund 18. Im Branchenvergleich liegt das Papier damit am unteren Rand der Bewertungsskala. Auf Basis der bisherigen Gewinnschätzungen ist auch das dynamische KGV mit 0,94 durchaus akzeptabel. Aber das hängt eben davon ab, ob das Unternehmen die Jahresprognosen wird erfüllen können.

Charttechnisch bemüht sich die Aktie derzeit, den Seitwärtstrend zu überwinden. Auf dem Weg nach oben hat sie allerdings noch einige Hindernisse zu überwinden. Das kann nur gelingen, wenn das Unternehmen mit die guten Nachrichten von heute untermauern kann.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @hma
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